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1800 Exemplare in freier Wildbahn Chinas Riesenpandas sind nicht mehr gefährdet – dank jahrelangem Schutzprogramm

Ein Panda isst Bambus
Riesenpandas sind in China nicht mehr vom Aussterben bedroht (Symbolbild)
© BahaNick / Getty Images
China hat Riesenpandas von der Liste der gefährdeten Arten entfernt – fünf Jahre, nachdem dies bereits die Weltnaturschutzunion (IUCN) getan hatte. 

Sie sind die Ikonen der chinesischen Tierwelt: Riesenpandas (auch Große Pandas) sind zugegebenermaßen ein wenig tollpatschig und wahnsinnig niedlich – doch jahrelang galten sie als gefährdet und waren in ihrer Heimat vom Aussterben bedroht. Jetzt wurden die schwarz-weißen Bären erstmals vom chinesischen Umweltministerium von der Liste der gefährdeten Arten entfernt, da die Population in freier Wildbahn die Marke von 1800 Exemplaren erreicht hat. Weiterhin werden Riesenpandas jedoch als schutzbedürftig eingestuft.

Mehr Lebensraum und Schutzgebiete

Die Entfernung der Großen Pandas von der chinesischen Liste gefährdeter Arten "spiegelt ihre verbesserten Lebensbedingungen und Chinas Bemühungen um die Erhaltung ihrer Lebensräume wider", sagte Cui Shuhong, Mitarbeiter des chinesischen Ministeriums für Ökologie und Umwelt, auf einer Pressekonferenz. China habe ein "relativ vollständiges System von Naturschutzgebieten aufgebaut", um die Bären vor dem Aussterben zu bewahren. "Große Gebiete natürlicher Ökosysteme wurden systematisch und vollständig geschützt und die Lebensräume von Wildtieren effektiv verbessert." Zudem wurden seit den 1970er Jahren die Lebensräume der Pandas geschützt und erweitert, indem Bambuswälder wiederhergestellt und bevölkert wurden. Ein wichtiger Schritt, da die Bären sich fast ausschließlich von dieser Pflanze ernähren. Im Jahr 2020 fand darüber hinaus die finale Ausweisung eines Riesenpanda-Schutzgebietes statt: Es soll eine Fläche umfassen, die dreimal so groß wie die des amerikanischen Yellowstone-Nationalparks ist.

Rettung der Pandas gleich Rettung des Ökosystems?

Bereits im Jahr 2016 hatte die in der Schweiz ansässige Weltnaturschutzunion (IUCN) Chinas Riesenpandas von ihrer Roten Liste entfernt. China hatte diese Einstufung jedoch nicht für die eigene Liste übernommen. Vonseiten der Regierung hieß es als Begründung, eine Herabstufung des Gefährdungsstatus des Riesenpandas könne Menschen zu dem Glauben verleiten, dass die Bemühungen zum Schutz der Tiere gelockert werden könnten. Dem sei jedoch nicht so gewesen. Zudem gelten Pandas in China als sogenannte Schirmspezies: Es wird angenommen, dass der Schutz der Bären gleichzeitig mit dem Schutz weiterer Arten und des Ökosystems einhergeht. Diese Annahme gilt jedoch nicht als gesichert und der Schutz der Großen Pandas könnte womöglich doch auf Kosten anderer Arten geschehen: Die Untersuchung eines gemeinsamen Teams chinesischer und amerikanischer Forscher:innen ergab, dass die Bestände mehrerer fleischfressender Arten in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind, was ebenfalls zu einer Gefährdung des gesamten Ökosystems führen könnte.

1800 Exemplare in freier Wildbahn: Chinas Riesenpandas sind nicht mehr gefährdet – dank jahrelangem Schutzprogramm

Auf der Pressekonferenz fügte Cui seiner Ankündigung zumindest hinzu, dass sich auch die Populationen einiger anderer seltener und gefährdeter Arten allmählich erhole: "Die Zahl von Arten wie dem sibirischen Tiger, dem Amur-Leoparden, dem asiatischen Elefanten und dem Schopfibis hat deutlich zugenommen", sagte er.

Quelle: "CNN"

as

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