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16 Silvester-Tipps: Den Kater muss man pflegen - nicht bekämpfen!

Zu viel Alkohol ist schädlich - das steht außer Frage. Zu wenig aber auch, zumindest für die Party. Wir geben 16 Tipps, wie Sie es krachen lassen und trotzdem kein schlechtes Gewissen haben müssen.

Von Christoph Fröhlich, Katharina Grimm & Carsten Heidböhmer

Prost Neujahr!

Prost Neujahr!

Unbedingt an die frische Luft gehen, auch wenn man kaum geradeaus laufen kann! Immer brav ein Glas Wasser trinken! Und Bier, Wein oder Schnaps nicht einmal ansehen! Das Internet quillt über mit gut gemeinten, aber völlig lebensfremden Ratschlägen zur Vermeidung eines Brummschädels nach der Silvesterparty. Denn besteht der Sinn einer Jahresabschluss-Feier nicht genau darin: es noch einmal richtig ordentlich krachen zu lassen? Mit mehr Sekt als Selters? Eben. Wir geben deshalb 16 (nicht ganz ernstgemeinte) Tipps, wie Sie sicher einen tollen Abend erleben und am nächsten Tag ohne schlechtes Gewissen im Bett liegen bleiben können - mit der Gewissheit, es wenigstens versucht zu haben.

Vor der Party

  • Sie brauchen zunächst eine gute, fettige Grundlage. Starten Sie die Sauftour mit einem großen Glas Erdnuss-Öl. Oder sechs Löffeln Schmalz. Da sind die Geschmäcker ja verschieden.
  • Bauen Sie vor: Gehen Sie schon vor der Feier stundenlang spazieren, um ihren Frischluftbedarf für die nächsten Tage zu decken. Dann können Sie am 1.1. entspannt liegen bleiben.
  • Und hören Sie auf, sich schon vor der Party einen Kopf zu machen. Den haben Sie am nächsten Morgen sowieso.

Auf der Party

  • Essen Sie nach jedem Kurzen einen Rollmops, um den Salznachschub zu sichern. Bei einem doppelten Wodka nehmen Sie einen Doppelmops.
  • Schmeißen Sie eine Tablette Magnesium in den süßen Sekt. Soll ja helfen, das Zeug. Und außerdem blubbert die zuckrige Brühe dann wieder ordentlich. Das Auge trinkt schließlich mit.
  • Lassen Sie um Himmels Willen das letzte Bier stehen. Das ist meistens schlecht. Trinken Sie dafür lieber mehrere vorletzte Biere.
  • Aspirin pur braucht kein Mensch. Verstecken Sie stattdessen die Tabletten in Ihrem Berliner. Das ergibt nebenbei noch ein heiteres Suchspiel.
  • Und wenn Aspirin: dann auf Eis! Cheers!
  • Experten raten: Trinken Sie saubere, klare Alkoholika. Gut, hier kommt unser Vorschlag: Gin-Gin on the Sekt-Rocks (Ist ja Silvester, gell?). Dafür mischen Sie einfach ein Drittel Gin mit zwei Drittel Gin und versenken in diesem klaren und wahrlich reinen Drink Sekt-Eiswürfel, die Sie schon am Vortag vorbereitet haben. Und wieder: Cheers!
  • Brauner Alkohol soll dagegen schädlich sein. Ob es hilft, seinen Brandy mit Wodka oder Korn zu strecken, ist bislang nicht bekannt. Wir empfehlen: Einfach mal ausprobieren.
  • Wasser trinken? No Way! Das Magenvolumen wird doch so von Wasser gefüllt. Sie rennen pausenlos aufs Klo. Und weniger Schnaps passt rein. Das nervt. Wenn Wasser, packen Sie mehr Eiswürfel in ihren Drink. Punkt.


Nach der Party

  • Dass ein Konter-Bier gegen den Kater helfen soll, ist ein Mythos, den die Wissenschaft längst enttarnt hat. Dagegen ist nichts Negatives über den Konter-Wein bekannt.
  • Angeblich sollen kalte Duschen helfen. Wir dagegen empfehlen: Hören Sie auf Ihren Körper. Braucht der wirklich eiskaltes Wasser - oder nicht lieber eine warme Decke und einen Fernseher?
  • Schalten Sie den Fernseher ein und schauen Sie Wiederholungen von "Frauentausch". Das bringt den Körper schneller auf Trab als es jeder Spaziergang könnte. Versoffene Akademiker schwören an solchen Tagen auf Guido Knopps Hitler-Dokus. Laufen übrigens in der Endlosschleife auf ZDF-Info.
  • In der Theorie entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit. In der Praxis können wir nur raten: Nach dem Aufstehen am besten eine ganze Kanne auf ex. Bloß keinen Tee: Der signalisiert dem Körper, dass er krank ist. Ein ganz falsches Signal an dieser Stelle.
  • Befreien Sie sich von psychologischen Zwängen. Wer sagt denn bitte schön, dass man etwas von diesem Neujahr mitbekommen muss? Im Zweifel hat man einen Tag länger Ruhe vor nervigen Vorsätzen, die man sternhagelvoll beschlossen hat (mehr Sport, nicht mehr rauchen, mehr Zeit mit den Kindern …).


Ultimativer Tipp

Es hilft alles nichts: Wer die ganze Nacht verschiedene Schnäpse, Bier, Wein, Sektchen (Eiswürfel!) und Likör in sich rein schüttet, dem wird es am Morgen mies gehen. Richtig mies. Also muss alles raus. Schnellster Weg: Das Rückwärts-Frühstück. Da werden Sie auch viele alte Bekannte des Abends wiederfinden: Rollmöpse, Gin-Gin, Aspirin, schäumend in Berlinerresten und eine Lache Erdnuss-Öl (oder Schmalz, ganz nach Geschmack). Ob Sie zu viel getrunken haben, merken Sie übrigens spätestens dann, wenn Sie den Heimweg auf Knien antreten. In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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