VG-Wort Pixel

Ube-Eis Kann lila Eis Sünde sein? Die süße Versuchung von den Philipinnen ganz einfach selbst gemacht!

Ube-Eis
Geschmacksrichtung Yamswurzel: Ube-Eis sieht nicht nur chic aus.
© happy_lark / Getty Images
Zum Sommer gehört das Speiseeis wie die Streifen aufs Zebra. Der Eis-Hit "Ube" von den Philippinen sieht nicht nur chic aus, er wird auch aus einem Superfood gemacht.

Sengende Hitze und kein laues Lüftchen in Sicht. Wenn der Sommer richtig zuschlägt, hilft nur eins: Eis, Eis und noch mehr Eis. Allein mit den Klassikern Vanille, Schoko und Erdbeere lässt sich inzwischen kaum jemand mehr an die Eisbude locken. Die Geschmackskreationen, die in den Szene-Läden der Welt in der Waffel landen, sind so kreativ wie experimentell. Die Eismacher*innen liefern sich einen regelrechten Wettstreit darum, wer die abgefahrenste neue Sorte kreiert und scheuen sich auch nicht davor, dabei tief in die Trickkiste zu greifen. In ist, was möglichst extravagant ist. Die Kombinationen sind mitunter nicht jedermanns und jederfraus Sache und stellen die Liebhaber*innen von Traditionseis vor Herausforderungen. So schmeckt die Süßspeise mitunter nach Gänseleber oder Oktopus, karamellisierter Zwiebel, Blauschimmelkäse oder Brezel. 

Nicht ganz so geschmacklich herausfordernd ist Ube-Eis. Die süße Versuchung in Knall-Lila trägt den Geschmack der Yamswurzel in sich. Die philippinische Köstlichkeit ist auch bei uns angekommen und löste einen wahren Hype aus, weil sie auf natürliche Weise eine intensive Lilafärbung in die Lebensmittel bringt. Ube schmeckt leicht nussig und kommt der Süßkartoffel sehr nah, kann aber auch Anleihen von weißer Schokolade oder Kokos haben. Die  lilane Knolle ist, man möchte es bei solcher Farbenpracht kaum glauben, außerdem ein Superfood. In der Wurzel stecken viele Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe. Sie besteht zu 90 Prozent aus Kohlenhydraten, Fett findet sich hingegen kaum in ihr. Ube ist ein einfaches Wurzelgemüse, das zubereitet werden kann wie Süßkartoffel oder Maniok. Top-Optik und auch noch gesund - längst ist Ube ein Star in der Food-Szene. 

Ube-Eiscreme ohne Maschine selbst machen

Die violette Sommererfrischung kann man ganz einfach herstellen, dafür ist nicht einmal eine Eismaschine notwendig. Allerdings dauert es natürlich ein paar Stunden, bevor das Eis auch tatsächlich Eis ist. Am besten bereitet man es am Vorabend vor und lässt es über Nacht frieren.

Einkaufsliste

480 ml Milch
480 ml Sahne
1 Dose Kondensmilch
115 g Ube-Pulver
115 g Zucker
1 EL Butter
2 TL Ube-Extrakt

Zubereitung von Ube-Eis

Milch, Ube-Pulver, Butter und Zucker in einem Kochtopf verrühren und bei niedriger Temperatur zum Kochen bringen. Ab und zu umrühren und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Dabei dickt das Gemisch zu einer Art Paste an. Einen Teelöffel Ube-Extrakt unterrühren, den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Danach etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Die abgekühlte Mischung,  Kondensmilch und einen zweiten Teelöffel Ube-Extrakt in einer Schüssel verrühren, bis die Farbe heller und gleichmäßig ist. Danach die Schlagsahne steif schlagen - am besten gelingt das in einer vorgekühlten Schüssel. Ist sie steif, entnehmen Sie davon etwa ein Drittel der Sahne und heben diese unter die vorbereitete Ube-Mischung. In der Folge den Rest der Sahne vorsichtig unterheben.

Sobald die Masse gleichmäßig ist, kann sie in einen Behälter gefüllt werden. Wichtig dabei ist, dass Sie darauf achten, dass keine Luftlöcher in der Melasse sind. Es hilft, den Behälter mehrmals vorsichtig auf einen festen Untergrund zu klopfen, damit sich die Mischung absetzen kann. Am Schluss das Ganze mit einer Folie abdecken. Diese an der Oberfläche der Masse andrücken. Die Ube-Mischung muss danach für etwa sechs Stunden frieren, bevor sie als Eis verzehrfertig ist.

tpo

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker