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Mineralwassertest Stiftung Warentest: Das beste Mineralwasser gibt's beim Discounter

Mineralwasser bei Stiftung Warentest: Top-Wasser für kleines Geld
Sehen Sie im Video: Schmeckt teures Trinkwasser besser als günstiges? Videoquelle: RTL.de
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Stiftung Warentest hat 31 Mineralwässer einer genauen Prüfung unterzogen. Das Ergebnis ist positiv. 27 von 31 Medium-Mineralwässern schneiden "sehr gut" oder "gut" ab. Eines fällt durch erhöhte Uranwerte negativ auf.

Rund 1,5 Liter Wasser am Tag soll der Mensch täglich trinken. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Geht's um Mineralwasser, trinken die Deutschen am liebsten die Medium-Variante. Stiftung Warentest hat 31 Produkte getestet. Das Ergebnis ist durchaus positiv, alle Produkte sind mikrobiologisch einwandfrei, 25 durchweg "gut", zwei sogar "sehr gut". Die schlechtesten Mineralwässer im Test sind immer noch "befriedigend".

Ein Billigprodukt ist spitze

Der Test zeigt: Der Preis allein sagt nichts über die Qualität. Denn eines der zwei am besten bewerteten Mineralwässer kommt vom Discounter und ist nicht nur qualitativ absolut top, sondern mit 13 Cent pro Liter auch sehr günstig. Das Mineralwasser Aqua Culinaris (inzwischen Quellbrunn) von Aldi Süd überzeugte die Tester, sie urteilten "sehr gut". Ebenfalls mit Warentest-Bestnote ausgezeichnet wurde das Medium-Mineralwasser von Basinus. 

Pestizide, Uran und PET-Flaschen

Alle 31 getesteten Mineralwässer waren in Ordnung. Dennoch hat Warentest Abwertungen vorgenommen. Minuspunkte gab es unter anderem für  oberiridische Verunreinigungen. In vier Mineralwässern wurden solche in Form von Abbauprodukten eines Pflanzenschutzmittels nachgewiesen. Die Werte sind zwar nicht gesundheitlich bedenklich, Warentest stellt allerdings in diesen Produkten die Bezeichnung "natürliches Mineralwasser" infrage. Im Mineralwasser Naturpark Quelle wurde außerdem ein Uran-Wert gefunden, der als "erhöht" eingestuft wird. Auch dies wurde abgewertet. Die Erklärung: Trinkt ein Erwachsener mit 60 Kilogramm 2,8 Liter des Wassers, ist die "tolerierbare Tagesdosis" ausgeschöpft. Auch das sensorische Urteil fällt ins Gewicht. Mineralwässer, die nicht schmecken wie sie sollen, also beispielsweise nach Kunststoff oder abgestanden, bekamen Abzüge. Außerdem bewertet Warentest den Umweltfaktor: PET-Flaschen können weniger oft wiederbefüllt werden als Glasflaschen. Mineralwässer, die in der PET-Flasche verkauft werden, schneiden damit im Test schlechter ab. 

Was steckt im Mineralwasser?

Mineralwasser, das gibt die Mineral- und Tafelwasserverordnung vor, muss direkt an der Quelle abgefüllt werden. Anders als Trinkwasser darf es nur wenig behandelt werden. Obwohl der Name es suggeriert, muss ein Mineralwasser nicht reich an Mineralstoffen sein. Ein Mineralstoffgehalt ist nicht vorgeschrieben. Was in welchem Wasser steckt, ist abhängig von der Region und der dortigen Geologie. Einen wirklich hohen Mineralstoffgehalt weisen im Test nur 4 von 31 Mineralwässern auf. Spitzenreiter ist das Mineralwasser Gerolsteiner Medium (Note 1,8) mit 2307 Milligramm an Mineralien pro Liter. In 15 Kandidaten hingegen stecken nur geringe Mengen an Mineralien. Laut Warentest liefert manches Trinkwasser mehr. 

Kann Wasser wirklich ablaufen?

Bio-Mineralwasser ist nicht unbedingt besser

Mineralwässer sind Naturprodukte. Dennoch werben manche Anbieter zusätzlich mit einem Bio-Label. Damit wollen sie darauf aufmerksam machen, dass in ihnen unter anderem der "Anteil an Rückständen und Schadstoffen besonders niedrig ist". Wer das möchte, muss aber nicht unbedingt auf "Bio" zurückgreifen. Ein Blick aufs Etikett lohnt sich. Denn der Test zeigt: Diese Kriterien erfüllen auch viele Mineralwässer, die das Label nicht tragen - und sie sind dazu oftmals günstiger. Die drei von Warentest mit einem "Gut" bewerteten Bio-Mineralwässer kosten bis zum Sechsfachen mehr als der Testsieger von Aldi Süd. Das Bio-Wasser Vilsa Brunnen schlägt mit 80 Cent pro Liter zu Buche und ist damit das teuerste im Test. Wer "Bio" kauft, zahlt auch für nachhaltige Gewinnung und soziale Standards - einheitliche Kriterien gibt es allerdings nicht. Vergeben werden solche Siegel von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwässer und dem SGS Institut Fresenius, die EU vergibt solche Bio-Label nicht. 

Den ganzen Test und mehr zur Prüfung lesen Sie auf Test.de

tpo

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