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Schleswig-Holstein: Neue Ausbildungsordnung für Juristen

Jurastudenten verfolgen sie seit Jahren: die Debatte um den wahren Weg. Weder im Studium noch im Referendariat werden wirklich Anwälte ausgebildet, heißt es. Schleswig-Holstein will das ändern.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat am Dienstag den Gesetzentwurf für ein neues Juristenausbildungsgesetz (JAG) verabschiedet. Die Juristenausbildung werde damit praxisnäher gestaltet, sagte Justizministerin Anne Lütkes (Grüne). Danach bleibe es zwar bei der schon bisher geltenden zweistufigen Ausbildung (Jurastudium und juristischer Vorbereitungsdienst). Allerdings werde sich die Ausbildung künftig stärker an den anwaltlichen Tätigkeiten orientieren.

Die meisten Absolventen wählten im Anschluss an ihre Ausbildung den Anwaltsberuf, meinte Lütkes. Vorgesehen sei beispielsweise eine mindestens neunmonatige Ausbildungsstation während des Vorbereitungsdienstes. Bereits im Studium sei künftig der Erwerb von Qualifikationen wie Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung und Vernehmungslehre vorgeschrieben.

"Nur so haben die fertig ausgebildeten jungen Leute eine Chance auf dem Arbeitsmarkt", sagte die Ministerin. Außerdem werde es den Studierenden und den Rechtsreferendaren ermöglicht, schon frühzeitig Schwerpunkte in ihrer Ausbildung im Hinblick auf die spätere Berufswahl zu setzen und Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben.

Die Umsetzung des neuen Rechts stellt nach Angaben von Lütkes große Herausforderungen an die Praxis, allen voran an die Universitäten. Mit dem neuen Gesetz werde der Einfluss der Universitäten auf die Studienabschlussprüfung erheblich erweitert.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.