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Stifftung Warentest: Olivenöl im Test: Nur vier Produkte sind "gut"

Stiftung Warentest hat 27 Olivenöle getestet - und einige gute Produkte gefunden. Die haben allerdings ihren Preis. Bei der Schadstoffprüfung gab es überwiegend gute Nachrichten.

Olivenöl

In Apulien ist eine Bande aufgeflogen, die gefälschtes Olivenöl im großen Stil verkauft hat. 

Die gute Nachricht vorweg: Alle Olivenöle im Test der Stiftung Warentest enthielten tatsächlich Olivenöl. Das sollte auch eigentlich selbstverständlich sein. Allerdings: Wegen einer schlechten Oliven-Ernte im Jahr 2016 war im vergangenen Jahr tonnenweise gefälschtes Olivenöl in Umlauf gekommen. So flog etwa in Griechenland ein Hersteller auf, der Sonnenblumenöl einfach eingefärbt hatte.

Panschereien dieser Art kamen den Warentestern nicht unter. Und überhaupt fielen die Testergebnisse insgesamt besser aus als bei vergangenen Tests. Unterm Strich waren zwar nur vier der 27 untersuchten Produkte der höchsten Qualitätsstufe "nativ extra" gut. 2017 hatte dagegen kein einziges, 2016 nur eines der Olivenöle im Test diese Note erhalten. Allerdings waren auch im aktuellen Test elf Olivenöle nur ausreichend oder schlechter. Zwei davon hätten gar nicht als "nativ extra" verkauft werden dürfen, sie erhielten die Note "Mangelhaft". 

Die guten Olivenöle sind meist teuer

Mit der Note 2,3 auf dem Spitzenplatz landete das spanische Öl "Castillo de Canena". Es ist gemessen an der sensorischen Qualität das beste aller getesteten Olivenöle, mit 36 Euro je Liter allerdings auch das teuerste. Ebenfalls gut und teuer: "Farchioni DOP Chianti Classico" aus Italien für 26 Euro den Liter und "Soler Romero" aus Spanien für 24 Euro den Liter. 

Das günstigste gute Olivenöl kam von Aldi Süd: Das italienische Olivenöl "Cucina" erhielt mit der Note 2,3 ebenfalls die Bestnote im Test und war dafür mit 10 Euro je Liter noch vergleichsweise günstig. Leider war "Cucina" als Aktionsware nur kurzzeitig verfügbar. Günstige Olivenöle unter 10 Euro schnitten bestenfalls befriedigend ab.

Ein teures Olivenöl lohnt sich nach Ansicht der Tester allerdings nur für Salatdressings, Pesto oder ähnliches. Beim Braten verwendet man lieber ein anderes, weil die flüchtigen Aromakomponenten beim Erhitzen ohnehin verloren gehen. 

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Bei den Schadstoffen bleibt ein Problem

Bei der Schadstoffuntersuchung ziehen die Tester ein verhalten positives Fazit: Im Gegensatz zu vergangenen Tests war diesmal kein Olivenöl so stark belastet, dass es deswegen die Note "Mangelhaft" bekam. Mit Weichmachern, Pflanzenschutzmitteln, Lösemitteln oder polyzyklischen Kohlenwasserstoffen (PAK) war keines der Produkte nennenswert belastet. Ein Problem bleibt laut Warentest allerdings die Belastung mit Mineralölen. Insgesamt erreichen neun der 27 Olivenöle im Test bei der Schadstoffprüfung eine gute Note. Nahezu schadstofffrei ist nur das gut getestete "Farchioni".

Den kompletten Olivenöl-Test gibt es kostenpflichtig auf www.test.de 

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Jörn Gutowski war sich sicher, dass es eine Firma gebe, die sich auf das Probieren von Lebensmittel konzentriere. Die gab es aber nicht. Deshalb gründete er "Try Foods".

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bak
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