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Geschichte: Motorflug in Deutschland

Deutschland war früh mit von der Partie, wenn es darum ging, maschinengetrieben in die Luft zu gehen. Ein kurzer Rundflug durch die Geschichte.

Deutschland war in der Geschichte des Motorflugs von Anfang an mit dabei. Einige sagen sogar, der erste Motorflug habe tatsächlich in Deutschland stattgefunden: Am 18. August 1903 "flog" Karl Jatho auf dem Kaiserlichen Truppenübungsplatz auf der Vahrenheide in Hannover 18 Meter weit in 75 Zentimetern Höhe. De facto wurde aber nur die Energie des rollenden Geräts ausgenutzt. Und wirklich steuern ließ sich sein Flieger auch nicht. So bleibt nach gängiger Expertenmeinung den Gebrüdern Wright die Ehre des ersten Motorflugs, obwohl Jatho vier Monate vor ihnen abhob. Was den Hannoveraner Flughafen Langenhagen nicht davon abhielt, im August 2003 ein Jatho-Fest zu feiern - unter dem selbstbewussten Motto: "Wir waren die Ersten".

Den offiziellen Titel als erster Deutscher, der einen Motorflug durchführte, bekam wiederum ein anderer: Hans Grade. Der Flieger und Flugzeugkonstrukteur flog 1908 einen selbst entworfenen Dreidecker und gewann damit den mit 40.000 Mark dotieren Lanz-Preis der Lüfte. 1909 baute er den Grade-Eindecker, gründete 1910 eine Flugschule und die Grade-Fliegerwerke.

Die Militärs werden aufmerksam

Inzwischen hatten die "fliegenden Kisten" die Aufmerksamkeit der Militärs erweckt, die in der ganzen Welt die Entwicklung der Flugmaschinen vorantrieben. Aber auch im zivilen Bereich versuchten sich erste Geschäftsleute an einer kommerziellen Nutzung des Flugzeugs: In Hamburg entstanden 1911 die "Hamburger Luftschiffhallen GmbH" und als Folge der Hamburger Flughafen - an dem Ort, an dem er sich noch heute befindet: Fuhlsbüttel. Wurde der Airport anfangs nur von Zeppelinen angeflogen, war die Nutzung durch Flugzeuge nur eine Frage der Zeit.

Neuer Komfort

Die 1917 gegründete "Deutsche Luftreederei" eröffnete im Februar 1919 eine Flugverbindung zwischen Berlin und Weimar. In den darauf folgenden Jahren schossen viele kleine Fluggesellschaften aus dem Boden, die häufig aber nur eine Strecke bedienten. In dieser Zeit gelang auch ein entscheidender technischer Fortschritt: Mit der Junkers F 13 war das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug entwickelt worden, das auf einen Schlag den Komfort wesentlich steigerte: In einer beheizbaren Kabine konnten die Fluggäste die Reise auf gepolsterten Sitzen verbringen.

Lufthansa, die erste

Und dann kam die "Lufthansa": 1926 wurde sie als "Deutsche Lufthansa AG" unter Beteiligung des Reiches, der Länder und Städte sowie unter Zusammenführung der beiden bestehenden Gesellschaften Deutscher Aero-Lloyd AG und der Junkers Luftverkehrs AG gegründet. Bis 1945 war sie Einheitsgesellschaft für den zivilen Luftverkehr mit weit verzweigtem europäischem Streckennetz; eröffnete am 3. 2. 1934 den ersten planmäßigen Südatlantik-Luftpostdienst.

Die Ära der zivilen Luftfahrt in Deutschland endete mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, die zunächst ein Verbot jeglicher Luftfahrt im Land zur Folge hatte - betroffen waren also nicht nur der Motorflug, sondern auch Segelflug sowie von Flugzeugen abhängige Aktivitäten wie Fallschirmspringen.

Lufthansa, die zweite

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 gab es wieder ein Verkehrsministerium, das sich unter anderem mit dem Aufbau einer neuen zivilen Luftfahrt in Westdeutschland befasste. Aus diesen Bemühungen ging 1953 die Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf hervor. Flugzeuge zu besitzen war zu diesem Zeitpunkt zwar noch verboten, welche zu bestellen aber nicht. 1954 wurde der alte Name "Deutsche Lufthansa AG" reaktiviert, im November des Jahres erteilten die Alliierten eine Sondergenehmigung für die Einfuhr von Flugzeugen und die Ausbildung von Flugpersonal. Einige Monate später erfolgte dann die Zulassung für die Lufthansa, innerdeutsche und auch Flüge ins europäische Ausland und nach Übersee durchzuführen. Mitte 1955 konnte der Flugverkehr beginnen.

Zwei Lufthansas?

In der DDR war fast zeitgleich (1954) ebenfalls eine "Deutsche Lufthansa" gegründet worden, die aber bereits 1963 wieder aufgelöst wurde. Die Aufgaben der DDR-Lufthansa übernahm die 1958 entstandene Fluglinie "Interflug". Der Kreis schloss sich 1991, als die West-Lufthansa nach dem Ende der DDR wiederum die Interflug in sich aufnahm.

Für Jahrzehnte war der Kranich das Symbol für innerdeutschen Luftverkehr, obwohl es de facto Alternativen gab, war in den Köpfen der meisten Deutschen lange verankert: Linienflug = Lufthansa. Erst das verstärkte Aufkommen der Billigairlines Ende der 90er Jahre änderte etwas an diesem "ehernen Gesetz".

An Frankfurt führt kein Weg vorbei

Deutschlands wichtigster Flughafen ist Frankfurt am Main. Seinem Gesamtpassagieraufkommen von 48 Millionen Fluggästen (in 2002; Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) kann der zweitplatzierte Airport – München - mit knapp 23 Millionen Fluggästen (in 2002) nicht annähernd mithalten. Auf den nächsten Plätzen folgen Düsseldorf (14,6 Mio.), Berlin-Tegel (12 Mio.) und Hamburg (8,8 Millionen).

Hamburg: Saugen, schrauben, Flugzeuge bauen

Obwohl der Hamburger Flughafen es gerade mal in die Top 5 der deutschen Airports schafft, gilt die Hansestadt als einer der wichtigsten Luftfahrtstandorte der Welt: Lufthansa Technik hat ihre Hauptwerft hier, und direkt an der Elbe, in Finkenwerder, stehen Fertigungsstätten, in der für praktisch jeden Airbus-Typ Großbauteile hergestellt und montiert werden. In Hamburg sind rund 30.000 Menschen in der zivilen Luftfahrtindustrie und zuliefernden Branchen beschäftigt.

Ralf Sander
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.