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Strom für 50.000 Haushalte: Erster Hochsee-Windpark nimmt Arbeit auf

Der erste Hochsee-Windpark vor der deutschen Küste wird am Dienstag eröffnet. Bundesumweltminister Norbert Röttgen will die Anlage alpha ventus 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der Nordsee starten, wie die Betreibergesellschaft mitteilte.

Deutschlands erster Offshore-Windpark in der Nordsee geht heute in Betrieb. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will das Testfeld "alpha ventus" mit einem Knopfdruck einschalten. Das 250 Millionen Euro teure Pilotprojekt steht 45 Kilometer nördlich von Borkum. Die zwölf Anlagen der 5- Megawatt-Klasse ragen bis zu 155 Meter hoch aus dem 30 Meter tiefem Wasser. Vom Festland aus sind sie nicht zu sehen. Für den Bau hatten sich die Energieversorger EWE, E.ON und Vattenfall 2006 im Konsortium DOTI zusammengetan. Im November 2009 war der Windpark komplett. DOTI will mit ihm grundlegende Erfahrungen über Windparks auf See sammeln.Nach Angaben der Betreiber sind alle zwölf Windräder schon in Betrieb. Der Bau kostete etwa 250 Millionen Euro. Die Räder liefern Strom für 50.000 Haushalte.

Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie wurden inklusive alpha ventus bislang 25 deutsche Offshore-Projekte mit insgesamt mehr als 1.650 Rädern genehmigt. 22 Windparks sollen in der Nordsee entstehen, drei in der Ostsee. Mehr als 60 Vorhaben sind in Planung. Da Windräder an Land immer mehr Widerstand bei den Bürgern hervorrufen, gelten Windparks auf See als die Zukunft der Stromerzeugung.

APN/DPA / DPA