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Ausbildung: Verminderte Anforderungsprofile für Lernschwache

Angesichts der Vielzahl von Jugendlichen ohne Schulabschluss haben die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine Liste mit neuen oder veränderten Ausbildungsberufen vorgelegt.

Angesichts der Vielzahl von Jugendlichen ohne Schulabschluss haben die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine Liste mit neuen oder veränderten Ausbildungsberufen vorgelegt. Die teils weniger komplexen Ausbildungsanforderungen entsprechen dem Qualifikationsbedarf der jeweiligen Branchen und bieten gute Beschäftigungschancen, wie das Institut für deutsche Wirtschaft in Köln am Mittwoch mitteilte. Insgesamt könnten so bis zu 25.000 neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.

In der Liste des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) befinden sich Berufe wie Servicekraft für den Kurier-, Express- und Postverkehr, Dienstleistungsfachkraft im Sonnenstudio, Fahrradmonteur oder Maschinenführer. Zumeist sei in den theoriegeminderten Ausbildungsgängen nicht das vollständige Tätigkeitsspektrum eines Berufsfelds abgedeckt, sondern es würden Teilbereiche isoliert. So sollten etwa bei dem ebenfalls in der Liste genannten Beruf des Änderungsschneiders vorwiegend Reparatur- und Änderungsarbeiten durchgeführt werden können - im Gegensatz zum klassischen Damen- und Herrenschneider, bei dem auch das selbstständige Entwerfen und Anfertigen von Kleidung enthalten sei.

Sozial Schwache bleiben auf der Strecke

Mit diesen neuen Ausbildungsberufen trage man der Tatsache Rechnung, dass viele Jugendliche mit erheblichen Defiziten im Lesen, Schreiben und Rechnen ins Berufsleben starten würden - und oft vom Arbeitsamt für den Beruf fit gemacht werden müssten. Insgesamt hätten im Jahr 2002 mehr als 300.000 Jugendliche eine Arbeitsamtsmaßnahme absolviert - Geld, das man sich nach Ansicht des IWD zu einem Großteil hätte sparen können. Nach Angaben des Instituts verließ im Jahr 2001 fast jeder zehnte Schulabgänger die Schule ohne Abschluss.

Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) setzt dagegen weiter auf die Unterstützung der Arbeitsämter. Die Organisation warnte davor, dass wegen der Streichung des Bundeszuschusses für die Bundesanstalt für Arbeit immer mehr sozial Schwache auf der Strecke blieben.

"Benachteiligte und behinderte junge Menschen haben es besonders schwer, sich im Wettbewerb um betriebliche Ausbildungsplätze zu behaupten", betonte CJD-Vorstandssprecher Hartmut Hühnerbein. Schon jetzt seien auf Grund der Sparpolitik massive Einbrüche im Berufsangebot zu verzeichnen. Damit die Jugendlichen sich auf dem ersten Arbeitsmarkt behaupten und ihre Leben selbstständig führen könnten, brauchten sie jedoch Maßnahmen, die speziell auf sie ausgerichtet seien.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.