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Kaufberatung Grafikkarte Grafikkarten-Rangliste: Das sind die Modelle von Nvidia und AMD

Grafikkarten Rangliste: Eine Gaming-Grafikkarte verrichtet ihren Dienst.
Von Einsteigerklasse bis High-End: Die Grafikkarten Rangliste zeigt die Top-Modelle für jeden Geldbeutel.
© Tassel / Getty Images
Nvidia oder AMD, Top-Modell oder Mittelklasse? Die Grafikkarten-Rangliste verrät, welche Karten den Bedürfnissen und Ansprüchen der unterschiedlichen Gamern am ehesten gerecht werden.

Inhaltsverzeichnis

Es ist und bleibt ein Graus, im Jahr 2021 eine Grafikkarte zu kaufen. Die Modelle, die verfügbar sind, kosten horrende Summen – egal in welcher Preisklasse sie sich befinden. Eine Neuanschaffung lohnt daher nur, wenn die eigene Karte ihren Geist aufgegeben hat und es wirklich keine andere Wahl gibt, als jetzt eine neue zu kaufen. In der aktuellen Ausnahmesituation sollten Gamer in Sachen Grafikkarte mitnehmen, was sie zu einem vernünftigen Preis bekommen – markenabhängige Gefühlsduseleien für AMD oder Nvidia sind aktuell fehl am Platz.

Alle anderen sind besser damit beraten, noch etwas zu warten und sich mit etwas weniger Bildern in der Sekunde oder verringerten Grafikeinstellungen zu begnügen. Leider ist noch nicht abzusehen, wie lange die Durststrecke auf dem Grafikkarten-Markt dauern wird. Es sieht aber mau aus. Als die Nvidia RTX 3060 auf den Markt kam, war sie binnen weniger Stunden ausverkauft. Eine neue Chance wittern Kaufwillige bei der Radeon RX 6700, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen soll. Über ein genaues Datum schweigt sich AMD aber bisher noch aus.

1. Grafikkarten Rangliste: Die Übersicht

In der folgenden Tabelle stehen sich die verschiedenen Grafikkarten von AMD und Nvidia in ihren jeweiligen Klassen gegenüber. Danach geht der Artikel auf die einzelnen Modelle der Hersteller ein und erklärt, welche Grafikkarte sich für welche Nutzer eignet. Innerhalb der unterschiedlichen Klassen unterscheiden beide Hersteller ebenfalls zwischen den Karten:

  • AMD kennzeichnet leistungsstärkere Karten mit einem "XT"
  • Nvidia kennzeichnet leistungsstärkere Karten mit einem "Ti" oder "Super" – teilweise haben die Modelle auch mehr Speicher

Wer eine Grafikkarte kauft, sollte sich kurz ins Gedächtnis rufen, in welcher Auflösung er welche Spiele zockt. E-Sport-Titel wie "Fortnite", "Dota 2" oder "Counter Strike – Global Offensive" sind nicht wirklich leistungshungrig, was ihre Grafik betrifft. In Full-HD-Auflösung bringen schon die neuen Einsteiger-Grafikkarten genug Bilder in der Sekunde auf einen 144-Hertz-Monitor. Wer hingegen die neuesten AAA-Titel wie "Hitman 3" in 4K-Auflösung mit vollen Details spielen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen (wenn er denn eine der wenigen Karten erwischt).

Außerdem nutzen immer mehr Spiele den integrierten Grafikspeicher (VRAM) der Chips aus. Karten mit 4 Gigabyte VRAM sollten 2021 nicht mehr gekauft werden. 6 Gigabyte reichen aktuell aus, besser sind aber mindestens 8 Gigabyte auf der Karte zu wissen. Hier gilt: Mehr ist besser – aber nicht um jeden Preis, denn die Grafikkarte ist nicht mehr als ein Prozessor für Bilder. Und wie der "normale" Prozessor auch braucht die Grafikkarte den VRAM, um dort ihre Aufgaben abzulegen und bei Bedarf darauf zuzugreifen. Der Speicher ist also das Kurzzeitgedächtnis des Grafikprozessors und je größer das ist, desto mehr Aufgaben lassen sich dort zwischenspeichern.

Wie schnell eine Karte ist, hängt aber maßgeblich von den verbauten Recheneinheiten (Streamprozessoren oder Shader) und deren Taktung ab. Logisch: Eine Grafikkarte mit vielen schnellen Recheneinheiten und wenig VRAM bringt meist mehr Bilder in der Sekunde auf den Bildschirm als ein Chip mit viel VRAM und wenigen langsamen Recheneinheiten. Das ist beispielsweise bei der AMD RX 5600 XT mit 6 Gigabyte VRAM und der RX 5500 XT mit 8 Gigabyte VRAM der Fall. 

Nvidia

AMD

Einsteigerklasse

RTX 3060

RX 5500 XT

RTX 2060 Super

RX 5600 XT 

RTX 2060

Mittelklasse

RTX 3070

RX 5700 XT

RTX 3060 Ti

RX 5700

High-End

RTX 3090

RX 6900 XT

RTX 3080

RX 6800 XT

RX 6800

2. Kaufberatung Einsteigerklasse

Zur Einsteigerklasse zählen – wie soll es anders sein – die günstigeren Modelle der jeweiligen Produktgenerationen von Nvidia und AMD. Generell gilt hier, dass sich die Gaming-Grafikkarten eher für Zocker eignen, die auf Full-HD-Auflösung spielen.

Nvidia-Einsteigerklasse

Hersteller Nvidia trumpft in diesem Segment mit einer RTX 3060 auf, die auf eine RTX 2060 folgte. Leistungstechnisch liegt die Nvidia RTX 3060 etwa 20 Prozent über der RTX 2060. Preislich liegen beide Karten aktuell allerdings auf dem gleichen Niveau. Weil es aber fast unmöglich ist, eine RTX 3060 zu ergattern, ergibt es Sinn, auch in Richtung Vorgänger-Generation zu schielen. Allerdings hat die RTX 2060 einen Haken: Sie bietet nur 6 Gigabyte VRAM als integrierten Arbeitsspeicher für den Grafikchip – die RTX 3060 das Doppelte.

Jetzt Nvidia RTX 3060 bei Alternate kaufen

VRAM

12 GB

Recheneinheiten

3584

Netzteilleistung

min. 550 Watt

Stromverbrauch

170 Watt

6 Gigabyte reichen für moderne Spiele gerade so eben aus. Wer kann, greift bei der RTX 3060 zu, weil Nvidia diese Karte mit 12 Gigabyte VRAM ausstattet. Alternativ können Gamer nach einer RTX 2060 "Super" suchen. Die hat im Vergleich zur normalen Version der 2060er immerhin 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und ist etwas zukunftssicherer.

Jetzt Nvidia RTX 2060 bei Alternate kaufen

VRAM

6 GB

Recheneinheiten

1920

Netzteilleistung

min. 500 Watt

Stromverbrauch

225 Watt

Einsteigerklasse bei AMD

Konkurrent AMD hat zwei potenzielle Einsteigerkarten im Angebot: Die Radeon RX 5500 XT und die leistungsstärkere Radeon RX 5600 XT. Die Leistung der Radeon RX 5500 XT pendelt sich sogar deutlich unter dem Niveau einer Nvidia RTX 2060 ein. Dafür bietet sie immerhin 8 Gigabyte VRAM.
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VRAM

8 GB

Recheneinheiten

1408

Netzteilleistung

min. 450 Watt

Stromverbrauch

225 Watt

Die Speichergröße der Radeon 5600 XT von AMD bemisst nur 6 Gigabyte. Sie berechnet Grafikaufgaben aber deutlich flotter als die 5500 XT, liegt aber trotzdem leistungstechnisch weit (circa 40 Prozent) unter der RTX 3060. 

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VRAM

6 GB

Recheneinheiten

2304

Netzteilleistung

min. 450 Watt

Stromverbrauch

150 Watt

Fazit Einsteigerklasse

In der Einsteigerklasse bietet die RTX 3060 alles, was Gamer in Full-HD-Auflösung haben wollen. Wer alternativ seine Hände an einer RTX 2060 Super bekommt, sollte für einen vernünftigen Preis hier zuschlagen. Darauf folgt die AMD RX 5600 XT, weil sie schneller ist als die RTX 2060 in der normalen Version. Die Radeon 5500 XT ist im Vergleich deutlich leistungsschwächer und sollte nur gekauft werden, wenn keine andere Karte für einen ansatzweise normalen Preis zu haben ist.

  1. Nvidia RTX 3060
  2. Nvidia RTX 2060 Super
  3. AMD Radoen RX 5600 XT
  4. Nvidia RTX 2060
  5. AMD Radeon RX 5500 XT

3. Tipps für Grafikkarten für WQHD

Die Mittelklasse interessiert normalerweise die meisten Zocker, weil die Gaming-Grafikkarten zwischen 500 und 800 Euro kosten. Dieser Tage können Gamer davon allerdings nur träumen – wenn die Karten überhaupt erhältlich sind, dann für Preise ab 900 Euro aufwärts. Immerhin bieten die Karten exzellente Leistung für WQHD-Auflösung. Die hochauflösenden Monitore erfreuen sich unter Gamern großer Beliebtheit.

Mittelklasse bei Nvidia

Bei Nvidia markiert die RTX 3070 die Mittelklasse der aktuellen Generation. Mit der RTX 3070 hat Nvidia vergangenes Jahr einen richtigen Kracher auf den Markt geworfen: Die Karte arbeitet sogar noch flotter als das Spitzenklasse-Modell der Vorgänger-Generation (RTX 2080 Ti). 

Jetzt Nvidia RTX 3070 bei Alternate kaufen

VRAM

8 GB

Recheneinheiten

5888

Netzteilleistung

min. 750 Watt

Stromverbrauch

270 Watt

Der direkte Vorgänger der 3070er ist die RTX 2070. Allerdings ist die bei keinem der bekannten Händler (Alternate, Mindfactory, Notebooksbilliger) aktuell (Stand. 9. April) im Angebot. Nur 20 Prozent langsamer als die RTX 3070 ist allerdings die RTX 3060 Ti. Wer nach einer potenten Mittelklasse-Karte Ausschau hält, darf auch bei diesem Modell zugreifen. Sowohl RTX 3070 als auch 3060 Ti kommen mit Spielen in WQHD-Auflösung (2560 x 1440) zurecht und sind mit 8 Gigabyte VRAM zukunftssicher ausgestattet.

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VRAM

8 GB

Recheneinheiten

4864

Netzteilleistung

min. 650 Watt

Stromverbrauch

300 Watt

Mittelklasse bei AMD

Bei AMD teilen sich das Mittelklasse-Segment zwei Karten: Die Radeon RX 5700 XT und RX 5700. Von der Leistung liegen beide etwa zehn Prozent auseinander und unter der RTX 3070 und der RTX 3060 Ti. Für WQHD-Auflösung reicht ihre Performance für die meisten neuen Spielen trotzdem aus.

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VRAM

8 GB

Recheneinheiten

2560

Netzteilleistung

min. 600 Watt

Stromverbrauch

225 Watt

Beide Karten befinden sich preis- und leistungstechnisch zwischen Einsteiger- und Mittelklasse. Wer in Full-HD zockt, wird mit den Karten glücklich. Interessanter wird die Mittelklasse für AMD-Fans, wenn der Hersteller seine RX 6700 auf den Markt bringt. Angeblich kommt sie noch im April 2021 in den Handel. 

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VRAM

8 GB

Recheneinheiten

2304

Netzteilleistung

min. 600 Watt

Stromverbrauch

180 Watt

Fazit Mittelklasse

In der Mittelklasse hat Nvidia die Nase vor AMD. Wer kann, greift bei der RTX 3070 oder der 3060 Ti zu – jedenfalls dann, wenn er oder sie in WQHD spielen will. Full-HD-Gamer werden auch mit den AMD-Karten glücklich. Außerdem gilt es auf der Hut zu sein, weil AMD bald seine RX 6700 auf den Markt bringt. Mit etwas Glück ergattern Zocker eine Karte zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers – bevor die Warterei auf ein Neues beginnt.

  1. Nvidia RTX 3070
  2. Nvidia RTX 3060 Ti
  3. AMD RX 5700 XT
  4. AMD RX 5700

4. Die besten High-End-Grafikkarten

High-End-Grafikkarten sind nur für Edelgamer und Profizocker interessant, die volle Details in 4K-Auflösung genießen wollen oder professionelle Anwender, die berufsbedingt viel Leistung benötigen. Wie auch immer – wer sich in einer der Kategorien befindet, muss sich nicht so sehr um den Preis scheren wie Hobbyzocker. 

High-End bei Nvidia

Nvidia hat zwei High-End Gaming-Grafikkarten im Angebot: Die RTX 3080 und die RTX 3090. Für anspruchsvolle Gamer reicht die Leistung einer RTX 3080 normalerweise aus.

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VRAM

10 GB

Recheneinheiten

8704

Netzteilleistung

min. 750 Watt

Stromverbrauch

320 Watt

Die RTX 3090 ersetzt die Titan RTX der Vorgängergeneration und richtet sich dabei an professionelle Anwender. Das sind in der Regel Cutter, Ingenieure oder Grafiker, die mit Programmen arbeiten, die auf die Leistung des Grafikchips zur Erstellung von 3D-Modellen oder visueller Effekte zurückgreifen.

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VRAM

24 GB

Recheneinheiten

10496

Netzteilleistung

min. 750 Watt

Stromverbrauch

350 Watt

High-End bei AMD

Bei AMD ist die Auswahl um eine Karte umfangreicher: Neben einer Radeon RX 6800 und 6800 XT bietet der Hersteller auch die 6900 XT an. Leistungstechnisch liegt die Radeon RX 6900 XT auf Augenhöhe mit der RTX 3090. Auch sie richtet sich damit eher an professionelle Nutzer. 

Jetzt AMD RX 6900 XT bei Alternate kaufen

VRAM

16 GB

Recheneinheiten

5120

Netzteilleistung

min. 850 Watt

Stromverbrauch

300 Watt

Die Leistung AMD Radeon RX 6800 liegt dabei etwas unter der RTX 3080 von Nvidia. Die Leistung der RX 6800 XT ist etwas besser als die RTX 3080 – allerdings sind die Unterschiede so marginal, dass Zocker nehmen sollten, was sie in die Hände bekommen. Unabhängig davon, ob es eine Radeon RX 6800, 6800 XT oder RTX 3080 ist.

Jetzt AMD RX 6800 bei Alternate kaufen

VRAM

16 GB

Recheneinheiten

3840

Netzteilleistung

min. 650 Watt

Stromverbrauch

227 Watt

Fazit High-End

Im High-End-Sektor nehmen sich die Nvidia RTX 3090 und AMD RX 6900 XT nicht viel. Wer einen Ryzen-Prozessor der neuesten Generation hat, greift lieber zur AMD-Karte, weil AMDs Smart-Acces-Technologie dafür sorgt, dass der Prozessor Zugriff auf den Grafikkartenspeicher bekommt. Und das sorgt für ein Leistungsplus im System. Die bessere Raytraycing-Performance bieten aber die Grafikkarten von Nvidia. Wer die schönere Grafik will, geht also zu Team Grün.

  1. AMD RX 6900 XT
  2. Nvidia RTX 3090
  3. AMD RX 6800 XT
  4. Nvidita RTX 3080
  5. AMD RX 6800

5. Raytracing: Lieber zu Nvidia greifen

Immer mehr Spiele bieten das Grafik-Feature Raytracing, mit dem Games noch realistischer aussehen. Allerdings hat Raytraycing einen hohen Preis, weil die Technologie viel Leistung kostet. Neben der PlayStation 5 und der Xbox Series X berechnen auch moderne Grafikkarten Spiele mit Raytracing. Bei Nvidia schaffen das Karten der aktuellen und der Vorgänger Generation – also Chips mit Turing- und Ampere-Architektur. Bei AMD ist die Auswahl spärlicher: Nur Karten mit RDNA2-Architektur bieten Raytracing. Und das sind alle AMD-Chips der Radeon-RX-6000er-Serie. 

Wer auf Raytracing nicht verzichten kann, greift besser zu Nvidia. Die Grafikkarten des Herstellers bieten mehr Leistung, wenn das Feature aktiviert ist. Das liegt zum einen an der Architektur der Nivida-Chips und zum anderen an einer künstlichen Intelligenz, die Nvidia eigens für seine Grafikkarten entwickelt hat, damit diese die Raytracing-Effekte flotter berechnen. AMD arbeitet ebenfalls an einer KI-Lösung für seine Karten. Veröffentlicht ist die aber noch nicht.

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Quellen: Computerbase.de, com-magazin.de, Elektronik-Kompendium.de

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