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Größte Windturbine Eine einzige Umdrehung dieses Windrades versorgt ein Haus zwei Tage mit Energie

Das Foto zeigt die etwas kleinere GE Haliade-X in Rotterdam.
Das Foto zeigt die etwas kleinere GE Haliade-X in Rotterdam.
© PR
Die GE Haliade-X ist 260 Meter hoch und damit die größte Windturbine der Welt. Der Trend geht zu Megaanlagen, die auf dem Meer installiert werden.

Immer größer, immer höher – dieser Trend bei Windkraftanlagen wird im dicht besiedelten Deutschland kritisch gesehen. Doch eine neue Generation von Riesenanlagen aus Europa erobert die Welt. Für das Vineyard Projekt in den USA werden nun Turbinen vom Typ GE Haliade-X verwandt. Derzeit sind das die größten Windräder der Welt. Sie haben eine Kapazität von 13 MW und sollen mit einer einzigen Drehung ein Haus zwei Tage lang mit Energie versorgen können. Jede Anlage ist 260 Meter hoch, der Rotor hat einen Durchmesser von 220 Metern.

Hohe Energieausbeute

An einem Tag guten Tag kann die Turbine 312 MWh erzeugen, das würde den bisherigen Weltrekord brechen. Er wird von einer GE Haliade-X gehalten. Sie hat allerdings eine etwas geringere Kapazität und steht im Hafen von Rotterdam. An einem Tag konnte sie 262 Megawattstunden erzeugen, das ist genug, um 30.000 Haushalte in der Region zu versorgen.

In den USA werden die Mega-Turbinen in der ersten großen Offshore-Windfarm des Landes aufgestellt. Das Vineyard Projekt ist eine Anlage mit 800 MW erneuerbarer Energie und soll etwa 20 Kilometer vor der Küste von Martha's Vineyard, einer Insel vor Massachusetts, entstehen. Dort soll sie die starken Winde vor der Ostküste der Vereinigten Staaten ausnutzen und im Jahr 2023 an Netz gehen.

Weg vom Land

Die gewaltige Größe von GE Haliade-X ist der Schlüssel zum Erfolg. Die gewaltigen Blätter der Rotoren sollen rund 45 Prozent mehr Energie einfangen als die anderer Windräder. Gerade bei geringen Windstärken soll die Turbine besser performen. Mit der Entwicklung wurde 2018 in Zusammenarbeit mit dem britischen Forschungszentrum für erneuerbare Offshore-Energie (ORE) begonnen. Die hohe Windausbeute führt zu einem hohen "Bruttokapazitätsfaktor" von 63 Prozent. Das bedeutet, dass die Anlage im realen Betrieb über einen definierten Zeitraum tatsächlich 63 Prozent der Energie erzeugen wird, die sie theoretisch unter Volllast in der gleichen Zeit produzieren könnte.

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Keine Ende des Wachstums

Wenn die GE Haliade-X in der Praxis die versprochenen Werte erreicht, wird sie den Weg für noch größere Anlagen bereiten. Wenn Monsteranlagen die kleineren Windkrafträder in der Leistung übertreffen, wird der Bau neuer Windsparks in die Regionen ziehen, in denen sich niemand an diesen Anlagen stört und es werden mehr Offshore-Anlagen auf dem Meer gebaut. Für Betreiber kleinerer Anlagen auf dem Festland sind das eher schlechte Aussichten. Sie haben heute schon Akzeptanzprobleme und die werden noch zunehmen, wenn Offshore die bessere Lösung ist. Die Anrainerstaaten der Nordsee haben dabei die Doggerbank im Blick. Dieses Gebiet zwischen der britischen Insel, Deutschland und Dänemark gehörte einst zum Festland, das Wasser ist dort teilweise nur 13 Meter tief. Dort soll der "North Sea Wind Power Hub" entstehen. Seine Kapazität wird 100.000 Megawatt Leistung betragen.

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