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Sechs Festtagsrezepte von Foodbloggern: So beeindrucken Sie an Weihnachten

Sie wissen noch nicht, was Sie dieses Jahr zu Weihnachten zaubern sollen? Wie wäre es mit confierter Ente, Ochsenbäckchen oder Rotweinbirnen? Wir haben die besten Rezepte von Foodbloggern für Sie.

Eine leichte, einladende und doch geschmacklich überraschende Vorspeise gibt es von Amor & Kartoffelsack.

Eine leichte, einladende und doch geschmacklich überraschende Vorspeise gibt es von Amor & Kartoffelsack.

Weihnachten ist Essenszeit - gemeinsam mit Famlie, Freunden oder dem Partner wird in den Küchen geschnippelt, gekocht und gebrutzelt, bis das Weihnachtsmahl fertig ist - dann wird geschlemmt, am Tisch geredet, bis alle glücklich und zufrieden zu Bett gehen. Aber Moment! Sie haben noch keine Idee für Weihnachten und fragen sich, was Sie dieses Jahr kochen sollen? Sie wollen weg vom traditionellen Raclette, Fondue oder Kartoffelsalat mit Würstchen? Dann haben wir für Sie sechs grandiose Rezepte von Foodbloggern, mit denen Sie alle Gäste umhauen werden.

Zum einen könnten Sie die spannende Kombination von Schwarzwurzeln und Aprikose von Amor & Kartoffelsack zubereiten - oder Sie confieren eine Ente - und verschenken Sie zugleich. Arthurs Tochter hat ein passendes Rezept für Sie. Wenn Sie etwas experimenteller werden möchten, probieren Sie es doch einmal mit Ochsenbäckchen und Orangenpolenta von Highfoodality. Für alle Vegetarier gibt es auch eine köstliche Variante - Spritzkartoffeln mit Burgunder-Champignons - mit Liebe und Leidenschaft von Herrn Grün zubereitet. Das Menü runden Rotweinbirnen von Claudio (Anonyme Köche) und die Spekulatiuscreme von Gourmet Guerilla ab. Egal für was Sie sich entscheiden, wir wünschen Ihnen ein frohes, genüssliches Weihnachtsfest!

Schwarzwurzel trifft Aprikose - von Amor & Kartoffelsack

Als Starter im Rahmen eines Weihnachtsmenüs ist dieses Gericht eine leichte, einladende und doch geschmacklich überraschende Alternative. Schwarzwurzelstangel treffen auf einen Wildkräuterbouquet mit Pumpernickel-Bröseln, gelierten Aprikosenwürfelchen und Granatapfelkernen. Das Ganze befindet sich an einer sehr spannenden Soße aus getrockneten Aprikosen und weihnachtlich-winterlichen Gewürzen.
Schwarzwurzel, auch "Spargel des Winters" genannt, wird so oft verkannt. Im Gemüseladen ist es ein kleines Stänglein voll mit dreckiger Erde, auch beim Schälen hat sie ihre Eigenheiten, doch eigentlich ist sie eine wunderbare Diva. Sie verwöhnt einen mit ihrem zarten und bodenständigen Geschmack, wenn man ein paar Kleinigkeiten (wirklich kein Hexenwerk!!!) beachtet.
Lasst Euch nicht von den vielen Einzelkomponenten abschrecken. Es ist nichts Schwieriges darunter. Die Mengenangaben sind für 4 Personen gedacht. Ihr braucht einen Pürierstab, einen Schneebesen, sonstiges normales Kochzubehör und ganz wichtig: Einmalhandschuhe!

Zutaten für verknusperte Pumpernickel-Brösel

  • 100 g Pumpernickel (oder anderes Schwarzbrot), klein zerbröselt
  • 2 EL Butter oder Magarine
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 TL Rohrohrzucker

Zubereitung

1. In einer Pfanne die Butter schmelzen


2. Zucker und Zimt hinzufügen


3. Klein gebröselten Pumpernickel kurz darin anbraten, dass er schön crunchig wird

Zutaten für die gelierten Aprikosenwürfelchen

  • 1 EL Aprikosenmarmelade
  • 5 – 7 getrocknete Aprikosen (je nach Größe), in kleine Würfelchen geschnitten

Zubereitung

1. Aprikosenwürfelchen in der Pfanne anbraten


2. Marmelade hinzugeben und gleich aus der Pfanne in eine kleine Schüssel schütten

Zutaten für die Aprikosen-Safran-Creme

  • 20 g Butter (oder Magarine)
  • 20 g Dinkelmehl
  • 250 g Mandelmilch (oder normale Milch)
  • 50 g Ziegenfrischkäse (oder normaler Frischkäse)
  • 1 kleine Prise Messerspitze Nelke, gemahlen
  • 1 g Safranfäden
  • Je 1 Prise Salz und Pfeffer
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1 TL Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 5 – 7 getrocknete Aprikosen (je nach Größe), klein gewürfelt

Zubereitung

1. Butter in einem Topf schmelzen


2. Dinkelmehl hinzugeben und gut mit einem Schneebesen durchrühren, ca. zwei bis drei Minuten bei hoher Herdstufe


3. In drei Schritten die Mandelmilch hinzuschütten und jeweils gut umrühren. Die Flüssigkeit soll schön dicklich werden


4. Alle anderen Zutaten hinzugeben und auf mittlerer Stufe ca. 10 Minuten einkochen lassen, oft durchrühren


5. Mit einem Pürierstab pürieren

Zutaten für den (Wild-)Kräutervariation

  • ca. 150 g Kräutermischung oder besondere Salate gemischt
  • 6 EL Weißweinessig
  • 2 EL Rapsöl
  • je 1 Prise Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

1. Salat zurecht zupfen, putzen und trocknen


2. Der Salat wird erst vor dem Anrichten mit der Flüssigkeit vermengt. Er soll nicht wie Salat in Flüssigkeit ertrinken, sondern nur leicht aromatisiert werden. Also gut durchmengen – am besten mit den Händen

Zutaten für die Schwarzwurzeln

  • pro Person drei Stängel
  • 1 Biozitrone, in Scheiben geschnitten
  • 1 EL Salz
  • 1 TL Zucker

Zubereitung

1. In eine Schüssel mit großem Durchmesser (je nach Länge der Schwarzwurzelstangen) kaltes Wasser geben und 90% der in Scheiben geschnittenen Bio-Zitrone


2. In einen Topf mit ähnlich großem Durchmesser Wasser erhitzen mit 1 EL Salz und 1 TL Zucker und dem Rest der Zitrone


3. Handschuhe anziehen, Schwarzwurzeln unter kaltem Wasser abspülen, etwas die Erdreste entfernen


4. Schwarzwurzel unter fließendem Wasser schälen und sofort in das Zitronen-Wasserbad legen


5. Wenn dies mit allen Stängeln geschehen ist, die Stängel ca. 12 – 15 Minuten im Topf weich kochen(Gabelprobe hilft dabei)


6. Aus dem Wasser holen und gleich anrichten

Anrichten

1. Zunächst etwas von der Soße auf dem Teller verteilen


2. Schwarzwurzelstängel (3 pro Person) darauf legen


3. Eine Handvoll aromatisierten Salat anrichten


4. Etwas von den Aprikosenwürfelchen darüber verteilen (ca. 1 TL pro Teller)


5. Zerkrümeltes Pumpernickel über alles streuen


6. Sehr gut passen auch ein paar Granatapfelkerne

Haben Sie schon einmal Ochsenbäckchen gegessen? Dann wird es höchste Zeit! Orangenpolenta dazu - köstlich! Highfoodality verrät das Rezept.

Haben Sie schon einmal Ochsenbäckchen gegessen? Dann wird es höchste Zeit! Orangenpolenta dazu - köstlich! Highfoodality verrät das Rezept.

Ochsenbäckchen mit Orangenpolenta von Highfoodality

Die Ochsenbäckchen mit Orangenpolenta sind ein sehr leckeres Schmorgericht, das
bestens geeignet ist, Gästen Freude zu bereiten. Gerade für Weihnachten lässt sich
das Gericht gut vorbereiten und ohne Stress finalisieren.
Die Ochsenbäckchen werden zunächst pariert, zusammengebunden, kurz
angebraten und dann mit allerlei Gemüse, Rotwein und Rinderfond mehrere
Stunden im Ofen geschmort, bis das Fleisch mürbe ist und nur mit einer Gabel
zertrennt werden kann. Die Bäckchen zergehen förmlich auf der Zunge.
Zu den Bäckchen gibt es neben einer leckeren Rotweinsauce eine winterliche
Orangen-Polenta, für die eine klassische Polenta mit Orangenschalen aromatisiert
wird. Ihre Gäste werden begeistert sein!


Dauer: 24 Stunden Marinierzeit, 45 Minuten Zubereitung, 4 Stunden Schmorzeit


Benötigt: Schmortopf, Küchengarn

Zutaten für 4 Personen

  • 3-­4 Ochsenbacken
  • 1L Rotwein
  • 500 ml Rinderfond
  • 2 Markknochen
  • 3 Karotten
  • 1/4 Sellerie
  • 1/2 Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 3 EL dunkle Sojasauce
  • 8 Pfefferkörner
  • etwas Butterschmalz
  • 50 g kalte Butter
  • Salz, Pfeffer

Zutaten für Polenta

  • etwa 200 ml Rinderfond
  • 100 g Butter
  • 300 g Polenta
  • 1 Orange
  • 4 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll
  • Petersilie
  • etwas heißes Wasser
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Am Vortag die Ochsenbäckchen in den Rotwein legen, die Pfefferkörner zugeben und mindestens 24 Stunden
marinieren.


2. Die Karotten, den Sellerie und den Lauch putzen und grob hacken. Die Zwiebeln mit Schale vierteln. Den Knoblauch häuten und zerdrücken.


3 Die Ochsenbäckchen aus dem Rotwein nehmen (Den Rotwein nicht wegschütten!) und mit etwas Küchengarn zusammenbinden. Dann in etwas Butterschmalz in einem Bräter zusammen mit den Markknochen rundherum
anbraten. Entnehmen und das Gemüse im Bratensatz mit etwas frischem Butterschmalz anbraten. Mit Sojasauce ablöschen, reduzieren lassen. Mit Rotwein ablöschen, reduzieren lassen. Vorgang insgesamt dreimal
wiederholen, dann den restlichen Rotwein und die Rinderbrühe angießen. Aufkochen und die Petersilie zugeben. Dann für mindestens 4 Stunden bei 140°C Ober- und Unterhitze in den Ofen geben.


4. Für die Polenta die Schalotten und den Knoblauch fein hacken und anschwitzen und den Rinderfond zugeben.
Die Schale der Orange abreiben und zugeben. Die Orange auspressen und den Saft zum Rinderfond geben. Die
Petersilie fein hacken.


5. Die Ochsenbäckchen aus dem Ofen holen und die Soße durch ein Sieb passieren. Bäckchen warm halten und
die Sauce in einer Kasserolle reduzieren, bis diese eindickt (Das dauert eine Weile), dann mit kalter Butter montieren und ggf. abschmecken.


6. Die Polenta unterrühren. Die Masse sollte schön cremig sein – ggf. also mit etwas heißem Wasser nachgießen.
Butter zugeben und alles quellen lassen, immer wieder umrühren, bis die Konsistenz passt. Abschmecken.


7. Die Ochsenbäckchen vom Küchengarn befreien, aufschneiden und mit Polenta und Sauce servieren.


Tipp: Dazu passt ein frischer Feldsalat!

Confierte Entenkeule ist an Sanftheit kaum zu überbieten - und das beste daran: Es ist ein wunderbares Geschenk aus der Küche.

Confierte Entenkeule ist an Sanftheit kaum zu überbieten - und das beste daran: Es ist ein wunderbares Geschenk aus der Küche.

Confierte Entenkeule, Grünkohl, karamellisierte Kartoffeln von Arthurs Tochter

Eine der traditionellsten Methoden zur Haltbarmachung von Fleisch ist Confieren, das Garen und Lagern von vorzugsweise Ente und Gans im eigenen Fett (Schmalz). Und ganz ehrlich - ist der Genuss eines Cassoulets, des traditonellen Eintopfes aus der Region Languedoc im Süden Frankreis, ohne eine confierte Entenkeule überhaupt vorstellbar? Nicht wirklich. Losgelöst von praktischer Vorratshaltung erfreut sich auch das Confieren von Fisch und anderen Meeresfrüchten immer größerer Beliebtheit. Diese Methode ist an Sanftheit kaum zu überbieten, schonend wird bei Niedrigtemperatur gegart, gesunde Inhaltsstoffe bleiben erhalten, Oxydation durch Sauerstoffeinschuss und damit verbundene Farbveränderungen des Gargutes werden komplett unterbunden.

Gleichzeitig führt das anschließende Lagern im Schmalz zu einer Vertiefung des Eigengeschmacks von Enten- und Gänsekeulen, das heißt, was in Zeiten ohne Kühlschränke zur Haltbarmachung und Vorratshaltung diente, kann heute ungehemmt aus rein kulinarischen Gründen eingesetzt werden und somit das Praktische dem Hedonistischen weichen. Beginnen Sie also eine gute Woche vor dem geplanten Einsatz der confierten Entenkeule mit deren Zubereitung.

Zutaten für 4 Personen

  • 4 frische Barbarie-Entenkeulen (Die Keulen der weiblichen Tiere sind kleiner und völlig ausreichend)
  • 2 EL grobes Meersalz
  • 500 g Enten-, ersatzweise Gänseschmalz
  • 1 Handvoll frische Thymianzweige
Das flüssige Entenschmalz wird über die Entenkeulen gegossen, mit Thymian belegt und in den Ofen geschoben.

Das flüssige Entenschmalz wird über die Entenkeulen gegossen, mit Thymian belegt und in den Ofen geschoben.

8 Tage vorher

Entbeinen Sie die Keulen. Dazu legen sie die Keule mit der Oberseite auf ein Brett und ertasten sich die beiden Längsknochen in Unter- und Oberkeule. Auf diesen setzen Sie mit einem Ausbeinmesser einen langen Schnitt bis auf die Knochen und schieben das Fleisch dort ein wenig zur Seite. Anschließend fahren Sie mit dem Messer unter die Knochen und lösen so auch auf der Oberseite der Keule das Fleisch ab. Entfernen Sie anschließend mit einem kräftigen Ruck die dicken weißen Sehen aus dem Fleisch, dabei hilft eine Zange aus dem heimischen Werkzeugkasten. Legen Sie die Keulen in eine ofenfeste Form und bestreuen Sie sie mit dem Meersalz.

Erwärmen Sie das Entenschmalz auf dem Herd, bis es flüssig ist und gießen Sie es anschließend über die Entenkeulen. Legen Sie den Thymian obenauf und stellen Sie die Form bei 90°C Unter-Oberhitze für 3,5 Stunden in den Ofen. Die Keulen sollten vollständig vom Schmalz umschlossen sein.

Am Ende der Garzeit nehmen Sie die Form aus dem Ofen und füllen die Keulen samt des flüssigen Schmalzes ggfs. in ein entsprechendes (Steingut)Gefäß zu Lagerung um. Achten Sie jetzt besonders darauf, dass die Keulen vollständig vom Schmalz bedeckt sind. Am besten lässt sich das im erkalteten Zustand kontrollieren. Gießen Sie eventuell später noch etwas Schmalz an, wenn ein vorwitziger Zipfel Entenhaut heraussteht.

Die Keulen sind vom Schmalz umschlossen und so für mehrere Wochen haltbar gemacht.

Die Keulen sind vom Schmalz umschlossen und so für mehrere Wochen haltbar gemacht.

Decken Sie das Confit ab und lagern Sie es kühl, z. B. im Keller. Bei ausreichendem Platz kann es natürlich auch im Kühlschrank stehen. So vom Schmalz umschlossen können Sie das Confit über mehrere Woche aufbewahren.

Übrigens eignet sich ein Entenconfit hervorragend als "Geschenk aus der Küche".

Am Tag des Essens

Erwärmen Sie das Confit ganz sanft, bis der Schmalz sich verflüssigt. Heben Sie die Keulen sehr vorsichtig mit einem breiten Schöpflöffel heraus, sie sind so butterzart, dass sie schnell auseinanderfallen. Tupfen Sie sie sanft mit einem Küchenkrepp ab und entfernen Sie eventuelle Thymianzweige.

Legen Sie die Keulen auf ein Ofenblech mit Backpapier und schieben Sie sie für ca. 15 Minuten bei 220°C unter den Ofengrill. Jetzt brutzeln die Keulen auf, ihr Fleisch wird warm und die Haut bekommt einen Crunch, als würden Sie in frisch gebackenen Blätterteig beißen. Mit keinem anderen Verfahren gelingt Ihnen eine solch crosse Entenhaut bei gleichzeitiger Zartheit und Saftigkeit des Fleisches, versprochen. Das überschüssige Fett läuft landet dabei praktischerweise auf dem Papier und nicht auf Ihrer Hüfte.

Heben Sie das übrige Schmalz unbedingt auf. Es eignet sich hervorragend als Brotaufstrich oder Bratfett wie z. B. für den Grünkohl.

Grünkohl

  • 1 kg frischer Grünkohl
  • 2 EL des Schmalzes vom Entenconfit
  • 1 Prise Haushaltsnatron
  • 250 ml Geflügelbrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle, frisch geriebene Muskatnuss
  • etwas Dijonsenf

Entfernen Sie die dicken Rippen der Grünkohlblätter. Hacken Sie den Grünkohl anschließend in nicht zu feine Stücke. Erwärmen Sie den Schmalz und dünsten Sie den Grünkohl darin rundherum an. Geben Sie das Natron hinzu, es sorgt dafür, dass der Grünkohl etwas schneller gart und die Farbe besser hält. Gießen Sie die Brühe hinzu und köcheln Sie den Grünkohl sanft für ca. 60 Minuten. Er sollte am Ende noch etwas Biss haben. Schmecken Sie ihn mit den Gewürzen ab, Verwegene schmuggeln zum Garen noch eine Kümmel-Mettwurst oder ein Stück Geselchtes hinein, beide können am nächsten Tag mit eventuellen Kohlresten gegessen werden.

Karamellisierte Kartoffeln

  • 750 g kleine Kartoffeln, festkochend
  • 1 EL Muscovadozucker, ersatzweise brauner Rohrzucker oder Puderzucker
  • 1,5 EL Butter (möglichst Süßrahm)
  • Salz

Kochen Sie die Kartoffeln in der Schale, lassen Sie sie ausdampfen und pellen Sie sie, solange sie noch warm sind. (Die Schale löst sich dann leichter)
Schmelzen Sie den Zucker mit der Butter in einer großen Pfanne und schwenken Sie die Kartoffeln darin, bis sie eine goldgelbe Kruste bekommen, salzen Sie währendessen.

Fertigstellung

Richten Sie den Grünkohl auf den Tellern an, legen Sie jeweils eine knusprige Entenkeule und Kartoffeln dazu. Lauschen Sie auf das Knusperkrachen der Haut am Tisch, weitere Geräusche, außer vielleicht kleine Laute des Entzückens, werden Sie am Tisch nicht mehr hören.

Getränketipp: Wir trinken dazu gerne einen weißen Côtes-du-Rhône.

Vegetarisch, köstlich, gut: Falls Sie Vegetarier in der Familie haben, beeindrucken Sie mit Spritzkartoffeln und Burgunder-Champignons.

Vegetarisch, köstlich, gut: Falls Sie Vegetarier in der Familie haben, beeindrucken Sie mit Spritzkartoffeln und Burgunder-Champignons.

Spritzkartoffeln mit Burgunder-Champignons von Herrn Grün

"Herr Grün, kochen Sie doch etwas Einfaches. Einfach und raffiniert. Dann haben
Sie mehr Zeit, bei uns am Tisch zu sitzen. Das wäre schön." Professor Caprese
hatte recht.
Ich saß da, dachte nach und plötzlich konnte ich alles sehen, riechen und
schmecken: Zerstampfte Kartoffeln, gebuttert und gewürzt, werden später im
Backofen zu gespritzten Krönchen. Geviertelte Schalotten dünste ich in Butter an,
werfe ihnen Champignons in die Arme. Kurze Zeit des Kennenlernens. Pfeffern. Die
Leidenschaft mit Rotwein befeuern. Mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas
einkochen lassen. Die Wogen mit Mehlbutter glätten. Die Sauce mit Blattpetersilie
beruhigen. Geruchsfäden umströmen meine Gedanken. Der Plan scheint perfekt.
Herr Grün wünscht Ihnen schöne und genussvolle Weihnachten!

Zutaten für 2 Personen

Spritzkartoffeln

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 30 g Butter
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • frisch geriebener Muskat

Zubereitung Spritzkartoffeln

Die Kartoffeln in der Schale weichkochen. Etwas abkühlen lassen, dann pellen
und sehr fein zerstampfen. Die Butter dazugeben und gut vermischen. Mit Salz,
Pfeffer und frisch geriebenem Muskat abschmecken. Alles wieder gut vermengen
und zur Seite stellen.

Burgunder Champignons

  • 6 Schalotten
  • 300 g rosé Champignons
  • 150 ml kräftiger Rotwein mit wenig Säure
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 30 g Butter zum Andünsten
  • 10 g Butter für die Mehlbutter
  • 1 TL Mehl
  • 1 Handvoll Blattpetersilie
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung Burgunder-Champignons

10 g Butter mit 1 TL Mehl von Hand verkneten (Mehlbutter) und in den
Kühlschrank stellen.
Die Schalotten schälen und vierteln. Die Champignons waschen und halbieren.
Die Schalotten in der Butter hellbraun andünsten. Dann die Champignons
dazugeben und mittelbraun anbraten. Etwas pfeffern. Dann mit dem Rotwein
ablöschen. Das Ganze etwas einkochen lassen. Dann die Gemüsebrühe
dazugießen und ebenfalls etwas einkochen lassen. Die kalte Mehlbutter
dazugeben, kurz aufkochen lassen, umrühren und vom Herd nehmen. Eine
Handvoll klein gehackte Blattpetersilie dazugeben und umrühren.
Die Sauce nun eine Stunde durchziehen lassen. Kurz bevor die Spritzkartoffeln
fertig sind, noch einmal aufkochen. Eventuell noch einen Schuss Rotwein
dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Finish

Einen Spritzbeutel oder eine kleine Tüte, bei der Sie die Ecke abgeschnitten
haben, mit der Kartoffelmasse füllen. Wie Plätzchen auf ein mit Backpapier
ausgelegtes Backblech spritzen und bei 200 Grad Umluft auf der mittleren Schiene
circa 10 bis 15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind.
Nun die Spritzkartoffeln herausnehmen, auf die Teller setzen und die Burgunder-
Champignons dazugeben.
Dazu passt gut ein knackiger Feldsalat.

Auf italienisch heißt dieses Gericht: pere sciroppate al vino. Die Rotweinbirnen klingen nicht nur verlockend, sie sind es auch.

Auf italienisch heißt dieses Gericht: pere sciroppate al vino. Die Rotweinbirnen klingen nicht nur verlockend, sie sind es auch.

Rotweinbirnen von den Anonymen Köchen

Claudio von den Anonymen Köchen verrät uns sein Lieblingsrezept für Rotweinbirnen aus seinem neuen Kochbuch Italien vegetarisch – übrigens ein prima Geschenk für Weihnachten.

Etwas vom Besten und Kultiviertesten, das man mit Birnen anstellen kann.
Eine Nachspeise, die Frucht, Süße und einen Hauch Herbes sehr schön ausbalanciert - Rotweinbirnen oder pere sciroppate al vino.

Zutaten für 4 Personen

  • 4 Birnen, z.B. Vereinsdechantbirne, Martin Sec, Kaiser Alexander, Abate oder Conference
  • 500 ml Rotwein (z.B. Merlot)
  • 1 Gewürznelke
  • 1⁄2 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • je 1 fingerlanges Stück Bio-Zitronen- und -Orangenschale
  • 100 g Zucker

Zubereitung

Einen Topf auswählen, in dem die Birnen eng aneinander aufrecht stehen können.
Alle Zutaten bis auf die Birnen aufkochen. Birnen mit einem Sparschäler schälen, Stiel dranlassen.
Birnen zugedeckt ca. 45 Minuten im Weinsud weichkochen, sie müssen dabei nicht vollständig mit Sud bedeckt sein. Herausheben und auskühlen lassen.
Flüssigkeit sirupartig einkochen und Gewürze entfernen. Birnen gleichmäßig mit dem Sirup übergießen.
Zum Servieren Birnen der Länge nach aufschneiden, Kerngehäuse entfernen und Birnenhälften auf einem Sirupspiegel anrichten.

Dazu passt sehr gut Zimteis!

Köstliche Nachspeise, für alle, die nicht gerne in der Küche stehen - und trotzdem die Gäste beeindrucken wollen.

Köstliche Nachspeise, für alle, die nicht gerne in der Küche stehen - und trotzdem die Gäste beeindrucken wollen.

Spekulatiuscreme von Gourmet Guerilla

Schraubt Ihr auch noch voller Panik an Eurem Menü für die Festtage und fragt Euch die ganze Zeit, wie Ihr das alles eigentlich jemals schaffen sollt? Keine Sorge – zumindest die Dessertfrage ist jetzt vom Tisch. Ich habe hier nämlich einen großartigen Nachtisch für Euch, der nicht nur herrlich weihnachtlich schmeckt, sondern auch in knapp 10 Minuten fertig ist. Praktischerweise kann er auch schon einen Tag im voraus zubereitet und im Kühlschrank gelagert werden. Serviert das Weihnachtsdessert in hübschen Portionsgläsern – das macht auch optisch gleich einiges her. Da könnt Ihr dann lieber ganz viel Zeit in die angemessene Tischdeko investieren (irgendwie will man es doch für die Familie immer besonders hübsch machen – aus der Nummer kommt man einfach nicht raus).

Und so geht's für 4 Gläser

250 ml Sahne halbsteif schlagen. 250 g Magerquark mit 1/2 TL gemahlener Vanille, 1/2 TL Zimt, 1 EL Zucker (oder mehr nach Geschmack) und der abgeriebenen Schale von je 1 unbehandelten Orange und Zitrone cremig rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Sahne unter den Quark heben und kühl stellen.

150 g Spekulatius in 1 Gefrierbeutel geben, oben gut verschließen und die Kekse mit einem Nudelholz oder einem Kartoffelstampfer zerkrümeln.

Die Quarkcreme mit den Spekulatiusbröseln abwechselnd in die Gläser schichten. Bis zum Servieren im Kühlschrank lagern.

Tipp: Das Dessert kann einige Stunden oder auch einen Tag im voraus zubereitet werden. Direkt aus dem Kühlschrank servieren. Wenn Ihr die Creme noch üppiger haben wollt, verwendet Mascarpone anstatt Sahne.

dsw
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.