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Elektronisches Papier: Das Blatt wendet sich

Stets aktuelle Schulbücher, 500 Romane in einer Hand - das alles geht mit elektronischem Papier. Nur falten lässt es sich noch nicht.

Es gibt sie in allen Größen und Formen: als klotzigen Röhrenmonitor, eleganten Flachbildschirm oder Riesenbildprojektor. Aber wenn es um das Lesen längerer Texte geht, sind Computeranzeigen alles andere als perfekt - und deshalb wird in Büros und Arbeitszimmern umso mehr gedruckt, je mehr Computer es gibt. "Papier ist eben ein perfektes Display", sagt Nick Sheridon, Forscher im Entwicklungslabor Xerox Parc. Es funktioniert ohne Strom, im Sonnenschein ebenso wie bei Kerzenlicht. "Aber", so Sheridon, "man kann es nur einmal bedrucken." Also beschloss er, "dass die Welt elektronisches Papier braucht, das immer neu benutzt werden kann".

Das war schon 1974, aber Sheridons Arbeitgeber Xerox, Hersteller von Kopiergeräten, hatte kein Interesse: Mit Papierverbrauch ließ sich mehr verdienen als mit Papierersatz. Jetzt kommt das erste elektronische Buch, das E-Papier verwendet, auf den Markt - mit der Technik des Rivalen E-Ink aus Cambridge bei Boston.

Jetzt kommt's - von der Konkurrenz

Das Lesegerät mit E-Papier, das Sony Ende April in Japan und später in Europa auf den Markt bringen will, hat einen Lederdeckel wie ein Buch, man kann es aufklappen wie ein Buch, der Rest ist 21. Jahrhundert: Per Knopfdruck verwandelt sich "Librié", ein rund 300 Euro teures weißes Kästlein von der Größe einer DIN-A5-Seite, vom Roman in ein Sachbuch, in ein Lexikon oder einen Comic - komplett mit Soundeffekten aus dem eingebauten Lautsprecher. Denn alle Texte sind digital im "Librié" gespeichert, bis zu 500 Bücher passen hinein und lassen sich doch in einer Hand halten. Bei einem Wörterbuch kann das E-Book die fremde Sprache vorsprechen. Auch Extras sind denkbar: "Stellen Sie sich etwa vor, ein Autor erklärt, warum er eine Passage so geschrieben hat und nicht anders", sagt E-Ink-Präsident Russell Wilcox.

Eine Sache der richtigen Spannungen

Solche Geräte sind auch mit traditionellen Displays denkbar - aber das E-Papier macht sie viel praktischer. Sein Prinzip: Hinter einer Glasscheibe, die mit durchsichtigen Elektronik-Schaltkreisen bestückt ist, liegt eine Schicht winziger Kapseln, in denen schwarze und weiße Farbpigmente schwimmen. Sie sind elektrisch geladen und lassen sich deshalb von positiven und negativen Spannungen, die an bestimmten Stellen der Scheibe angelegt werden, anziehen oder abstoßen. Je nach Spannung schwimmen entweder schwarze oder weiße Farbpigmente dicht an die Scheibe - und ein Druckbild entsteht. Die Besonderheit: Schaltet man danach den Strom ab, verschwindet das so erzeugte Bild nicht. Erst wenn die Anzeige wechselt, zum Beispiel beim Umblättern im E-Buch, ist wieder Strom erforderlich. So halten die Batterien wochenlang ihre Leistungsfähigkeit. Auch im strahlenden Sonnenschein, der andere Anzeigen verblassen lässt, bleibt E-Papier perfekt lesbar.

Mit einem elektronischen Buch oder auch einem Computer verbunden, eröffnet das E-Papier so ganz neue Möglichkeiten. Für die Verlagsbranche etwa entfallen Druck- und Vertriebskosten: Elektronische Bücher werden aus dem Internet geladen. Verlage könnten vergriffene Titel günstig wieder anbieten, und es würde wenig kosten, Schulbücher auf dem neuesten Stand zu halten. Die chinesische Regierung ist von dieser Vision so angetan, dass sie möglichst bald auf elektronische Lehrbücher umsteigen will.

Xerox zieht nach

Wilcox wittert bereits ein Milliardengeschäft: "Der Markt für Bücher ist größer als der für Musik und Filme zusammen", schwärmt er. Auch Xerox hat inzwischen entdeckt, dass sich mit Sheridons Erfindung Geld machen lässt, will sich mit dem eigenen E-Papier "Gyricon" jedoch vorerst auf elektronische Schilder konzentrieren. Supermärkte können so ihre Preisaushänge am Regal jederzeit sekundenschnell aktualisieren, drahtlos aus der Firmenzentrale.

Faltbares E-Papier lässt noch auf sich warten

Anzeigetafeln und selbst das E-Buch sind allerdings erst ein Anfang. Ziel der Entwickler ist ein elektronisches Papier, das auch so flexibel, faltbar und leicht ist wie herkömmliches - und genauso billig. Das bleibt zwar vorerst Science-Fiction, weil die Stromleitungen derzeit nur auf starren Glasflächen untergebracht werden können. "Aber in drei bis fünf Jahren sind wir so weit", sagt E-Ink-Präsident Wilcox. Dann wird sich E-Papier falten lassen wie ein Taschentuch. Auch Farbe soll es irgendwann darstellen können; Schreiben mit einem Spezialstift, der die handschriftlichen Notizen digitalisiert, wäre ebenfalls denkbar. "Mit einer Rolle E-Papier könnten Sie Nachrichten, Bücher, alle möglichen Informationen immer aktuell aus dem Internet laden", schwärmt Nick Sheridon, "egal, wo Sie sind, einfach per Satellitenantenne." Das wäre dann auch das Ende der traditionellen Tageszeitung. Nur in einer Hinsicht, sagt der 68-jährige Erfinder, wäre die der elektronischen immer überlegen: "Man kann Fische darin einwickeln."

Karsten Lemm / print
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(