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Social Media Laut Studie: Vor dem Essen Fotos von der Speise zu schießen, kann dick machen

Frau macht Foto von ihrem Essen im Restaurant
Viele junge Menschen schießen vorm Essen ein Bild von ihrem Gericht, um es auf Social Media mit den Followern zu teilen
© filadendron / Getty Images
Schon lange legen Studien nahe, dass Essen besser schmeckt, wenn man vorher ein Foto davon geschossen hat, das man in den sozialen Netzwerken teilen möchte. Doch nun gibt es neue Erkenntnisse: Vorm Essen Fotos zu schießen, kann dick machen.

Ein Großteil der jungen Erwachsenen, die schick Essen gehen, machen ein Foto oder Video von ihrem Essen und teilen es auf Social Media. Die Folge: Unglaublich viele Essens-Beiträge auf Plattformen wie Instagram und in den meisten Fällen kaltes Essen im Restaurant.

Doch das sind nicht die einzigen Folgen: Wie eine Studie der Forscher:innen der Georgia Southern University in den USA nun herausfand, schmeckt fotografiertes Essen beim Verzehr nicht nur besser, der Wunsch nach einem Nachschlag wird ebenfalls größer. Fotos vom Essen zu machen, könnte demnach einen negativen Effekt auf die Figur haben.

Fotos von Käsecrackern

Für die Studie teilten die Forscher:innen 145 Student:innen in zwei Gruppen ein. Beide Gruppern erhielten Teller mit Käsecrackern. Nur die Größe der Portionen variierte innerhalb der Gruppen. Die erste Gruppe wurde jedoch vor dem Essen dazu aufgefordert einmal innezuhalten und ein Foto von den Crackern zu machen. Die zweite Gruppe konnte das Gebäck sofort genießen.

Unmittelbar nach dem Verzehr wurden die Freiwilligen gebeten, zu bewerten, wie gut sie die Cracker fanden und ob sie mehr davon wollten. Die Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die Fotos von den Crackern machten, in Bezug auf Genuss und den Wunsch nach Nachschlag höhere Angaben machten. Ihnen hatten die Cracker demnach besser geschmeckt und sie hatten größeres Interesse an weiteren Crackern.

Mehr Lust auf Essen nach dem Foto

Die Forscher:innen zogen einen Zusammenhang mit den Fotos: Das Fotografieren scheine die Art und Weise zu verändern, wie das Gehirn Lebensmittel wahrnehme, und erhöhe das Verlangen nach größeren Portionen. So lag – das hatten auch schon frühere Studien herausgefunden – der Fokus im Gehirn nach dem Fotografieren mehr auf Geruch und Geschmack des Essens.

"Erinnerungen an Lebensmittel und die Aufzeichnung des Verzehrs können beeinflussen, wie viel wir essen", deuten die Forscher:innen. Der Wunsch nach mehr war bei den Teilnehmer:innen am größten, die statt zwölf nur sechs Cracker erhalten und ein Foto von diesen gemacht hatten.  Demnach solle besonders vorsichtig sein, wer abnehmen möchte und sich daher eher kleinere Portionen auffüllt. Fotos sollten hier Tabu sein, um das Verlangen nach einem Nachschlag nicht noch zu vergrößern.

Quellen: "Appetite" / "DailyMail"

eli

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