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"Achtung, ich komme!": Teil 3: Was ich in Südostasien über Sex gelernt habe

Bestsellerautorin Henriette Hell will weg vom Orgasmus-Stress und geht auf Reisen, um zu lernen, wie Sex in anderen Ländern klappt. Hier berichtet sie exklusiv von ihren Erfahrungen.

Viel Sex, aber Schwierigkeiten zu kommen: Viele Asiaten wissen nicht, was ihre Frauen sich wünschen

Viel Sex, aber Schwierigkeiten zu kommen: Viele Asiaten wissen nicht, was ihre Frauen sich wünschen

Bestsellerautorin Henriette Hell schreibt hier jede Woche exklusiv über weibliche Lust, Stress im Bett und ihre Aha-Erlebnisse rund um den Globus. Diese Woche: Südostasien - wo sie lernte, dass auch Männer Orgasmen vortäuschen!

10 Dinge, die ich in Südostasien über Sex gelernt habe

1. Sprecht miteinander! Jeder, der schon mal einer Ping Pong-Show beigewohnt hat, weiß, dass Thailänderinnen dazu in der Lage, die verrücktesten Sachen mit ihren Vaginas anzustellen. Zum Beispiel Zigaretten rauchen, Cola-Dosen öffnen oder Briefe schreiben. Gleichzeitig bekommen 70 Prozent der Thailänderinnen laut einer Umfrage keinen Orgasmus mit ihrem Partner - weil ihre Männer (die häufig zu Prostituierten gehen) nicht wissen, was sie brauchen. Mein Rat an alle Frauen: Es ist an euch, eurem Partner klarzumachen, wie ihr tickt, was ihr braucht und was er dafür tun kann.

2. Gönn dir einen GigIn Thailand ist es für Frauen total normal, einen oder mehrere Liebhaber zu haben. Allerdings halten sie dies vor ihrem Hauptpartner geheim, der meist für ihre finanzielle Absicherung sorgt. "Ich hab schon mitbekommen, dass es zu Säureangriffen oder Kastrationen gekommen ist, wenn thailändische Ehemänner herausbekommen haben, dass ihre Frauen einen Gig haben", erzählte mir ein Reisender in Bangkok. Man könne gut an der Anzahl der Mobiltelefone, die eine Thailänderin hat, erkennen, ob und wie viele Liebhaber sie hat. Mehrere Lover? Wenn's Not tut, why not?: Es ist schließlich kein Geheimnis, dass ein einzelner Mann nur in den seltensten Fällen alle Bedürfnisse einer Frau befriedigen kann.

3. Der Marilyn-Effekt. In Kambodscha erfuhr ich, dass Marilyn Monroe laut eigenen Aussagen bis zu ihrem 36. Lebensjahr NIEMALS einen Höhepunkt erlebt hatte. Ihrem Psychiater gestand sie kurz vor ihrem Tod: "Als ich Ihre Patientin wurde, hatte ich noch nie einen Orgasmus (...) Ich würde einen überwältigenden Sieg davontragen, wenn die Academy einen Oscar für das Vortäuschen von Orgasmen vergäbe." Vielleicht hätte sie besseren Sex gehabt, wenn sie nicht vorgetäuscht hätte? Denn Fakt ist: Jede Frau, die im Bett schauspielert, ruiniert das Einfühlungsvermögen ihres Partners.

4. Kein Druck, bitte! Es ist ungefähr so schwer, einem Mann klarzumachen, dass Sex auch ohne Orgasmus Spaß macht, wie auf seiner eigenen Geburtstagsparty nüchtern zu bleiben. Fast unmöglich! Dabei bestätigen 76 Prozent aller Frauen in einer Umfrage genau dies. Und sie lügen nicht, glaubt mir, Jungs. Denn ein Orgasmus kommt, wann er will. Und wer seine Frau unter Druck setzt, erreicht nur das Gegenteil.

5. O-Schulden. Männer täuschen genau wie Frauen hin und wieder einen Orgasmus vor. Entweder um (langweiligen/anstrengenden) Sex abzukürzen oder einfach nur, um höflich zu sein. Weil sie denken, dass sie ihrer Partnerin einen Orgasmus schuldig sind. Das habe ich in Kambodscha von einem Israeli gelernt. Wir sitzen also alle in einem Boot.

6. Vergiss Drogen! Sex auf MDMA fühlte sich an, als würde man auf einer 180 km/h schnellen Raupe durch die Wüste Gobi galoppieren. Wild, surreal und absolut ermüdend - vor allem, wenn man sich gerade in einer verrückten asiatischen Metropole wie Ho-Chi-Minh-Stadt befindet. Meine Lehre: Drogen und Sex passen nur scheinbar zusammen. Es geht nur das eine oder das andere. Ich lasse, ehrlich gesagt, lieber das eine als das andere!

7. Frauen können immer, können aber nicht immer kommen. Männer können nicht immer, kommen aber (fast) immer. Ihnen fällt es leichter, Spaß beim Sex zu haben und Befriedigung zu erlangen. Emotionale Nähe ist ihnen dabei nicht so wichtig - deshalb fällt es ihnen auch leichter, sich in Südostasien auf Sex mit Einheimischen (aus dem Rotlicht-Milieu) einzulassen.

8. Wage ab und zu mal was Bescheuertes! Du wirst dich wundern, was passiert. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du es (mal wieder) mit deinem Liebsten sturzbetrunken auf dem Klo eines Clubs triebst? Zugegeben, das Erste, woran man denkt, sind schmuddelige Fußböden (vor allem in Bangkok). Aber es heißt ja nicht umsonst: "Lass uns schmutzig Liebe machen".

9. Exotik wirkt wie ein Aphrodisiakum. Auf Reisen sind viele Bekanntschaften bloß oberflächlich, weil man die Menschen nur für eine kurze Zeit um sich hat, dafür aber häufig sehr intensive Erfahrungen miteinander teilt. Vor allem, wenn man sich in einem so verrückten Land wie Kambodscha befindet. Das schweißt zusammen und hat zur Folge, dass auch Liebessnächte mit einem kurzzeitig "Verbündeten" (z. B. in einer Bambushütte im thailändischen Dschungel) zu außergewöhnlich intensiven, unvergesslichen Erfahrungen werden können, die man nie mehr vergisst.

10. Vorsicht vor Langfingern! Egal, was passiert und mit wem Sie wo Sex haben: Versuch, deine Wertsachen immer am Körper zu tragen. Zum Beispiel in den Socken, in einer Bauchtasche oder in den Dreadlocks. Ist zwar unpraktisch, lohnt sich aber.

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