Internationale Funkausstellung Weltgrößter Branchentreff mit Geschichte


Die Ifa ist eine der ältesten deutschen Industriemessen und gilt als weltgrößter Branchentreff in der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.

Die Messe Berlin erwartet für die Internationale Funkausstellung vom 1. bis 6. September mehr als 1000 Aussteller aus rund 40 Ländern. 2005 gab es mit 1200 Aussteller eine Rekordbeteiligung.

Die Ifa findet erstmals als jährliche Messe statt. Bisher gab es die internationale Branchenschau nur alle zwei Jahre. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) reagiert mit dem neuen Veranstaltungsrhythmus auch auf die immer kürzer werdende Entwicklungszeit für neue Produkte.

Die Geschichte der Ifa - die erste Funkausstellung gab es 1924 - ist auch ein Abbild der Entwicklung der Unterhaltungselektronik rund um den Globus. Was in den Anfängen der Rundfunktechnik als klobiges Möbel in Wohnzimmer stand und einige Monatseinkommen kostete, ist jetzt für jeden erschwinglich, in der Hosentasche tragbar oder ein riesiges "TV-Bild" an der Wand.

Der Ifa-Neuheitenkatalog ist lang. Mit Transistoren gelang 1955 ein Entwicklungssprung, mit der CD gab es deutliche Fortschritte bei der Musikwiedergabe. Bei der Einführung des Videorecorders Mitte der 70er Jahre wurden neue Perspektiven eröffnet. Jetzt beherrschen flache Bildschirme und digitale Alleskönner den Markt.

Die Ifa war auch immer Bühne für besondere Anlässe. 1926 wurde das Berliner Wahrzeichen Funkturm übergeben, und es gab die erste Live- Rundfunksendung vom Messegelände. 1930 eröffnete Nobelpreisträger Albert Einstein die Messe. 1967 startete der damalige Vizekanzler und spätere Bundeskanzler Willy Brandt das Farbfernsehen in Deutschland.

Auf der Messe wird vor allem für das Weihnachtsgeschäft geordert. Im vergangenen Jahr wurde in den Hallen unter dem Funkturm Ware für über 2,5 Milliarden Euro bestellt.

DPA DPA

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