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Neues Konzept "Data Kitchen": Dieses Brot kommt aus der Zukunft – die digitale Küche Berlins

Vorbei sind die Zeiten, als man Essen noch direkt im Restaurant bestellt hat. Bei "Data Kitchen" funktioniert alles per App - von unterwegs. Der Vorteil: Wartezeiten gibt es nicht mehr. 

Hinter der Glasscheibe ist mein Brot bereit zum Verzehr

Hinter der Glasscheibe ist mein Brot bereit zum Verzehr

Überraschend gemütlich ist es in der "Data Kitchen" in Berlin-Mitte, wenn man bedenkt, dass hier alles technikgesteuert sein soll. Hier gibt es keine Kellner, keine klassische Speisekarte. Bestellt und gesteuert wird alles per App. Gewissermaßen eine digitale Küche. Erwarten würde man eher eine sterile Einrichtung. Besitzer Heinz "Cookie" Gindullis und der Software-Gigant SAP setzen aber gezielt auf Gemütlichkeit. Das Restaurant ist in blau und anthrazit gehalten, warmes gedimmtes Licht erleuchtet den Speiseraum, man kann auf gemütlichen Sofas, an großen Tischen oder an der Bar Platz nehmen.

Entstanden ist die "Data Kitchen" in Zusammenarbeit mit SAP, das schreit nach einem zukunftsorientierten Gastrokonzept. Der Tagesspiegel schrieb bereits, dass die "Data Kitchen" Berlins erstes Digitalrestaurant sei. Der Software-Hersteller hat einen sogenannten Data Space eröffnet. In der Mitte liegt das Restaurant, drumherum Orte zum digitalen Arbeiten. Aber wie kann ein Gastro-Konzept so ganz ohne Service funktionieren? Den klassischen Kellner gibt's zwar nicht, dafür stehen an der Bar Ansprechpartner, die Getränke zubereiten und die man mit Fragen löchern kann.

Ungemütlich ist's in der "Data Kitchen nicht"

Ungemütlich ist's in der "Data Kitchen nicht"

Wer hier isst, steuert alles mit seinem Smartphone. Per App kann man sich durch die Speisekarte scrollen, Gerichte und Getränke auswählen, den Zeitpunkt des Servierens bestimmen, bezahlen, Trinkgeld geben – und das alles auch von unterwegs. Wer ins Restaurant kommt, kann seine Mahlzeit dann aus einem stylischen Automaten entnehmen. Den öffnet man wiederum per App. Was so digital klingt, kann doch nicht schmecken, könnte man nun meinen. Ein Trugschluss, denn hinter den Automaten, in der Küche, stehen Meister ihres Fachs. 

Die App sagt Bescheid, wenn das Essen abholbereit in der "Food Wall" ist

Die App sagt Bescheid, wenn das Essen abholbereit in der "Food Wall" ist

 Alles digital, bis auf das Essen

Küchenchef Alexander Brosin, der eng mit der Sterneküche verwoben ist, setzt auf regional-saisonale Küche. Das Gemüse kommt aus einem Garten in Brandenburg. Das Essen ist hochwertig und köstlich, auch etwas, das man beim Namen "Data Kitchen" nicht erwarten würde. "Data Kitchen verbindet die moderne Welt mit einem hochwertigen klassischen Essen", sagt Cookie. Modern ist es, weil vom Bestellvorgang bis zum Service alles digital ist, das Essen aber kommt nicht aus dem Automaten oder dem 3D-Drucker. Es wird frisch zubereitet – der Aufwand in der Küche ist enorm. Die Küche ist regional mit internationalen Einflüssen. Man kann hier Omelette, Porridge oder Joghurt mit Früchten frühstücken. Mittags gibt es Salate, Gnocchi oder Tafelspitz. Kuchen und Kaffee gibt es auch. Preislich befinden sich die Gerichte zwischen vier und 13 Euro.  

Das große Highlight ist die "Food Wall", also der stylische Automat, in den die Küche das fertige Essen stellt. Es dauert nicht lange und auf der digitalen Box erscheint mein Name. Ich habe eine Gazpacho mit frischem Brot bestellt. Auf meinem Handy erscheint gleichzeitig eine Mail. Darin steht. "Dein Essen steht in Box G bereit". Per Link lässt sich die Box geräuschlos öffnen und das Essen entnehmen. 

Die "Food Wall"

Die "Food Wall"

Trotz der Technik fehlt der menschliche Aspekt nicht. Man wird begrüßt, fühlt sich willkommen. Natürlich bräuchte ein Restaurant, das kulinarische Qualität abliefert, nicht dieses digitale Alleinstellungsmerkmal. Es würde auch so funktionieren, klassisch und analog - ohne technische Spielereien. Die Betreiber wollen aber Slow Food, also hochwertiges Essen, fast, also schnell möglich machen. Das Konzept ist aber vor allem für Berufstätige interessant, die wenig Zeit haben. Der Großteil der Mittagspause geht normalerweise für die Zubereitung des Essens drauf – außer man begnügt sich mit Döner oder Burger. Das entfällt bei "Data Kitchen", wenn man vorab per App bestellt - und erhält trotzdem hochwertiges Essen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.