HOME
Interview

Veganer Lifestyle: So verdiente Vegan-Guru Attila Hildmann seine erste Million

Mit veganen Kochbüchern und Produkten hat Attila Hildmann Karriere gemacht. Seine Devise: "Ein gesundes Leben darf Spaß machen."

Von Jenny von Zepelin

Attila Hildmann über seine erste Milion

Im April nahm Vegan-Guru Attila Hildmann an der 3. Staffel von Let's Dance teil. Mit mäßigem Erfolg. Seine erste Million hatte er aber schon vorher.

Der 35-jährige Attila Hildmann hat acht Bücher mit veganen Rezepten, Ernährungs- und Sportprogrammen herausgebracht, die mit 1,3 Millionen Exemplaren zu den Bestsellern dieses Segments zählen. Der Berliner wurde durch seine Youtube-Kochshows und TV-Auftritte bekannt. Mittlerweile expandiert er mit dem Verkauf veganer Produkte. Mit der Zeitschrift Capital sprach er über seine erste Million:

Herr Hildmann, als Kind wollten Sie Astronaut werden. Stattdessen sind Sie als Kochbuchautor durchgestartet. Wie sind Sie denn auf diese Umlaufbahn geraten?

Eine Alternative zum Astronauten war damals noch Lufthansa-Pilot. Aber mein Vater, der selbst Ingenieur war, hat mir schon als Fünfjährigem geraten, Koch zu werden.

Ihr Vater ist an einem Herzinfarkt gestorben – infolge eines zu hohen Cholesterinspiegels. Da waren Sie 19 und haben angefangen, Ihre Ernährung umzustellen. Wann wurde daraus eine Geschäftsidee?

Das Kochen war erst mal nur ein Hobby, während ich mich durch das Physikstudium gequält habe. Es hat mir einfach Spaß gemacht, neue Rezepte zu kreieren. Denn für vegane Ernährung gab es damals nicht viel Attraktives. Diese Pionierarbeit hat mich fasziniert, und ich war davon überzeugt, dass ich das aus der spröden Öko-Nische holen kann.

Vegan kochen: Das beste Falafel-Rezept – veganes Finger-Food selber machen

Zunächst haben Sie aber keinen Verlag gefunden und die ersten Kochbücher selbst herausgebracht. Wie haben Sie das finanziert?

Ich habe an der Uni gearbeitet und für den Fachbereich Jura eine Internetseite programmiert. Von dem Geld habe ich mir einen Fototisch gekauft und meine Rezepte selbst fotografiert. Meine Mutter hat mir dann 1500 Euro geliehen, damit ich die erste Auflage drucken konnte. Viele haben daran gezweifelt und mir abgeraten. Aber ich habe einfach immer weitergemacht.

Attila Hildmann hat für den Rest des Lebens ausgesorgt

2012 dann der Durchbruch: Ihr Buch „Vegan for fit“ schoss auf Platz eins der Bestsellerlisten, Sie waren in Fernsehshows wie „TV total“ oder „Maischberger“. Wann haben Sie realisiert, dass Sie viel verdienen?

Autoren bekommen jedes Vierteljahr eine Abrechnung vom Verlag. Da standen plötzlich Summen, von denen ich nie geträumt hätte: 2012 waren das erst 40.000 Euro. Da habe ich ausgerechnet, wie lange ich davon meine Miete zahlen kann. Dann standen da 340.000 Euro, dann 480.000 Euro. Ich kam in Sphären, wo ich wusste, dass ich über Jahre abgesichert sein würde. Nun bin ich an dem Punkt, wo ich für den Rest meines Lebens ausgesorgt habe.

Wann war die erste Million da?

Das Interview erschien ursprünglich in der aktuellen Juni-Ausgabe der "Capital" 

Das Interview erschien ursprünglich in der aktuellen Juni-Ausgabe der "Capital" 

Das weiß ich nicht mehr. Denn neben dem Buchverkauf hatte ich ja auch schon andere Einnahmequellen durch Marketingkooperationen mit Porsche oder Edeka oder meine eigenen Produkte wie die vegane Bolognese, die ich über meinen Onlineshop verkaufe.

Als Erstes haben Sie sich ausgerechnet einen Porsche mit Ledersitzen gekauft, was Sie für viele Veganer unglaubwürdig macht.

Nein, vom ersten großen Batzen Geld habe ich mir ein hochwertiges Kochmesser gekauft. Und im Übrigen finde ich, dass ein gesundes Leben Spaß machen darf und auch mit Porsche fahren und Geschäfte machen zu vereinbaren ist.

Sie wollen den Markt mit veganen Produkten weiter erobern und sogar am Lebensmittelkonzern Nestlé vorbeiziehen. Ernst gemeint?

Das meine ich sehr ernst. Die Nachfrage nach meinen Produkten ist immens. Die sind biologisch und fair hergestellt, und einen Teil des Kaufpreises spenden wir an Umweltprojekte. So ein Angebot haben die Kunden im Supermarkt nicht.

Das Interview erschien ursprünglich in der Juni-Ausgabe der "Capital" 

 



Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(