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Kolumne Hells "Angel": Der neue Bond ist ein 1a Frauenporno

In ihrer Kolumne Hell "Angel" knöpft sich Henriette Hell jede Woche Menschen vor, die in ihren Augen in puncto Liebe und Sex alles richtig machen. Oder alles falsch.

Von Henriette Hell

Daniel Craig und Christoph Waltz

Gut fürs Bett, gut fürs Brain: Daniel Craig und Christoph Waltz

Gestern habe ich den Trailer zum neuen 007-Kinofilm "Spectre" gesehen – und spontan Lust auf einen Dreier mit den beiden Hauptdarstellern Daniel Craig und Christoph Waltz bekommen. Und ich wette, Sie auch, wenn Sie eine Frau sind. Denn mal ehrlich: DIESE zwei Typen in Kombination bieten doch nun wirklich alles, wovon wir Mädels – egal, ob BWL-Studentin, Barkeeperin oder Bundeskanzlerin – träumen, oder?!
Der eine ist süße siebenundvierzig mit einem Oberkörper wie in Stein gemeißelt (wie sich das für den härtesten Bond aller Zeiten halt gehört), vor Testosteron nur so strotzend und einer Ex, die über ihn sagt: "Er war ein Tier im Bett (…), wollte sieben Mal Sex pro Nacht!" (Noch Fragen?!) Der andere ist 59, gebildet, souverän, vornehm, ein Liebhaber der Oper und zweifach Oscar-prämiert für seine brillante Darstellung irrer Schurken in Tarantino-Filmen. (Heiß!)

James Bond entkommt von einstürzendem Haus


Body gegen Brain

In "Spectre" kämpfen diese zwei nun gegeneinander. Brite gegen (Wahl-)Berliner. Body gegen Brain. Wer gewinnt? Na, vor allem wir Frauen! Denn nicht nur unseren Unterleib durchzuckt es beim Anblick dieser Hauptdarsteller wie ein Blitz – sondern auch unser Gehirn! Nämlich immer, wenn Waltz mit seinem unwiderstehlichen österreichischen Akzent intellektuell hochtrabende Monologe hält (egal, ob es sich dabei um Mordfantasien handelt). Dann strahlt er Macht und Sexappeal aus.
Was Craig ausmacht, ist klar. Sein stahlhartes britisches Sixpack durften schon so heiße Schnitten wie Kate Moss, Sienna Miller und Heike Makatsch liebkosen. Angelina Jolie (zur Erinnerung: Das ist die, die mit Brad Pitt verheiratet ist!) nannte den Sohn eines Stahlarbeiters nach gemeinsamen Dreharbeiten mal den "best kisser in business". Seine bereits oben zitierte Ex Marina Pepper verriet in einem Interview: "Bei seinem Stehvermögen war es schwer mitzuhalten. Er ging sehr einfühlsam mit dem Körper einer Frau um – und er steht definitiv auf Brüste!" Und damit nicht genug: Nachdem die 80-Jährige Judi Dench ihren Schauspielkollegen mal zufällig nackt am 007-Set sah, kam sie nicht umhin, später öffentlich von seinem, ähm, Kaliber zu schwärmen: "It's an absolute monster! Maybe I shouldn't have said that. How uncouth of me!"

Erst schütteln, dann reden

Tja, was soll man sagen: Daniel Craig ist einer, von dem frau will, dass er einen mit seinen Riesenpranken packt, gegen eine Wand drückt und nimmt. Geschüttelt und gerührt. Gerne auch sieben Mal pro Nacht. Geredet wird später. Mit Christoph Waltz. Bei einem guten Stück Apfelstrudel mit Schlagsahne (wie in dieser beängstigend-genialen Szene aus "Inglourious Basterds"). Danach würde ich ihm gerne dabei zusehen, wie er bei Pressekonferenzen "hybride" Journalisten eiskalt auflaufen lässt. Oder Frauen, die ihm einen blasen wollen. Ja, richtig gelesen! Als Waltz nämlich einmal von einer Blondine auf der Oscar-Party von Harvey Weinstein Oralsex offeriert bekam (L.A.-Style halt), lachte er die Dame bloß aus. Solche Sperenzchen sind nichts für ihn. "Ich bin froh, dass mir all das nicht mit 25, sondern mit 52 passiert ist", sagt Waltz, der in zweiter Ehe mit einer Kostümbildnerin verheiratet ist und insgesamt vier Kinder hat. Deshalb gebe es für ihn – tata! – keinen Grund mehr zu "irrationalen Eskapaden".
Das überlässt er Kollegen Craig (ebenfalls in zweiter Ehe mit Schauspielkollegin Rachel Weisz verheiratet), der gerade in einem Interview ätzte, er würde sich lieber die Pulsadern aufschneiden, als noch mal Bond zu spielen. Böser Junge!
Am 5. November startet jetzt aber erstmal "Spectre". Ich geh' mit meinem Freund ins Kino. Ein besseres (visuelles) Vorspiel kann ich mir nämlich gar nicht vorstellen ... Und für ihn gibt's sicher auch ein paar scharfe Bondgirls.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.