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USS Lexington Microsoft-Mitgründer Allen findet Wrack eines gigantischen Flugzeugträgers

Der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen sucht mit einem Team nach Wrackteilen der USS Lexington. Der Flugzeugträger wurde während der Schlacht in der Korallen-See im Zweiten Weltkrieg versenkt. Das Suchteam veröffentlichte dieses Video von Teilen des Schiffes.
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Ein Suchteam unter der Leitung des Microsoft-Mitbegründers Paul Allen hat Wrackteile der USS Lexington gefunden. Der Flugzeugträger wurde während der Schlacht in der Korallen-See im Zweiten Weltkrieg versenkt.

Das Wrack der Lexington wurde am Sonntag von dem Forschungsschiff des Teams, der Petrel, in etwa 3.000 Meter Tiefe gefunden. Es liegt mehr als 800 Kilometer von der Ostküste Australiens entfernt. Erst vor Kurzem gelang es dem Team Allens, das Wrack der USS Indianapolis zu finden. 

Zum Beweis wurden Bilder und Videos vom Wrack der Lexington gezeigt, zu sehen sind auch Flugzeuge, die mit ihrem Träger untergegangen sind. Die leicht gebauten Flugzeuge sind wegen der Bedingungen in der großen Tiefe erstaunlich gut erhalten. Selbst Bemalungen und Embleme sind zu erkennen. Auf einem Flugzeug ist die Zeichentrickfigur "Felix, the Cat" zu sehen. Daneben zeigt das Flugzeug vier kleine japanische Flaggen, die die Abschüsse der Maschine symbolisieren. Das Suchteam veröffentlichte auch Bilder und Videos von Teilen des Schiffes, darunter Flugabwehrgeschütze, die dick mit Schleim und Krusten überzogen sind.

Erste Schlacht der Flugzeugträger

Die Lexington und ein weiterer US-Träger, die USS Yorktown, kämpften vom 4. bis 8. Mai 1942 in der Schlacht in der Korallensee gegen drei japanische Flugzeugträger. Historisch war die die erste Seeschlacht zwischen Flugzeugträgern. Zuvor hatten japanische Streitkräfte im Dezember 1941 die US-Flotte auf dem Stützpunkt Pearl Harbour angegriffen. Der Angriff wurde von japanischen Trägern und ihren Flugzeugen durchgeführt, doch auf US-Seite nahmen keine Flugzeugträger an dem Gefecht teil. Das eigentliche Ziel des Angriffs waren die US-Träger, die sich zum Zeitpunkt des Überfalls allerdings nicht im Hafen befanden. Weil sie Pearl Harbour überstanden, gelang es den USA, die japanische Seemacht im folgenden halben Jahr zu brechen.

Die Schlacht in der Korallensee war der erste Auftakt dazu. Dabei wurde die Lexington so stark beschädigt, dass sie von einem US-Kriegsschiff versenkt wurde. Mehr als 200 Mitglieder der Besatzung fanden den Tod, doch der Großteil konnte gerettet werden, bevor die Lexington sank.

Admiral Harry Harris, der heute das Pacific Command der US-Marina leitet und dessen Vater zu den Überlebenden der Lexington gehörte, sagte. "Als Sohn eines Überlebenden der USS Lexington gratuliere ich Paul Allen und der Expeditions-Crew des Forschungsschiffes Petrel zum Fund der vor fast 76 Jahren in der Schlacht am Korallenmeer gesunkenen "Lady Lex".

Als sie unterging, beherbergte die Lexington noch rund 35 Flugzeuge. Nun sollen elf Flugzeugwracks gefunden worden sein, darunter die Typen Douglas TBD-1 Devastators, Douglas SBD-3 Dauntlesses und Grumman F4F-3 Wildcats.

Wendepunkt des Seekrieges

Die Schlacht in der Korallensee endete mit einem Unentschieden, wenn man die Verluste beider Seiten betrachtet. Strategisch war sie eine Niederlage der Japaner, da die Amerikaner erfolgreich eine weitere japanische Expansion stoppen konnten. Hier wurde die Grundlage für eine entscheidende Niederlage Japans einige Wochen später gelegt. In der Seeschlacht bei Midway wendete sich das Blatt endgültig. Während die US-Kräfte stärker denn je waren, machten sich auf japanischer Seite die erlittenen Verluste bemerkbar. Bei Midway verloren die Japaner vier ihrer sechs großen Flugzeugträger und einen Großteil ihrer ausgebildeten Piloten.  


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