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TV-Kritik

Neue Sendung: "Knife Fight Club": Mälzer und Raue lassen die Messer wetzen: Foodporn in Hochkultur

Im "Knife Fight Club" auf Vox treten Spitzenköche gegeneinander an: drei geheime Zutaten und nur 60 Minuten Zeit, um drei Gerichte zu servieren. Die Jury? TV-Koch Tim Mälzer und Sternekoch Tim Raue.  

Tim Mälzer und Tim Raue in der neuen Show: "Knife Fight Club"

Tim Mälzer und Tim Raue in der neuen Show: "Knife Fight Club"

Das Konzept ist einfach: Zwei Spitzenköche treten gegeneinander an. Sie haben 60 Minuten Zeit, um aus drei unbekannten Zutaten mindestens drei Gerichte zu kochen. "Knife Fight Club", die neue Kochshow von den Machern von "Kitchen Impossible" auf Vox, ist schnell, modern und auf den Punkt.

Die Produktion ist herrlich puristisch: Die Bullerei, das Restaurant von TV-Koch Mälzer in Hamburg, dient als Kulisse. Um eine Art Box-Kampf-Atmosphäre zu kreieren, steht um die Jury und die Köche Publikum, das zum richtigen Zeitpunkt grölt, klatscht und laut hineinruft. Im Zentrum des Geschehens sind natürlich die Spitzenköche, aber auch das perfekte "Kitchen Impossible"-Duo Mälzer und Raue, die in der Jury sitzen und den Gewinner ermitteln. Moderiert wird das Battle von der sympathischen Annie Hoffmann.

Es knistert in der Bullerei oder liegt das nur daran, dass künstlicher Rauch in der Luft liegt? Die Köche sind zumindest echt: Anthony Sarpong, Ex-Fußballprofi und gerade mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, stellt sich im Koch-Kampf gegen einen der besten Köche Österreichs, Richard Rauch, der als "Koch des Jahres" gekürt wurde.

Die Zutaten: Truthahn, Kaffeebohnen und Geoduck-Muscheln. Natürlich kann man aus diesen drei Zutaten allein keine drei Gerichte zaubern, deshalb haben die Kandidaten einen Kühlschrank und eine Vorratskammer, aus denen sie schöpfen können. Die drei Geheimzutaten müssen aber sehr deutlich auf dem Teller erkennbar sein. 


Im "Knife Fight Club" mit Tim Mälzer und Tim Raue geht es ums Tempo

Es ist eine besondere Situation, in der sich die Spitzenköche befinden: Sie haben massiven Zeitdruck und werden dabei permanent beobachtet, die Lautstärke des Publikums und die Beschallung von Tim und Tim kommt der Konzentration der Spitzenköche auch nicht zugute.

Anders als bei der erfolgreichen Kochshow "Kitchen Impossible", die bei zwei Stunden 40 Minuten oft Längen hat, geht es im "Knife Fight Club" um Tempo. Weniger um die kulinarischen Geschichten, dafür mehr ums Handwerk der Kontrahenten. Sarpong geht dabei einen ganz anderen Weg als der Österreicher Rauch: exotischer, vielleicht auch einen Ticken mutiger.

Nach 20 Minuten steht der erste Teller des Ex-Fußballprofis: Blumenkohl-Creme mit Kaffee-Mandel-Crumble. Mit diesem Gericht hat Sarpong den Kaffee verarbeitet. "Geil", findet Mälzer. "Wahnsinnig gut", sagt Raue.

Der erste Teller von Richard Rauch steht nach 34 Minuten vor Mälzer und Raue: Geoduck und Kohlrabi mit Rhabarber-Vinaigrette. Auch der gefällt der Jury: "Zwei herausragende Teller. Bei beiden", sagen die zwei Tims. Nur wenige Minuten später folgt Rauchs zweiter Teller: Truthahn-Taco mit Leber und knuspriger Haut und eine Art Guacamole. Sarpong hingegen bereitet als zweites Gericht die Geoduck-Muschel mit Papaya-Mango-Maracuja-Salat und Mango-Vinaigrette. Was für eine Leistung in der Kürze dieser Zeit.

"Was die beiden hier liefern, ist Foodporn in Hochkultur", findet TV-Koch Mälzer. 

In den letzten Minuten geht es heiß her, die Spitzenköche kommen ins Schwitzen. Die dritten Teller aber werden fertig. Rauch serviert einen Kaffeeschaum mit Fruchtsalat, Sarpong Truthahn mit Gemüse-Chips und Wildkräutersalat. 


"Knife Fight Club" ist die coolere Küchenschlacht

"Knife Fight Club" erzählt zwar nicht die großen kulinarischen Geschichten wie "Kitchen Impossible", dennoch ist die Show kurzweilig, spannend, es geht um die Zutaten und Gerichte und um die Faszination in so wenigen Minuten drei hervorragende Teller abzuliefern. Richard Rauch legt sogar noch eine Schippe drauf: Er bereitet ein viertes Gericht (Aubergine mit Ricottacreme und Radicchio) zu und setzt damit die Jury in Erstaunen. Das lässt sich Sarpong nicht gefallen und zaubert in zwei Minuten ebenso einen vierten Gang: eine Mascarponecreme mit Erdbeeren.

Und wer gewinnt das Battle und erhält das Siegesmesser? Die Entscheidung fällt Mälzer und Raue nicht einfach, beide haben große Leistung gezeigt, am Ende gewinnt aber Richard Rauch, der den Truthahn besser als Sarpong ausgearbeitet hat .

"Knife Fight Club" ist die coolere "Küchenschlacht", gewissermaßen der Enkel des angestaubten Kochformats im ZDF. Der Look ist modern, der Sound ist es auch. Vox ist mit der zweiten genialen Kochsendung mittlerweile Vorreiter für kulinarische Shows im deutschen Fernsehen. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.