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stern-Ratgeber: Kinder, Geld und Steuern

Das neue Elterngeld weckt viele Hoffnungen: Es soll die Familienarmut mildern, Alleinerziehenden helfen und Väter zur Elternzeit überzeugen. Doch wie funktioniert es? Und was für Hilfe gibt's sonst noch vom Staat? Ein Buch gibt Antworten.

Kinder kosten Geld. Nicht nur durch die Mehrausgaben, welche auf die Eltern durch ein zusätzliches Haushaltsmitglied zukommen. Sondern auch durch die ganzen "Nebenkosten" wie Schule und Ausbildung, die dann weiter anfallen. Bisher hat der Staat hier Eltern eher halbherzig gefördert. Zu sehr steckt das traditionelle Familienbild vom Vater-Mutter-Kind-Haushalt mit einem Verdiener und einer Hausfrau in den Köpfen der Gesetzgeber fest. Doch langsam gibt es auch hier ein Umdenken, dafür ist das im Januar 2007 startende Elterngeld das beste Indiz.

Nachteile im Beruf sollen aufgewogen werden

Das Elterngeld soll gerade jungen Familien einen Anreiz bieten, sich trotz der Nachteile im Beruf für ein Kind zu entscheiden. Dies soll erreicht werden, indem es an das Nettogehalt geknüpft wird. Damit handelt es sich um eine Sozialleistung, von der man mehr bekommt, je mehr man verdient. Häufig wird das als unsozial empfunden, aber das ist falsch. Schließlich werden das Arbeitslosengeld und die Rente auch an den Ex-Verdienst geknüpft - ansonsten würde diese Leistungen ihren Zweck nicht erfüllen. Grob vereinfacht bekommen Eltern dieses Elterngeld, wenn sie sich in den ersten vierzehn Monaten nach der Geburt vorrangig der Erziehung ihrer Kinder widmen. Es beträgt 67 Prozent (oder mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro) vom Duchschnitts-Nettogehalt des letzten Jahres.

Gerade das Elterngeld - und die Vielzahl an Fragen zu diesem neuen Komplex - war auch der unmittelbare Anlass für Kathrin Arrocha, Sigrid Beyer und Tibet Neusel zum Buch "Kinder, Geld und Steuern", allerdings behandeln sie darin den gesamten Komplex "Kinder und Geld". Dazu gehört der große Bereich des Familienleistungsausgleichs und verschiedene, darüber hinausgehende Steuererleichterungen. Die Autoren informieren aber auch über Fördermaßnahmen wie Mutterschutz oder Elternzeit und was man für die Absicherung der Kinder im Blick behalten sollte.

Breiter Raum fürs Elterngeld

Dabei nimmt natürlich das neu eingeführte Elterngeld im Ratgeber einen breiten Raum ein: Es wird geklärt wer anspruchsberechtigt und wie hoch das Elterngeld dann tatsächlich ist. Die Autoren helfen mit einfachen Rechenbeispielen, so dass jeder Leser sich seinen Anspruch selber ausrechnen kann. Auch wie es mit dem Elterngeld bei Geringverdienern oder für Empfänger von Sozialleistungen aussieht und was bei Sonderfällen wie Mehrlingsgeburten passiert, wird erklärt.

Ebenso ausführlich werden die Kapitel Kindergeld, Kinderfreibeträge (und andere Steuervergünstigungen), die verschiendenen Leistungen (Mutterschaftsgeld, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss für Alleinerzieher), Steuersparmöglichkeiten mit Kindern, die notwendige Absicherung für Krankheit und Tod sowie das Erziehungsgeld behandelt.

Aktualisierung im Internet

Damit hilft dieser Ratgeber aus der stern-Serie in allen Fragen, die sich mit der staatlichen Unterstützung rund um das Kind befassen. Weitere Entwicklungen in diesem Themenbereich werden von den Autoren übrigens auf ihrer Internetseite unter neusel.blogg.de im Internet weiterverfolgt. Damit sollten Eltern nun immer wissen, wie viel ihnen zusteht.

spi
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