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Technikgeschichte: "Vom Ballon zur Luftbrücke"

Die alte Tante Ju ist eines der Glanzstücke. Das legendäre Verkehrsflugzeug Junkers Ju-52 steht in der neuen Dauerausstellung des Deutschen Technikmuseums in Berlin, die jetzt eröffnet wird.

Der "Rosinenbomber" aus der Zeit der Berliner Luftbrücke hat Gesellschaft bekommen: Im Deutschen Technikmuseum in Berlin ist von Samstag an eine neue Luft- und Raumfahrtausstellung zu sehen. Auf rund 6500 Quadratmetern zeigt das Museum 35 Flugzeuge, Nachbauten, Utensilien von Piloten und Kunstwerke aus über 200 Jahren deutscher Luftfahrtgeschichte - vom Gasballon des 19. Jahrhunderts bis zur legendären alten "Tante Ju", der Junkers 52. "Wir haben sehr wertvolle Objekte aus aller Welt nach Berlin geholt", sagte Projektleiter Holger Steinle. Wichtig sind den Machern die Menschen, deren Schicksal mit der Fliegerei verknüpft war.

So kommen nicht nur Konstrukteure, Techniker und Piloten, sondern auch Bombenopfer, Flakhelfer oder Zwangsarbeiter zu Wort. Wie eng die Entwicklung der Luftfahrttechnik mit den beiden Weltkriegen verknüpft war, wird in der Ausstellung sehr deutlich. Man wolle nicht nur die Technik zeigen, sondern auch, warum sie entwickelt und wozu sie genutzt wurde, sagte Steinle. "Unsere Flugzeuge erzählen Geschichte und Geschichten." Eine Messerschmidt Bf 110, das "Nur-Flügel-Flugzeug" Horten Ho II L, eine Jeannin-Stahltaube: Die Oldtimer sind Raritäten, zum Teil Unikate.

Der "Rosinenbomber", eine Douglas C-47, hängt schon seit gut fünf Jahren vor der Fassade des Museums. Das Flugzeug erinnert an die Luftbrücke von 1948/49, als die Alliierten während der Berlin- Blockade den Westteil der Stadt aus der Luft versorgten.

Einer der wichtigsten Vordenker der Luftfahrt war der Berliner Otto Lilienthal, von dessen "Gleitern" drei Nachbauten zu sehen sind. Als "Wiege des Motorflugs" erwies sich später der Berliner Flugplatz Johannisthal. Im Museum findet sich ein Nachbau einer der dortigen Tüftler-Werkstätten sowie einige der dort ersonnenen Konstrukte, von denen viele niemals flogen, etwa ein Flugfahrrad.

Reise durch die Zeit in neun Schritten

Der chronologische Rundgang ist in neun Bereiche gegliedert. Der erste Abschnitt führt zurück in die Zeit, in der Ballone und Luftschiffe den Himmel eroberten. Ein Ballonkorb und verschiedene Balloninstrumente veranschaulichen den wissenschaftlichen, sportlichen und militärischen Einsatz dieser Luftfahrzeuge. Ein eigener Abschnitt ist dem Flugpionier Otto Lilienthal gewidmet.

Weiter geht es zu den Anfängen der Motorfliegerei. Unter dem Titel "Die Luftfahrt verliert ihre Unschuld" wird der Erste Weltkrieg thematisiert. Schwerpunkt des Ausstellungsbereichs ist die technische Entwicklung des Flugzeugs vom Aufklärer zum spezialisierten Kampfflugzeug. Zudem werden Aspekte wie der Mythos vom "Ritter der Lüfte" thematisiert.

In der Zeit zwischen 1919 und 1939 steht die geheime Luftrüstung vor dem Zweiten Weltkrieg im Zentrum. Danach werden Aufbau und Untergang der deutschen Luftwaffe im Dritten Reich behandelt. Gezeigt wird, wie die Kriegspolitik der Nazis die Luftrüstung prägte. Neben zehn Flugzeugen werden an einer Medienstation Biografien ehemaliger Luftwaffenangehöriger erzählt.

Der Bereich Nachkriegszeit behandelt unter anderem die legendäre Luftbrücke nach Berlin und schließt mit dem Wiederbeginn der Luftfahrt in beiden deutschen Staaten. Ein weiterer Bereich ist der Raumfahrt gewidmet. So sind unter anderem Teile der Fernrakete V 2 ausgestellt. Die Schau endet mit dem Abschnitt „Flugzeugtechnik“. Hier werden anhand von Motoren, Propellern und Fahrwerken Entwicklung und Funktionsweise von Flugzeugen veranschaulicht.

Für die Ausstellung wurden die Objekte seit Gründung des Museums im Jahre 1982 zusammen getragen. Einige wie eine Ju-88 und eine Heinkel He-111 sind besonders gut erhalten. Sie standen 1939 auf einem zugefrorenen See nahe Trondheims in Norwegen. Als es wärmer wurde und das Eis schmolz, sanken sie. Jahrzehnte später wurden sie dann von einem Mitarbeiter des Museums wieder entdeckt.

Viele alte Exponate fehlen

Insgesamt sei die Ausstellung nicht einmal halb so groß wie die des ursprünglichen Deutschen Luftfahrtmuseums, sagte Steinle. Die damals weltweit größte Schau ihrer Art war 1943 durch Bomben zerstört worden. Die Exponate sind bis heute zu einem Großteil verschollen. Viele waren aber auch von den Siegermächten mitgenommen worden. Seit der Gründung des Deutschen Technikmuseums 1983 war Steinle deshalb weltweit auf der Suche nach alten und neuen Ausstellungsstücken - nicht immer mit Erfolg.

Nach wie vor befinden sich beispielsweise 20 Oldtimer in Krakau. Das Vorhaben, sie nach Deutschland zurückzubringen, läge seit zwölf Jahren auf Eis, sagte Steinle. Durch den EU-Beitritt Polens schöpfe er aber jetzt wieder neue Hoffnung, einen Kompromiss zu finden, "um die Wunden des Zweiten Weltkriegs zu heilen". Der ehemalige polnische Ministerpräsident Mieczyslaw Rakowski, der zur Eröffnung angereist war, sagte, das Problem der Flugzeuge müsse "in einem breiteren Rahmen der deutsch-polnischen Beziehungen behandelt werden".

DPA/AP / AP / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.