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Spaghetti-Klassiker: Mirácoli streicht eine traditionelle Zutat - und das ist noch nicht alles

Mirácoli-Fans müssen jetzt ganz tapfer sein. Denn der US-Konzern Mars Food hat klammheimlich das Tütchen Parmesan aus dem beliebten Pastapaket verschwinden lassen. Und das ist noch nicht alles.

Miracoli auf Sparkurs - kein Parmesan, weniger Tomatensauce

Spaghetti mit Tomatensauce und geriebenem Parmesan. Das Topping müssen sich Mirácoli-Fans zukünftig selbst dazu kaufen. (Symbolbild)

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In den Regalen vieler Studenten ist der kulinarische Baukasten aus dem Hause "Mars Food" auch heute noch die Nummer 1. Ein halbes Pfund rohe Spaghetti, eine kleine Tüte Tomatensauce, eine Würzmischung - und: ein Päckchen Parmesan. Schon seit den 1980er Jahren ist Mirácoli mit seinen Spaghetti der Klassiker unter den (halbfertigen) Pastagerichten. Der Werbespot aus dem Jahr 1987 ist ein Kleinod der TV-Geschichte. "Mirácoli ist fertig!", verkündet darin eine Mutter. Ihr Mann und die beiden Kinder lassen sich das nicht zwei Mal sagen und stürmen zum Mittagessen. Während das Essen der Nachbarin für verhaltene Begeisterung sorgt. Wenig begeistert werden auch all jene sein, die demnächst ein Päckchen Spaghetti von Mirácoli öffnen. Denn Hersteller Mars hat klammheimlich den Parmesan aus der Packung verschwinden lassen.

Kein Krümelkäse, weniger Sauce und Gewürze

Die Verbraucherzentrale Hamburg ist der Schummelaktion vor ein paar Tagen auf die Schliche gekommen. Demnach fehlt in der neu gestalteten Verpackung aber nicht nur der Krümelkäse. Auch an der Würzmischung und der Tomatensauce wurde bei dem italienischen Klassiker gespart. Statt wie bisher 117 Gramm sollen jetzt 110 Gramm reichen, um die Spaghetti mit Sauce zu verfeinern. Auf seiner Website bezieht Mars Stellung. "Unsere Konsumenten hatten ein gespaltenes Verhältnis zum Pamesello-Käse, der in unseren Pasta-Gerichten enthalten war", heißt es dort.

Warum man darauf erst nach mehr als 30 Jahren reagiert, bleibt offen. Ab sofort könne jeder Kunde selbst entscheiden, ob er Käse zu seinem Pastagericht essen möchte, so Mars weiter. Zudem beuge man damit unnötigem Wegschmeißen vor. Und tatsächlich scheint der Mirácoli-Parmesan nicht jedermanns Sache gewesen zu sein. Der habe ohnehin geschmeckt wie Sägemehl, schreibt ein User auf der Facebookseite der Verbraucherzentrale Hamburg. Ansonsten gehen die Meinungen der Netzgemeinde weit auseinander. 

„Mirácoli ist fertig!“. Doch das stimmt nun nicht mehr richtig. 😯 Der Hersteller von Mirácoli hat nämlich klammheimlich...

Gepostet von Verbraucherzentrale Hamburg am Montag, 15. April 2019

"Das Beste an der ganzen Packung - RIP"

Ein User freut sich darüber, dass Mirácoli damit endlich vegan ist. Ein anderer verkündet, dass Mirácoli für ihn nun kein Original mehr ist und er es deshalb nicht mehr kaufen werde. Ein weiterer Kommentar eines Pamesello-Fans schließt mit "RIP". Im Gedenken an Karl Lagerfelds Jogginghosen-Theorie behauptet ein User kühn: "Wer Miracoli isst, trägt auch Jogginghosen". Viele plädieren dafür, die Tomatensauce selbst zu kochen statt Halb-Fertig-Gerichte zu kaufen. Denn "Selbermachen rockt".

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Quellen: Verbraucherzentrale Hamburg; Yahoo! Finanzen