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TV-Kritik

Koch-Doku: Tim Mälzer gegen Tim Raue: Wer ist der unangefochtene "König von Kitchen Impossible"?

Es ist bereits das fünfte Mal, dass Tim Raue gegen Tim Mälzer bei "Kitchen Impossible" antritt. Diesmal ist jedoch alles anders. Und der Gewinner so klar wie noch nie. 

Tim Mälzer und Tim Raue

Tim Mälzer (links) gegen Tim Raue: In diesem Duell werden neue Regeln geschrieben

Picture Alliance

Es soll endlich DER Gewinner ermittelt werden, denn bislang hatten Tim Mälzer oder Tim Raue immer eine gute Ausrede parat, warum sie das Duell verloren haben: Die Jury war zu streng, die Aufgabe nicht fair gestellt, die Bedingungen zu schwierig. Tim Raue ist der einzige Koch, der in jeder Staffel "Kitchen Impossible" gegen Tim Mälzer angetreten ist. Auf beiden Konten stehen jeweils zwei Siege. Diesmal soll mit neuen Regularien ermittelt werden, wer von den beiden wirklich der König von "Kitchen Impossible" ist.

Das waren die Highlights der achten Folge

Das Konzept von "Kitchen Impossible" geht so: Tim Mälzer duelliert sich mit einem Koch oder einer Köchin, es müssen vier Aufgaben an vier verschiedenen Orten mit jeweils vier Originalköchen (deren Gerichte die Kontrahenten nachkochen müssen) bestritten werden. Eine Jury verkostet das Ergebnis und verteilt Punkte. Der Gewinner des Duells ist der- oder diejenige mit den meisten Punkten.

Diesmal aber ist alles anders: Tim Mälzer und Tim Raue bekommen jeweils eine Aufgabe gestellt, die für den anderen, die schlimmste in fünf Staffeln war. Das bedeutet: beide Aufgaben wurden bereits bei "Kitchen Impossible" gestellt. Als dritte Aufgabe gibt es eine Premiere: Erstmals müssen zwei Köche das gleiche Gericht kochen. Nur so kann wirklich gemessen werden, wer von den beiden TV-Köchen der bessere Koch ist.

Wir haben die Highlights der achten Folge für Sie zusammengefasst:

Diese Köche mussten sich beweisen:

Bereits zum fünften Mal tritt Tim Raue gegen Tim Mälzer an. Die beiden verbindet eine Hass-Liebe, sie trietzen sich, wo es nur geht. Und dennoch haben sie tiefen Respekt voreinander. Sie sind sich recht ähnlich - zumindest was deren zum Teil vulgäre Sprache und ihr Aggresionspotential angeht. Tim Mälzer ist hingegen von den beiden der sympathischere und kommt auch bei der Jury und den Originalköchen besser an.

Handwerklich jedoch kann man Tim Raue nichts vorwerfen. Er führt das Restaurant "Tim Raue" in Berlin, das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. Zudem steht er auf der "World's 50 Best Restaurant"-Liste auf Platz 40. Zudem ist er bislang der einzige deutsche Koche, der in einer Folge der renommierten Food-Doku "Chef's Table" porträtiert wurde.

"Brate, brate Kuchen!": Schon mal Apfelkuchen in der Pfanne gebrutzelt?

Hier wurde gekocht:

In Valencia (Spanien), in Rüeggisberg (Schweiz) und in Kitzbühl (Österreich).

Das wurde gekocht:

Tim Mälzer in Valencia: Paella

Tim Raue in der Schweiz: Patisserie

Mälzer und Raue in Österreich: Wiener Schnitzel, Kartoffelsalat und Kaiserschmarrn

Das war Raues schlimmste Aufgabe, die er Mälzer stellte:

Tim Raue ist in den Straßen Berlins aufgewachsen, kein Wunder, dass er vor einigen Jahren daran scheiterte, ein Feuer für eine Paella zu entfachen. Damals lief alles schief, was schief laufen konnte. Wenn er schon daran scheiterte, dann wohl auch Tim Mälzer? Falsch gedacht. Tatsächlich ist wohl keine Aufgabe so human für Mälzer wie eine Paella, denn das Gericht ist Herzküche. Etwas, was Mälzer sehr liegt. Den Geschmack der Paella analysiert er, in der er nur einen Löffel probiert. Die Zutaten hat er in wenigen Minuten gekauft. Innerhalb weniger Sekunden entfacht er ein Feuer und beeindruckt sogar die strengen Spanier, die Paella essen, seit sie denken können. Mälzer geht aus dieser Aufgabe als klarer Gewinner hervor.

Das war Mälzers schlimmste Aufgabe, die er Raue stellte:

Backen, Nachtisch - und vor allem Patisserie liegen Mälzer überhaupt nicht. Seine schlimmste Aufgabe erlebte der TV-Koch beim Patissierie-Weltmeister Rolf Mürner in der Schweiz. Genau dort schickt er auch Tim Raue hin. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, für einen Novizen der Patisserie eine absolute Katastrophe. Doch Raue nimmt die Aufgabe an - und schlägt sich gar nicht mal so schlecht. Rolf Mürner ist beeindruckt von Raue.

Das gab es noch nie bei "Kitchen Impossible":

Eigentlich all die Regularien, die es in dieser Folge gibt: Noch nie zuvor wurden Aufgaben gestellt, die es bereits in vorherigen Staffeln gab. Zudem haben noch nie zwei Köche das gleiche Gericht gekocht, aber nur so kann man einen direkten Vergleich ziehen.

Hier durften Mälzer und Raue gemeinsam kochen:

Die Kochkollegen Roland Trettl und Mario Lohninger haben im vergangenen Weihnachts-Special von "Kitchen Impossible" eine gemeinsame Aufgabe für die beiden Tims gestellt. Sie müssen nach Österreich ins Restaurant Auwirt, das Trettl zu den besten Restaurants Österreichs zählt. Dort müssen die beiden Tims Wiener Schnitzel, Kartoffelsalat und Kaiserschmarrn zubereiten. Tim Raue bezeichnet das Duell als den "Endgegner".

Das hat Mälzer Raue voraus:

Mälzer kann Hausmannskost. Das stellt er auch unter Beweis, als beide Kaiserschmarrn zubereiten muss. Raue ist zum Teil ratlos, doch gelingt ihm am Ende ein vorzeigbarer Kaiserschmarrn. Dennoch: Die Punkte hier gehen an Mälzer. 

Das ist der Gewinner aka der "König von Kitchen Impossible":

Am  Ende fällt die Entscheidung knapp aus. Aber Tim Raue muss seinen Hut ziehen. Denn Tim Mälzer ist der unangefochtene König der Kochsendung. Und ergo auch der bessere Koch. Trotzdem bleiben die beide auf Augehöhe. Zum Schluss gibt es sogar eine Umarmung.