Privatuniversitäten Uni Witten/Herdecke erhöht die Studiengebühren


Die Privatuniversität Witten/Herdecke will 2004 erstmals die Studiengebühren anheben. Gleichzeitig sollen Personal abgebaut und Kosten reduziert werden. Grund für den Sparkurs: Wichtige Geldgeber ziehen sich zurück.

Die nordrhein-westfälische Privatuniversität Witten/Herdecke will 2004 erstmals die Studiengebühren anheben. Gleichzeitig sollen Personal abgebaut und Kosten reduziert werden. Die Universität begründete den vorgestellten strikten Sparkurs mit den durch die Wirtschaftsflaute abnehmenden Spendeneinnahmen. Auf betriebsbedingte Kündigungen bei den derzeit 450 Beschäftigten der Universität solle jedoch "nach Möglichkeit" verzichtet werden. Die Hochschule hat 1200 Studenten.

Erhöhung nur für neue Studenten

Die Erhöhung der Studiengebühren soll vom Sommersemester 2004 an nur für sich neu einschreibende Studenten gelten. Laufende Verträge seien von der Anhebung, über deren Höhe noch nicht entschieden sei, nicht betroffen. Bislang finanziert die Universität rund sieben Prozent ihres Etats in Höhe von knapp 28 Millionen Euro durch Studiengebühren. Ein Vollstudium kostet rund 15.000 Euro. Zwölf Jahre nach der Universitäts-Gründung waren 1995 erstmals Studiengebühren erhoben worden, die seitdem nicht mehr erhöht worden seien.

Wichtige Geldgeber ziehen sich zurück

Nach dem Ausstieg des Mäzens Leo Kirch habe auch die Bertelsmann-Stiftung als einer der größten Geldgeber ihren Rückzug für Ende 2004 angekündigt, hieß es. Als neuen Spender habe die Universität jedoch die Deutsche Bank gewonnen. Die private Hochschule finanziert fast ein Drittel ihres Etats aus Spenden. Zusätzliche Einnahmen sollen künftig unter anderem durch Managerkurse, Beratungsangebote für Unternehmen und einen Fernstudiengang erzielt werden.

DPA

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