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Schutz vor Feuerwerk: So kommt Ihr Auto sicher durch die Silvesternacht

In der Silvesternacht fliegt jede Menge Feuerwerk durch die Luft. Den Luxus einer Garage können sich die Wenigsten leisten. Wir sagen Ihnen, wie Ihr Auto dennoch möglichst sicher ins neue Jahr kommt.

Silvesterböller können bei falscher Verwendung erhebliche Schäden anrichten

Silvesterböller können bei falscher Verwendung erhebliche Schäden anrichten

Viele feiern den Jahreswechsel mit Feuerwerk. Durch die Luft fliegende Böllerreste können dem Lack in der Regel zwar nichts anhaben. Anders sieht das Ganze jedoch bei Missbrauch des Feuerwerks aus. Böller fliegen unter Autos, Raketen werden in Richtung von Fahrzeugen abgefeuert oder Motorhauben als Zündstelle für Fontänen genutzt.

Dabei kann einiges passieren. Der Lack kann beschädigt werden, brennbare Materialien wie Gummidichtungen, Reifen oder Plastikschürzen können schmelzen oder sogar Feuer fangen und Scheiben können springen. Wir sagen Ihnen, wie man das Risiko minimieren kann und wer im Schadensfall bezahlt.

Parkplatzwahl

An oberster Stelle bei der Prävention steht die richtige Parkplatzwahl. Eine Garage ist natürlich das Non-Plus-Ultra, haben aber natürlich die wenigsten. Alternativ sollten Sie in etwas geschützten Bereichen parken, unter Bäumen, direkt neben Büschen.

Ansonsten bieten auch Plastikhüllen oder Foliengaragen entsprechend mehr Schutz – wenngleich letztere mindestens ein paar hundert Euro kosten. Als günstige Alternative könnte eine alte Decke herhalten. Grundsätzlich sollten Sie in der Silvesternacht abseits beliebter Pfade parken, um damit umherziehendes Knallervolk zu meiden.

Spuren beseitigen

Sollte Feuerwerk auf Ihrem Fahrzeug gelandet sein, erkennen Sie das meist an einer schwarz-braunen Verfärbung auf dem Lack. Diese Schmauchspuren lassen sich mit einer guten Lackpolitur rückstandslos beseitigen. Dabei sollten Sie zwei Dinge beachten: Verarbeiten Sie die Politur nicht bei zu niedrigen Temperaturen, ansonsten lässt sie sich nur schwer ausreiben. Verwenden Sie nur explizit dafür vorgesehene Mittel. Verdünnungen, scharfe Reinigungsmittel oder Werkzeuge richten meist mehr Schaden an, als sie beheben.

Bei Schmauchspuren auf Kunststoffteilen sollte auch ein spezieller Kunststoffreiniger verwendet werden. Kleinere Kratzer im Lack können mit einem Kratzer-Entferner behandelt werden. Bei sehr tiefen Kratzern oder verbrannten Lackschichten hilft nur noch der Gang zur Werkstatt.

Wer bei Schäden zahlt

Bei ernsteren Schäden wie tiefen Lackkratzern, Dellen, Brandlöchern in Kunststoffteilen oder gesprungenen Scheiben müssen Profis die Reparatur übernehmen. Wer für die Kosten aufkommen muss, ist klar geregelt. Kann man den Absender des Feuerwerkskörpers ermitteln, muss dieser logischerweise für Schäden haften. Doch meist bemerkt man die Schäden erst am Neujahrsmorgen, wenn vom "Täter" bereits jede Spur fehlt.

Entstehen die Schäden am Auto durch umherfliegendes Feuerwerk, gerät das Fahrzeug gar dadurch in Brand - was sehr selten der Fall ist – oder geht die Frontscheibe zu Bruch, greift die Teilkaskoversicherung. Diese deckt Brand-, Explosionsschäden und Glasbruch ab. Anders sieht das bei mutwilliger Zerstörung am Auto aus. Waren Vandalen am Werk, greift die Vollkaskoversicherung.

Finn Rütten
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.