HOME

Beats Solo 2 Wireless im Test: Was die kabellosen Kult-Kopfhörer taugen

Beats baut die wohl beliebtesten Kopfhörer der Welt, obwohl der Sound laut vielen Experten zu wünschen übrig lässt. Wir haben das aktuelle Modell mit Bluetooth-Unterstützung, den Solo 2 Wireless, getestet.

Optisch hat sich beim Beats Solo 2 Wireless im Vergleich zur Kabel-Variante kaum etwas verändert

Optisch hat sich beim Beats Solo 2 Wireless im Vergleich zur Kabel-Variante kaum etwas verändert

Früher sollten Kopfhörer möglichst unauffällig sein, heute geht es kaum noch groß genug. Ob in der Fußgängerzone, in der U-Bahn oder beim Spazieren im Park - überall tragen Menschen wuchtige Kopfhörer. Mit trendigen Farben und drückenden Bässen hat es vor allem die Marke Beats zu Weltruhm geschafft. Dutzende Promis und Profisportler zeigen sich mit den Bass-Brummern. Bei Soundexperten finden die Beats-Kopfhörer dagegen kaum Anklang, immer wieder wird der dumpfe Sound bemängelt. Bei Stiftung Warentest rasselte ein Modell im vergangenen Jahr sogar durch.

2014 kaufte Apple das Unternehmen Beats überraschend für knapp drei Milliarden Dollar. Zwar lag das Hauptaugenmerk auf dem Musikstreamingdienst Beats Music, der dem neuen Service Apple Music den Weg ebnete. Doch die Kult-Kopfhörer hat Apple sicherlich gerne mitgenommen.

Das neueste Modell ist der Solo 2 Wireless. Der verbindet sich, der Name legt es nahe, drahtlos mit dem Smartphone. Musik empfängt er direkt via Bluetooth, verknotete Kabel gehören damit der Vergangenheit an. Was der Beats-Hörer taugt? Wir haben ihn getestet.

Fester Sitz, schlichte Optik

Beim Design der kabellosen On-Ear-Hörer hat sich im Vergleich zum schnurgebundenen Solo 2 kaum etwas geändert. Die einzigen Neuerungen sind der An/Aus-Schalter an der Ohrmuschel und eine sich darunter befindliche LED-Anzeige für den Akkufüllstand. Aber warum etwas ändern? Mit dem schlichten Äußeren sind die Beats immer noch ein Hingucker. Sie sind nicht so aufdringlich wie diverse Exemplare von Monster oder Mo-Fi, aber auch nicht so zurückhaltend wie die Kopfhörer von Sony. Beim Design habe sich das Unternehmen bei der Linienführung von Automobilen inspirieren lassen, erklärte Beats-Manager Vincenzo Giuliani in diversen Interviews.

Der Kopfhörer lässt sich platzsparend zusammenklappen.

Der Kopfhörer lässt sich platzsparend zusammenklappen.

Auf der linken Ohrmuschel befindet sich ein Deckel mit dem charakteristischen geschwungenen b, der als Knopf fungiert. Damit kann man die Musikwiedergabe starten, pausieren, den Song wechseln oder Anrufe annehmen. Für letzteres besitzt der Kopfhörer ein eingebautes Mikrofon. Er wiegt 215 Gramm und ist damit nur knapp zehn Gramm schwerer als die Kabel-Version. Zudem lässt sich der Kopfhörer zusammenklappen, sodass er in der Tasche nicht so viel Platz wegnimmt. Die Bluetooth-Reichweite beträgt etwa zehn Meter und ist damit absolut ausreichend.

Der größte Teil des Kopfhörers besteht nach wie vor aus Hochglanz-Kunststoff. Allerdings sind die Solo 2 Wireless deutlich stabiler als die Vorgänger. Der Sitz ist eng und fest, aber noch bequem. Empfindlichen Nutzern könnten die Kopfhörer aber auf Dauer zu eng sein - am besten sollte man im Laden ein paar Minuten Probe hören. Durch den engen Sitz schließen die Kopfhörer gut ab, sodass nicht der halbe Bus die eigene Musik mithört, außerdem hört man Außengeräusche weniger stark. Der Bügel ist mit Gummi ausgestattet, die Kopfhörer sind mit Schaumstoff und Leder gepolstert.

Die Noise-Cancelling-Technologie bieten die Beats-Kopfhörer leider nicht. Wer häufiger im Flieger sitzt, sollte deshalb eher die Bose Quietcomfort 25 (um die 280 Euro) oder die teureren Parrot Zik 2.0 (ab 320 Euro) in Betracht ziehen.

Großraum-Club statt Jazzkneipe

Nun zum Wichtigsten: dem Klang. Und hier bleibt sich Beats treu. Einen neutralen, sterilen Sound liefern die Solo 2 Wireless nicht. Im Gegensatz zum ersten Beats Wireless werden die Mitten und Höhen nun nicht mehr vollkommen vernachlässigt. Der Sound klingt insgesamt runder als bei alten Modellen. Dennoch klingen sie nicht so ausgewogen wie etwa Sennheisers Momentum Ear.

Doch der Konzern will es auch gar nicht allen Musik-Hörern recht machen, ihm geht es um ein lebhaftes Sound-Bild. Viele Fans mögen den wuchtigen Klang, genauso viele kritisieren ihn aber auch. Ob einem der Sound gefällt, ist am Ende Geschmackssache. Das hängt auch vom persönlichen Musikgeschmack ab. Ein Hiphop- oder Rock-Fan wird an den Beats eher Gefallen finden als Klassik- oder Jazz-Liebhaber. Auch hier gilt: In dieser Preisklasse unbedingt Probe hören.

Viel Ausdauer

Ein Pluspunkt ist die lange Akkulaufzeit. Im Test hielt der Solo 2 Wireless bei mittlerer Lautstärke etwa 16 Stunden mit einer Ladung durch - deutlich mehr als auf der Hersteller-Website angegeben (12 Stunden). Geht dem Kopfhörer doch mal der Saft aus, kann man einfach ein Kabel einstecken und mit Strippe weiterhören. Das Aufladen selbst dauert etwa anderthalb Stunden.

Im Lieferumfang ist eine Transporttasche enthalten, ein USB-Ladekabel, ein 3,5mm-Klinkenkabel mit eingebautem Mikrofon (falls der Akku leer ist), ein Karabinerhaken und das Handbuch.

Fazit                                                  

Bass ist nicht mehr alles: Seit einiger Zeit geht Beats bei seinen Kopfhörern einen gemäßigteren Weg. Eine gute Entscheidung, die noch konsequenter umgesetzt werden sollte. Qualitativ gibt es an den Kopfhörern nichts zu meckern: Der Sitz ist fest, die Verarbeitung gut. Die Kopfhörer gibt es in mehreren Farben wie Blau, Rot, Weiß und Gold - hier dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Ob einem die Bluetooth-Funktion den satten Aufpreis von 90 Euro wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Der Sound bleibt von der kabellosen Übertragung ungetrübt und man gewinnt eine enorme Freiheit durch die fehlende Strippe. Dafür muss man die Kopfhörer aber auch regelmäßig aufladen.

Die kabelgebundene Version (Beats Solo 2) gibt es ab 140 Euro, die Wlan-Version ab 230 Euro.

Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.