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"Santa Claus gibt es nicht": Hartnäckiger Weihnachtsmann-Leugner muss ins Gefängnis

In Texas verlief ein "Frühstück mit dem Weihnachtsmann" alles andere als besinnlich. Am Ende klickten für einen hartnäckigen "Santa-Leugner" die Handschellen.

Studenten lassen sich in einem Hörsaal in Dresden zu Weihnachtsmännern ausbilden

Nein, einen Weihnachtsmann gibt es nicht. Sondern sehr viele. Diese Studenten in Sachsen zum Beispiel lassen sich in einer Schulung zu Weihnachtsmännern "ausbilden".

DPA

Der Ort Cleburne in Texas liegt etwas südlich von Dallas und ist eine recht kleine Gemeinde mit rund 30.000 Einwohnern. Wie an vielen Orten auf der Welt können es die Kinder hier kaum erwarten, bis endlich Weihnachten ist. Warum den Kleinen die Wartezeit also nicht ein wenig verkürzen?, dachten sich die Mitglieder einer Kirchengemeinde und luden zu einem "Frühstück mit dem Weihnachtsmann". Doch dabei gab es mächtig Stress, wie bei  "NBC" nachzulesen ist.

Denn besagtes "Frühstück mit Santa" lief am Samstag völlig aus dem Ruder, weil draußen vor der St. Mark United Methodist Church drei Männer protestierten, es gebe keinen Weihnachtsmann. Einer der drei, ein 31-jähriger Mann aus einer Nachbargemeinde, tat sich dabei so penetrant hervor, dass schließlich die Handschellen klickten und er in eine nahe gelegene Haftanstalt gesteckt wurde. Dort dürfte er auch den heutigen Sonntag verbringen, denn es sei bisher keine Kaution gestellt worden, heißt es in dem Bericht.

Nicht das Weihnachtsmann-Leugnen an sich brachte ihn hinter Gitter

Festgenommen wurde der Mann allerdings nicht, weil er den Besuchern des "Santa-Frühstücks" Parolen zurief wie: "Lasst Ihr Eure Kinder an einen falschen Weihnachtsmann glauben - oder wissen sie, wer Jesus ist?", sondern wegen Hausfriedensbruchs, teilte die Polizei mit. Die drei Männer seien mehrmals aufgefordert worden, das Gelände der Kirchengemeinde zu verlassen. Zwei von ihnen  seien schließlich gegangen, nur der dritte blieb hartnäckig bei seinem Anti-Weihnachtsmann-Protest. Deshalb sei er schließlich festgenommen worden.

Der "NBC"-Bericht zitiert eine Mutter von vier kleinen Kindern, die erzählt, wie sie an Anti-Santa-Protestplakaten vorbei musste, um in die Kirche zu gelangen. Als sie die Demonstranten gebeten habe, "meinen Kindern nicht die Freude aufs Fest und am Weihnachtsmann zu verderben", hätten die Männer losgebrüllt, dass es den Weihnachtsmann nicht gebe und dass es falsch von ihr sei, den Kindern solche Geschichten aufzutischen. "Ich bin mit ihnen ganz schön darüber in Streit geraten", berichtet die Frau.

Für eine an diesem Sonntagabend geplante Weihnachtsparade in seinem Städtchen will Bürgermeister Scott Cain die Sicherheitsvorkehrungen in erhöhen – für den Fall, dass es weitere Anti-Weihnachtsmann-Proteste gibt. "Im Ernst jetzt – Proteste gegen Santa?", schrieb das Stadtoberhaupt dazu auf seiner Facebook-Seite. Jeder habe zwar das Recht zu protestieren, aber die Stadt Cleburne liebe den Weihnachtsmann. Die Demonstranten vor der Kirche seien böse gewesen und hätten durch den Hausfriedensbruch das Gesetz gebrochen. "Wahrscheinlich wollten sie lieber ein Stück Kohle in ihrem Nikolaus-Strumpf – ein schönes Accessoire, wenn sie vor Gericht erscheinen müssen", postete der Bürgermeister.

In Texas ist es also kein Spaß, sich mit dem Weihnachtsmann und seinen Fans anzulegen.

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