VG-Wort Pixel

Energiesparen Warentest prüft Strommessgeräte – so einfach spüren Sie Stromfresser auf

Mit speziellen Messegeräten lässt sich der Verbrauch kontrollieren. Sie rechnen den Verbrauch sogar in Euro um (Symbolbild).
Mit speziellen Messegeräten lässt sich der Verbrauch kontrollieren. Sie rechnen den Verbrauch sogar in Euro um (Symbolbild).
© Getty Images
Stromfresser lassen sich ganz einfach aufspüren. Einen guten Stromdetektiv gibt es schon für 9 Euro. Smarte Geräte können mehr als nur messen, sind aber deutlich teurer.

Alle stöhnen über hohe Strompreise – doch wie soll man die Stromfresser im Haus erkennen? Das geht ganz einfach mit einem Strommessgerät. Das sieht häufig aus wie eine kleine Steckdose. Eine Seite kommt in die Netzdose, in die andere wird der Stecker des Verbrauchers eingesteckt und schon wird der Verbrauch angezeigt. Die gute Nachricht der Warentester: Man muss nur 9 Euro für so einen Helfer bezahlen, der hat dann auch noch die Note "gut".

15 Strommessgeräte wurden geprüft, darunter klassische und smarte Modelle. Ein smartes Gerät schnitt mit "sehr gut" ab, zehn mit "gut". Schlecht schnitten die Geräte ab, die geringe Ströme nicht korrekt messen – diese Funktion ist aber wichtig, um den Stand-by-Verbrauch zu ermitteln.

Einfach und billig

Bei den Klassikern lag das "NZR Stand-by Energy-Monitor SEM 16+ USB" vorn. Das Gerät misst sehr genau, bei einem Preis von 193 Euro eignet es sich eher für den Profibereich. Zweitplatziert ist das "REV Energie-Messgerät Control-Line" für überschaubare 17 Euro. Billig und gut ist auch der "Revolt Digitaler Energiekosten-Messer" für nur 9 Euro.

Smart wird schnell kompliziert

Bei den smarten Steckdosen mit Strommessfunktion kommt die "AVM FritzDect 200" mit sehr guter Note auf den ersten Platz. Die Kosten betragen hier 78,50 Euro. Um nur mal die Haushaltsgeräte durchzumessen, ist das deutlich zu teuer. Eine smarte Steckdose macht nur Sinn, wenn man sie dauerhaft benutzen will. Etwa um die Weihnachtsbeleuchtung zu timen. Außerdem muss man auf die Besonderheiten des Betriebs achten. Die "AVM FritzDect 200" lässt sich nur ansteuern, wenn sie im Netz eines Fritz-Routers integriert ist. Hat man einen anderen Router, kann man nichts mit ihr anfangen. Auch wenn man den Stromverbrauch in einem anderen Gebäude ohne Fritz-Router messen will, muss sie passen. Man kann sie also nur schwer weiterverleihen. Bei anderen Anbietern ist es ähnlich kompliziert. Die einen arbeiten nur in einer Apple-Welt, das Gerät von Gigaset benötigt neben dem WLAN-Router eine Gigaset-Basistation.

Unabhängig von den Testergebnissen muss man sich also vorher informieren, ob das Gerät zu Hause auch arbeitet. Smarte Steckdosen erlauben es, Geräte via App oder Sprachassistent ein- und auszuschalten. So kann man die Beleuchtung timen und den Stand-by-Verbrauch von Geräten auf null bringen. Ob man damit Geld spart, sei dahingestellt. Eine Steckdose steuert immer nur eine Einheit von Verbrauchern. Will man auf diese Weise TV-Gerät, Küchenradio und mehrere Leuchten ansteuern, gibt man im Falle der FritzDect pro Schalteinheit immerhin etwa 80 Euro aus. Der häufigste Anwendungsfall dürfte die Steuerung von Beleuchtung sein und hier kann man überhaupt keine Stand-by-Ersparnis erzielen.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier einsehen.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Mehr zum Thema

Newsticker