Justiz
Kind auf Parkplatz angefahren: Mordprozess muss Motiv klären

Die Anteilnahme nach dem tödlichen Vorfall war groß. (Archivbild) Foto: Marijan Murat/dpa
Die Anteilnahme nach dem tödlichen Vorfall war groß. (Archivbild) Foto
© Marijan Murat/dpa
Nach dem Tod eines Zwölfjährigen auf einem Supermarkt-Parkplatz beginnt der Mordprozess. Das Gericht will klären, was an jenem Tag geschah – und vor allem auch, wie es so weit kommen konnte.

Nach dem Tod eines Jungen auf einem Supermarkt-Parkplatz in Niedernhall (Hohenlohekreis) steht ein damals 18-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Er soll den zwölf Jahre alten Jungen im vergangenen Sommer überfahren und getötet haben - mit Absicht, wie die Staatsanwaltschaft glaubt. Bislang äußert sich der junge Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. Das Landgericht Heilbronn hat elf Prozesstage eingeplant.

Der Deutsche soll den Jungen am 11. September nach einem Streit auf dem Parkplatz absichtlich mit seinem Auto verfolgt und angefahren haben. Das Kind war mit dem Fahrrad unterwegs und starb noch vor Ort, sein Freund und Begleiter blieb unverletzt. Ende Januar wurde Anklage wegen Mordverdachts erhoben; Angaben zu einem Motiv macht die Staatsanwaltschaft bislang nicht.

dpa