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Jabra Sport Pulse Wireless im Test: Kopfhörer, die den Herzschlag messen

Bluetooth-Kopfhörer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Jabra mischt den Markt nun mit In-Ear-Hörern auf, die beim Joggen den Puls messen. Wir haben sie ausprobiert.

Von Christoph Fröhlich

Musikhören und Pulsmessen: Wie gut ist der Bluetooth-Knopf-im-Ohr?

Musikhören und Pulsmessen: Wie gut ist der Bluetooth-Knopf-im-Ohr?

Uhren, Armbänder, Brillen - und jetzt auch noch Kopfhörer: Der Markt der sogenannten Wearables, die wir an allen möglichen Stellen unseres Körpers tragen sollen, vergrößert sich unaufhörlich. Waren Kopfhörer bis vor kurzer Zeit lediglich für die Musikwiedergabe verantwortlich, schickt sich die neue Generation an, auch unsere Gesundheit zu verbessern. Der Audiospezialist Jabra hat nun In-Ear-Kopfhörer mit einem eingebautem Pulsmesser auf den Markt gebracht. Eine sinnvolle Kombination? Wir haben die Kopfhörer getestet.

Sensor im Ohr

Die Jabra Sport Pulse Wireless sind ein echtes Leichtgewicht: Gerade einmal 14 Gramm wiegt die Kopfhörer-Mikrofon-Kombination. Zudem sind sie sehr robust, das Nackenkabel ist beispielsweise kevlarverstärkt - so wird die Gefahr von Kabelbrüchen minimiert. Dank einer IP55-Zertifizierung sind sie gegen Staub, Spritzwasser und Schweiß geschützt. Allein das können schon die meisten Kopfhörer nicht von sich behaupten. Die Pulse Wireless sitzen angenehm im Ohr, im Lieferumfang sind Stöpsel und Ohr-Halterungen in vier verschiedenen Größen enthalten.

Das Alleinstellungsmerkmal ist der eingebaute Pulssensor: Die Messung des Herzschlags erfolgt über einen Mini-Infrarotsensor im linken Ohrstöpsel, der in das Ohrgewebe strahlt und anhand der zurückkommenden Lichtstreuung den Puls bestimmt. Jabra verspricht Übereinstimmungen von 99,2 Prozent mit den Messergebnissen eines Elektrokardiogramms. In unserem Test lieferten die Kopfhörer keine extremen Ausreißer, im direkten Vergleich liegt der Durchschnittspuls beim Laufen aber fünf bis zehn Schläge über einer Polar-Sportuhr (V800). Für medizinische Checks ist das nicht genau genug, wer beim Joggen aber nur den ungefähren Puls im Auge behalten will, dürfte mit dem Ergebnis zufrieden sein - zumal man sich den umständlicheren Brustgurt spart.

Musik kommt über Funk

Die Kopfhörer werden wird via Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone oder Tablet verbunden. Sofern es das Gerät unterstützt, können die Geräte auch via NFC gekoppelt werden. Die Kopplung und Einrichtung der Kopfhörer ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. An der Tonqualität selbst gibt es nichts zu meckern: Die Lautstärke ist hoch, Bässe klingen voll.

Aufgeladen werden die Sport Pulse via microUSB, der Anschluss ist im rechten Ohr-Stöpsel versteckt. Der Akku hält etwa vier bis fünf Stunden, je nach Lautstärke. Für die Größe und das geringe Gewicht der Kopfhörer ist das in Ordnung. Die Bedienung ist kinderleicht: Am rechten Stöpsel gibt es eine Bedienleiste mit An/Aus-Schalter, einen Lautstärkeregler und einen Knopf zum Wechseln des Songs. Dank des eingebauten Mikrofons kann man auch während des Joggens Telefonate führen.

Umständlich: Um die volle Funktionsvielfalt der Sport Pulse nutzen zu können, benötigt man aber zwei verschiedene Apps - Jabra Sport für das Training, Jabra Sound für eine bessere Ton-Qualität. Die Sound-App kann sowohl Musik abspielen, die sich auf dem Smartphone befindet, als auch Spotify- oder Youtube-Playlists importieren. Die Sport-App zeigt die Laufroute an und gibt eine Übersicht über die zurückgelegten Kilometer, den durchschnittlichen Puls und die verbrauchten Kalorien.

Ein weiterer Wermutstropfen: Die App und die Ansagen (etwa bei jedem gelaufenen Kilometer) gibt es derzeit nur auf Englisch. Eine deutsche Version wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2015 erscheinen.

Fazit: Nettes Gimmick für Sportler

Die Jabra Sport Pulse Wireless sind vor allem für Sportler interessant, die beim Laufen gerne Musik hören und sich das Tragen eines Brust-Pulsmessers oder eine Sportuhr sparen wollen. Die Kopfhörer sitzen bequem und klingen gut, der Pulsmesser arbeitet im Großen und Ganzen sehr genau. Die Verarbeitung ist gut und die Kopfhörer sind sehr robust - für einen Preis von 200 Euro darf man das aber auch erwarten. Wer auf den Pulsmesser verzichten kann, findet im Fachhandel bereits deutlich günstigere Modelle ab 50 Euro. Alles in allem sind die Pulse Wireless nicht mehr als ein Gimmick für Hobbysportler.

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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.