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Elektronische Patientenbegleiter: Digital-Helfer für Übergewichtige

Da steht man vor dem Kühlschrank - und das kleine Gerät in der Tasche sagt: "Geh lieber Joggen." So oder ähnlich könnten die digitalen Helfer arbeiten, die deutsche Ingenieure entwickeln, um stark übergewichtige und andere kranke Menschen im Alltag zu unterstützen.

Übergewichtige kennen die Versuchung: Sie kommen nach der Arbeit frustriert nach Hause und greifen erst einmal in den Kühlschrank. Ihnen soll eine Entwicklung des Dortmunder Fraunhofer Instituts für Software- und Systemtechnik den Weg zum idealen Gewicht erleichtern. Statt in den Kühlschrank sollen krankhaft übergewichtige Menschen zum "digitalen Patientenbegleiter" greifen. "Er hilft ihnen, mit Belastungen wie Frustration nach der Arbeit anders umzugehen", erklärt Psychotherapeutin Reinholde Kriebel. Der kleine tragbare Computer mit spezieller Software wie Terminkalender, einem Tagebuch und Tipps für den Alltag solle helfen, den Lebensstil zu ändern und so das Gewicht zu kontrollieren, sagt Projektleiter Thomas Königsmann vom Fraunhofer Institut.

Neben den Informatikern haben eine Ernährungs-, eine Bewegungs- und eine Psychotherapeutin an dem Projekt gearbeitet. "Der digitale Patientenbegleiter unterstützt den Patienten, ein in der Klinik erlerntes Programm umzusetzen", erklärt Psychotherapeutin Kriebel. Er solle dafür sorgen, dass der Sprung vom Klinikaufenthalt in den Alltag nicht so groß ist. Bei einer Therapie lernt der Adipositas-Patient, der unter krankhaftem Übergewicht leidet, bewusster zu essen, Bewegung in den Alltag einzubauen und seinen Lebensstil kritisch zu betrachten. "In der Klinik nehmen die Patienten ab, aber zurück in der gewohnten Umgebung gibt es dann Probleme", sagt Projektleiter Königsmann. Für diese Probleme sollen die Patienten mit dem digitalen Notfallkoffer eine Lösung finden. Der kleine Computer gibt ihnen konkrete Tipps, wie sie mit einer schwierigen Situation wie Frustration nach der Arbeit umgehen können, ohne in den Kühlschrank zu greifen. Solch ein Tipp kann sein "Gehen Sie eine halbe Stunde joggen" oder auch "Rufen Sie einen Freund an und reden Sie mit ihm über das Problem".

Ziel sei es, Ablenkung zu bieten. "Wichtig ist, dass der Patient sich nicht alleine fühlt, sondern weiß, wo Hilfe direkt vor Ort ist", sagt Kriebel. Geht das Problem tiefer, kann der Patient über standardisierte Fragen nach der Ursache forschen. "Das ist eine Art Dialog: Der Computer fragt, der Patient antwortet", beschreibt es Kriebel. Das sei so wie in der Therapie. Die Patienten müssen außerdem ein Tagebuch führen und alle Probleme, Rückschläge und Erfolge in den kleinen Computer eintippen. Das ist dann die Grundlage für die Gespräche mit dem Therapeuten. "Wenn der Patient sich selbst beschummelt, ist das seine Sache", sagt die Psychotherapeutin.

Das Fraunhofer Institut plant gemeinsam mit der Gelderland-Klinik in Trier, den digitalen Patientenbegleiter mit Adipositas-Patienten zu testen. "Das ist spannend, ob das klappt oder nicht", sagt Königsmann.

Vögel füttern fürs Essen Lernen

Ist dieser Versuch erfolgreich, könnte auch der Patientenbegleiter für Kinder folgen. Das Projekt heißt digi.Duo. "Da soll alles spielerischer sein", sagt Königsmann. Das Prinzip vergleicht er mit Tamagotchis. "Die Kinder füttern einen großen Vogel und sehen an ihm ihr eigenes Essverhalten - ob er dicker wird oder abnimmt."

Mit einem digitalen Gesundheitshelfer entwickelt das Fraunhofer Institut bereits die nächste Stufe des digitalen Patientenbegleiters. Mit einem Sensor-T-Shirt würden dabei zusätzlich Vitalparameter wie die Herz- und Atemfrequenz überprüft, sagt Königsmann. "Das ist wie beim normalen Elektrokardiogramm, wo die Elektroden auf dem Körper kleben - nur kleben sie hier nicht, sondern werden aufgedrückt, weil das T-Shirt so eng ist", erklärt Königsmann. Diese Daten würden dann an den kleinen Computer geschickt und könnten dort vom Arzt eingesehen werden. "Das wäre vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten interessant", sagt Königsmann. Zuerst wollen sie aber den Versuch mit dem Patientenbegleiter abwarten. Das Fraunhofer Institut will den digitalen Patientenbegleiter ab dem 15. März auf der Computermesse Cebit in Hannover vorstellen.

Julia Kuckelkorn/AP / AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.