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Erdbeersaison 2018 Warum Kokosnüsse eigentlich Früchte sind – und Erdbeeren Nüsse

Ist eine Gurke Obst oder Gemüse? Gehören Erdbeeren wirklich zu den Beeren? Wie unterscheidet man überhaupt Obst und Gemüse? Obst wächst an Bäumen, Sträuchern oder mehrjährigen Stauden. Es entsteht, indem eine Blüte bestäubt wird. Die Früchte, die sich daraus entwickeln, bezeichnet man als Obst. Dazu gehören Äpfel, Kirschen und Pflaumen, aber auch Beeren gehören dazu. Aber Achtung: nicht jede Frucht, die aussieht wie eine Beere, ist auch eine. 


Erdbeeren zum Beispiel, sind botanisch betrachtet keine Beeren sondern Sammelnussfrüchte. Die kleinen gelben Punkte auf der Außenseite sind Früchte und gleichzeitig Samen der Pflanze. Das rote Fruchtfleisch der Erdbeere ist eigentlich der hochgewölbte Blütenboden. Auch Himbeeren und Brombeeren sind keine Beeren. Denn Beeren entstehen aus einem einzigen Fruchtknoten. Die Frucht umschließt eine Wand, die auch in der Reife bestehen bleibt. Deshalb gehören auch Bananen zu den Beerenfrüchten – ebenso wie Paprika, Kürbisgewächse (u.a. auch Gurken) und Auberginen.


Und was macht Gemüse zu Gemüse? Als Gemüse bezeichnet man Blätter, Wurzeln und Knollen. Es handelt sich dabei in der Regel um ein- oder zweijährige Pflanzen.


Aber was wären Kategorien ohne Ausnahmen? Das Fruchtgemüse bezeichnet Pflanzen mit beiden Eigenschaften. Dazu gehören einige, der schon genannten Beeren. Aber Tomaten und Melonen gehören auch zu den Zwitterwesen: Beide tragen Früchte, die an einjährigen Pflanzen wachsen. Ob Frucht, Gemüse oder Fruchtgemüse auf dem Teller landen, ist am Ende aber auch egal. Gesund sind sie alle - und der Geschmack stimmt auch.
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Die meisten sind überzeugt: Kokosnüsse, Pistazien und Cashews sind Nüsse. Sind sie aber gar nicht. Um es noch verwirrender zu machen: Erdbeeren sind Nüsse und Bananen Beeren. Wir entwirren den Gehirnknoten passend zur Erdbeersaison 2018.

Neulich aßen wir in der Redaktion Pistazien. Ziemlich schnell entbrannte eine rege Diskussion rund um die grünen Nüsse. Nüsse? So ein Quatsch, das sind keine Nüsse, sondern Früchte, sagte jemand. Was für Früchte sollen denn bitte Pistazien sein, entgegnete ein anderer. Sie fallen doch nicht ohne Grund unter die Familie der Nüsse - genauso wie Kokosnüsse oder Cashews. "Erdbeeren sind übrigens keine Beeren", warf noch jemand ein. Damit war die Verwirrung endgültig perfekt.

Eine Kokosnuss ist eine Frucht, keine Nuss

Spätestens jetzt sollte man das ganze Früchte-Nüsse-Beeren-Dilemma in Ordnung bringen. Eigentlich ist es ganz einfach: Nur, weil etwas "Nuss" heißt, ist es nicht automatisch eine echte Nuss. Nehmen wir das Beispiel der Kokosnuss: Die wächst an der Kokospalme - und ist eine Frucht, keine echte Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht. Die Kokosnuss wird als grüne, relativ unreife, meist dreieckige Frucht geerntet. Zu uns kommen die Kokosnüsse bereits geschält. Das heißt, die grüne äußere Schicht wird entfernt. Dann reift die Kokosnuss nach. Was wir essen? Den hohlen Kern der Kokosnuss. Eine Kokosnuss ist damit eine Frucht. Das gleiche gilt übrigens für Cashews, Mandeln, Pekannüsse und Pistazien. Sie werden als Früchte geerntet, was wir essen ist der Kern der Frucht.

Aufklärung zur Erdbeersaison 2018: Die Beere ist eine besondere Nuss

Nüsse im botanischen Sinne sind: Haselnüsse, Walnüsse und auch Erdnüsse. Soweit zu den Nüssen. Doch wie sieht es bei Erdbeeren aus? Beeren, ein klarer Fall - oder etwa nicht? Nein. Tatsächlich ist die Erdbeere eine Sonderform der Nussfrucht. Genauer gesagt gehört sie zu den Rosengewächsen. Die Früchte sind kleine gelbe Nüsschen an der Oberfläche der roten Steinfrucht.

Um es noch verwirrender zu machen: Bananen sind keine Früchte. Die einzelnen Früchte der Bananenstaude zählen nämlich zu den Beeren. Bei Wildformen der Banane bilden sich viele Samen. Die Sorte, die wir im Supermarkt kaufen können, entwickelt jedoch keine Samen.

Passend zur Erdbeersaison 2018 ein leckeres Rezept: 


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