Junior-Professur Ausländische Wissenschaftler zieht es nach Deutschland


Die Junior-Professur als neuer Weg in den Professorenberuf findet ungeachtet der noch laufenden Klage vor dem Verfassungsgericht bei den Hochschulen großen Anklang. Ausländische Wissenschaftler lockt die Möglichkeit der Junior-Professur nach Deutschland.

Seit dem Start des Programms im Februar letzten Jahres konnten 343 dieser neu geschaffenen Qualifikationsstellen mit Nachwuchswissenschaftlern besetzt werden, teilte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am Donnerstag bei der Vorlage der Zwischenbilanz mit. Jeder siebte Nachwuchswissenschaftler kam aus dem Ausland. Jede vierte Junior-Professur von insgesamt 88 wurde mit einer Frau besetzt.

Der Bund unterstützt die Einführung der ersten 3.000 Junior-Professuren in den nächsten Jahren mit rund 180 Millionen Euro. Das Geld gilt als Zuschuss für die Erstausstattung der neuen Hochschullehrerstelle. Mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns wurden in allen Bundesländern an den Universitäten Stellen für Junior-Professuren ausgeschrieben – die meisten in Niedersachsen (96) und Nordrhein-Westfalen (90).

Einige unionsgeführte Bundesländer, darunter Bayern, Sachsen und Thüringen, haben gegen die entsprechende Änderung des Hochschulrahmengesetzes in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingereicht. Sie lehnen die Junior-Professur zwar nicht grundsätzlich ab, wollen aber parallel auch die bisherige Habilitation als Zugang zum Professorenberufe erhalten wissen.

Bulmahn forderte die Länder auf, die Einführung der Junior-Professuren in ihren Hochschulgesetzen voranzutreiben. Gesetzliche Regelungen haben bisher nur die Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.


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