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BILDUNG: Demonstrationen gegen Studiengebühren

Gegen die geplanten Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen gingen am Samstag in Düsseldorf nach Polizeischätzungen mehr als 10.000 Studenten auf die Straße.

Studierende aus ganz Nordrhein-Westfalen haben sich am Samstagmittag in Düsseldorf zu einer Protestveranstaltung gegen die von der rot-grünen Landesregierung geplante Einführung von Studiengebühren versammelt. Die Polizei rechnete mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Mit Fahnen, Trommeln und Transparenten zogen die angehenden Akademiker am Nachmittag durch die Innenstadt. Unter dem Motto »Ausbildung ist nicht käuflich« wollten die Studenten gegen die Einführung einer Gebühr im Erststudium pro Semester von 50 Euro und im Zweitstudium oder für Langzeitstudenten von rund 650 Euro protestieren.

In der Ablehnung der Gebühren, die zunächst in den Landeshaushalt einfließen sollen, herrscht unter den rund 500.000 Studenten im bevölkerungsreichsten Bundesland weitgehend Einmütigkeit. Sprecher der Studentenausschüsse der Universitäten befürchten, dass bis zu 20 Prozent der Studenten ihre Hochschulausbildung abbrechen müssten. Seit einigen Tagen werden fast alle der 15 Universitäten an Rhein und Ruhr aus Protest bestreikt.

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