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Sogar Schwimmen ist damit möglich Immer ein offenes Ohr: Warentest vergleicht beliebte Knochenschall-Kopfhörer

Shokz Openrun Pro Knochenschallkopfhörer
Musik und trotzdem freie Ohren: Sogenannte Knochenschall-Kopfhörer sollen vor allem Sportler:innen begeistern.
© Shokz
Musik mal anders: Stiftung Warentest hat sich in der neuesten Ausgabe sogenannte Knochenschall-Kopfhörer angeschaut. Die leiten den Schall ans Innenohr, ohne im oder auf dem Ohr zu sitzen. Das sei vor allem für Sportler super, stellten die Tester fest.

Der Trend geht ganz klar zu In-Ear-Kopfhörern wie AirPods Pro, Pixel Buds Pro oder Galaxy Buds mit aktiver Geräuschunterdrückung. Wer noch mehr Musik und noch mehr Ruhe haben will, greift zu Ohrhörern wie einem Bose Quietcomfort 45 oder Sony WH-1000XM5. Für sportliche Aktivitäten im Freien, besonders dort, wo viel Verkehr herrscht, kann das Ausblenden der Umwelt aber von Nachteil sein. Auch deshalb, so die Stiftung Warentest, seien Knochenschall-Kopfhörer eine interessante Alternative.

Musik als schönste Nebensache

Bei dieser Art der Kopfhörer bleibt das Ohr nämlich vollständig frei. Die Knochenschall-Kopfhörer sitzen etwas vor dem Ohr und werden – wie ein Headset – mit einem Bügel auf den Kopf gesetzt. Den Schall leiten die Kopfhörer über Haut und Knochen ans Innenohr, nehmen also bildhaft gesprochen einen kleinen Umweg. Die Auswahl dieser recht besonderen Geräte ist allerdings überschaubar, weshalb Warentest nur drei Modelle geprüft hat.

Besonders sinnvoll, so Stiftung Warentest, seien die Knochenschall-Kopfhörer für Menschen, die "auch beim Musikhören ihre Umgebung bewusst wahrnehmen oder ansprechbar sein wollen." Die besondere Übertragung wirke sich natürlich auch auf den Klang aus, stellen die Tester fest. Der Ton höre sich natürlicher an, aber besonders Bässe kämen nur sehr schwach durch. Insgesamt attestieren die Tester keinem Modell einen guten Klang, selbst der Testsieger in dieser Kategorie erreichte nur Note "ausreichend" (3,7).

Trotzdem gäbe es weitere gute Gründe für die Geräte, so Warentest. Knochenschall-Kopfhörer erzeugten demnach keinen Druck im Ohr, eine akustische Abschottung sei ausgeschlossen, es komme nicht zum Hitzestau bei sportlicher Aktivität und es sei hilfreich bei Hördefiziten, da die Technik ohne Außen- und Mittelohr auskommt und Menschen helfe, die aufgrund von Problemen in diesen Bereichen normalerweise schlechter hören.

Da der korrekte Sitz entscheidend für die Übertragung sei, erwähnt die Stiftung Warentest eventuelle Probleme bei Brillenträgern, die Schwierigkeiten haben könnten, die Kopfhörer optimal anzupassen und dadurch mit einem schlechteren Klang zu kämpfen hätten.

Sogar Schwimmen ist damit möglich: Immer ein offenes Ohr: Warentest vergleicht beliebte Knochenschall-Kopfhörer

Ein Hersteller besetzt die zwei besten Plätze

Die ersten beiden Plätze im Test holte das Unternehmen Shokz mit den Modellen "Openrun Pro" für 189 Euro ("befriedigend", 3,1) und "Openmove" für 89 Euro ("befriedigend", 3,4). Beim Ton schaffen es beide Modelle nicht über ein "ausreichend" hinaus, der Tragekomfort beider Modelle ist "befriedigend". In beiden Fällen bewerten die Tester den Tragekomfort positiv und bescheinigen den beiden Modelle lange Akkulaufzeiten, wobei das günstige Modell mit 13 Stunden rund drei Stunden länger durchhält als der Testsieger.

Der dritte Teilnehmer im Test, das Modell TAA6606 von Philips für 108 Euro, liegt in nur einer einzigen Disziplin vor den Geräten von Shokz. Anstatt nur gegen Strahlwasser geschützt zu sein (IP55), lässt sich der Kopfhörer von Philips sogar für kurze Zeit untertauchen (IP67), wodurch sich das Modell theoretisch sogar für den Schwimmsport eignet. Shokz bietet dafür ein eigenes Modell namens "Openswim" für rund 130 Euro, welches aber nicht im Test vorkommt.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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