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schaltiere: Seafood-Spieße

Das Panieren und Frittieren lernten die Japaner einst von den Europäern, so etwa vor 400 Jahren. Doch die Japaner wären keine, hätten sie diese Kochtechnik nicht inzwischen erheblich verbessert. Kushi nennen sie die Kunst des Ausbackens, bei der endlich einmal der Spießer in uns allen zu seinem Recht kommt

Für 4 Personen Gargut:

8 rohe Riesengarnelen (à ca. 30 g);

180 g Seeteufel-Filet (Lotte);

8 mittelgroße Blätter Paksoi; 1 dicke Stange Porree;

1 großer Tintenfisch, ca. 250 g (Kalmar)

außerdem:

24 Schaschlikspieße (aus Holz

oder Bambus); 1 Ei; 1 Päckchen japanisches

Paniermehl (siehe Tipp); Öl zum Frittieren

zum Anrichten:

8 Zweige Brunnenkresse;

1 Limette

Zubereitung

Garnelen aus den Schalen lösen. Den Darm entlang der Rückenkrümmung entfernen. Garnelen kalt abspülen, trockentupfen und auf 8 Spieße stecken.

Seeteufel-Filet kalt abspülen, trockentupfen und in 16 Stücke schneiden. Die Paksoi-Blätter waschen und trocknen, auf die Arbeitsfläche legen und die weißen Blattstiele herausschneiden (siehe Tipp). Grüne Blätter nacheinander in sprudelnd kochendem Wasser blanchieren, bis sie geschmeidig sind. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Blätter halbieren, Fischwürfel darin einwickeln. Auf 8 Spieße je 2 Fischpäckchen stecken.

Die Porreestange putzen. Dabei die dunkelgrünen Teile entfernen. Die Stange der Länge nach einritzen und Blatt für Blatt ablösen. Porreeblätter blanchieren, bis sie geschmeidig sind und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Tintenfisch kalt abspülen, trockentupfen und längs aufschneiden. Tintenfisch flach auf der Arbeitsfläche ausbreiten, mit den Porreeblättern belegen und aufrollen. Die Rolle in 1 cm breite Stücke schneiden. Auf jeden der restlichen 8 Portionsspieße 3 bis 4 Tintenfischröllchen stecken.

Das Öl in einem Topf auf 170180 Grad erhitzen. Das Ei mit 1 EL Wasser verquirlen. Alle Spieße portionsweise erst in Ei und dann in Paniermehl wenden und ca. 2 Minuten im heißen Öl goldgelb frittieren.

Die Garnelenspieße mit Brunnenkresse, die Fischspieße mit Limettenscheiben garnieren.

Tipp: Weiße Blattstiele vom Paksoi als Rohkost zum Dippen anrichten.

Japanisches Paniermehl ist etwa so grob wie Kokosflocken. Man bekommt es fertig abgepackt in Asien- oder Japanläden. Die Packungsbezeichnungen sind je nach Hersteller unterschiedlich. Das Mehl kann Panko, Bread Crumbs oder auch Tonkatsu-Panade heißen. Für manche Panaden wendet man die Spieße in Eiermilch, andere verlangen nach Ei, das mit Wasser verquirlt ist. Wer keinen Japan-Laden in seiner Stadt hat, kann notfalls auch selbst geriebenes Paniermehl verwenden.

Japanische Küche - Teil 3

Fleischspieße

Vegetarische Spieße

Dip für die Spießchen

Brühe mit Ei

Gemüse-Sticks mit Dip

Japanischer Reis

Von Barbara Rias-Bucher

Foto: Hans Hansen

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.