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News von heute Wegen Belästigungsvorwürfen: New Yorks Gouverneur Cuomo tritt zurück

Ein älterer Weißer Mann in Anzug und Krawatte schaut starr geradeaus und schein sich ein wenig auf die Lippen zu beißen
Andrew Cuomo, Gouverneur des US-Bundesstaates New York, hat seinen Rücktritt erklärt (Archivbild vom März 2021)
© Seth Wenig/Pool AP / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

20.18 Uhr: Berliner Zoo ist nach deutlichem Besucherrückgang in Schwierigkeiten

Der Berliner Zoo ist wegen des erheblichen Besucherrückgangs während der Corona-Pandemie in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Kaum zu reduzierenden Kosten etwa für das Futter und die Pflege der Tiere und Anlagen stehen deutlich geringere Einnahmen gegenüber. Nun soll das Land Berlin helfen, der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses will sich am Mittwoch mit dem Thema befassen. Wie die "Berliner Morgenpost" (Dienstag) berichtete, geht es um 16,5 Millionen Euro, die coronabedingte Einnahmeverluste ausgleichen sollen.

20.15 Uhr: Taliban erobern mit Pul-i-Kumri weitere afghanische Provinzhauptstadt

Die radikalislamischen Taliban haben Pul-i-Kumri und damit eine weitere afghanische Provinzhauptstadt erobert. Wie der Abgeordnete Mamoor Ahmadsai und ein Armeeoffizier mitteilten, nahmen die Islamisten die 200 Kilometer nördlich von Kabul gelegene Hauptstadt der Provinz Baghlan nach kurzen Gefechten ein. Pul-i-Kumri ist die achte Provinzhauptstadt, die binnen weniger Tage an die Taliban fiel.

Nach etwa zweistündigen Kämpfen seien die afghanischen Soldaten besiegt gewesen und hätten sich zurückgezogen, sagte Ahmadsai der Nachrichtenagentur AFP. Auf dem zentralen Platz der Stadt und im Büro des Gouverneurs hätten die Taliban ihre Flagge gehisst. 

19.30 Uhr: Nationalkonservative Koalition in Polen zerbrochen

Die von der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) angeführte Regierungskoalition in Polen ist zerbrochen. Einer der beiden Juniorpartner der PiS verkündete am Dienstag seinen Rückzug aus dem Bündnis. Die Partei Verständigung reagierte damit auf die Entscheidung von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, deren Vorsitzenden Jaroslaw Gowin als Vize-Regierungschef abzuberufen.

19.21 Uhr: US-Senat verabschiedet Bidens gewaltiges Infrastrukturpaket

Das gewaltige Infrastrukturpaket von US-Präsident Joe Biden hat die vorletzte Hürde genommen: Der US-Senat hat dem hunderte Milliarden Dollar schweren Vorhaben zugestimmt. Das Gesetz, das in der Kammer nur eine einfache Mehrheit benötigte, wurde auch von mehreren Republikanern unterstützt. Das Paket sieht Gesamtausgaben von mehr als einer Billion Dollar vor und muss nun noch vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden. Bei der Abstimmung im Oberhaus votierten 69 Senatoren für Bidens Infrastrukturplan, 30 stimmten dagegen. Damit unterstützte etwa ein Drittel der republikanischen Senatoren das vom Weißen Haus als "historisch" bezeichnete Maßnahmenpaket des demokratischen Präsidenten.

18.40 Uhr: Wiederaufbau nach Unwetter kann laut Laschet schnell beginnen

Der Wiederaufbau in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten kann nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit dem 30 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaupaket schnell beginnen. "Häuser und Städte werden wieder aufgebaut", sagte Laschet am Dienstagabend nach der Online-Konferenz mit seinen Amtskollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

"Und wer mit dem Wiederaufbau anfängt, braucht nicht auf einen Bewilligungsbescheid warten, braucht nicht darauf zu warten, dass die Gesetze beschlossen werden, sondern mit der heutigen Konferenz ist diese Zusagen auch noch einmal bestätigt worden", unterstrich der Regierungschef. Jeder einzelne könne beim Wiederaufbau auf die Solidarität der Gemeinschaft setzen. Laschet dankte dem Bund und vor allem den anderen Ländern, die zu diesem großen Schritt bereit gewesen seien.

18.16 Uhr: New Yorks Gouverneur Cuomo tritt wegen Belästigungsvorwürfen zurück

Der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, tritt wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurück. Der 63 Jahre alte Politiker kündigte am Dienstag an, sein Amt innerhalb der nächsten 14 Tage niederzulegen. Cuomo, der im Lauf seiner Karriere auch als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegolten hatte, zog damit die Konsequenzen aus Vorwürfen mehrerer Frauen. Zuvor hatten neben den Republikanern auch Politiker seiner eigenen Partei, darunter Präsident Joe Biden, seinen Rücktritt gefordert.

Cuomo war vergangene Woche auch durch eine offizielle Untersuchung belastet worden, weist aber bis heute die Vorwürfe zurück. In einem Video kündigte er nun jedoch seinen Rücktritt an. "Ich liebe New York und ich würde nie auf irgendeine Art und Weise nicht hilfreich sein wollen", sagte er. "Und die beste Art und Weise, mit der ich jetzt helfen kann, ist zur Seite zu treten und die Regierung wieder zum Regieren zurückkehren zu lassen." Der demokratische Politiker war seit 2011 im Amt. Erst vor zwei Jahren wurde er wiedergewählt.

18.00 Uhr: US-Senat verabschiedet gewaltiges Infrastrukturpaket

Der US-Senat hat dem hunderte Milliarden Dollar schweren Infrastrukturpaket von Präsident Joe Biden zugestimmt. Das Gesetz, das in der Kammer nur eine einfache Mehrheit benötigte, wurde auch von mehreren Republikanern unterstützt. Das vom Weißen Haus als "historisch" bezeichnete Infrastrukturpaket muss nun noch vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden. Dort werden längere Verhandlungen erwartet, da es in der Kammer in den Reihen von Bidens Demokraten Unstimmigkeiten über das Vorhaben gibt.

Das Gesetz sieht neue Staatsausgaben in Höhe von rund 550 Milliarden Dollar (rund 470 Milliarden Euro) für Verkehrswege, Internet und Projekte zur Bewältigung der Klimakrise vor. Insgesamt umfasst das Paket 1,2 Billionen Dollar – dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Spaniens im vergangenen Jahr.

17.50 Uhr: Flutschäden in Rheinland-Pfalz kosten 15 Milliarden Euro

Die Schäden in den Hochwassergebieten von Rheinland-Pfalz werden nach Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf 15 Milliarden Euro geschätzt. Der von Bund und Ländern beschlossenen Aufbaufonds von insgesamt 30 Milliarden Euro sei ein "großer Solidarakt des Bundes und aller Bundesländer", sagte die SPD-Politikerin nach den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. Die Menschen in der Katastrophenregion müssten sich keine Sorgen machen, dass sie vergessen würden, sagte Dreyer weiter. "Das ist ein Wort."

17.48 Uhr: Vulkan Ätna auf Sizilien gewachsen

Der Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien ist nach Dutzenden Ausbrüchen in diesem Jahr gewachsen. Über Jahrzehnte galt der Krater auf der Nordost-Seite als Gipfel des Vulkans, nun liegt der Südost-Krater höher, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Dienstag mitteilte. Die Experten hatten Satellitenaufnahmen vom 13. und 25. Juli ausgewertet. Den höchsten Punkt des Ätna maßen sie bei 3357 Meter über dem Meeresspiegel. Es gebe jedoch eine Toleranz von plus oder minus drei Metern.

Seit Mitte Februar spukt der Ätna immer wieder glühend heiße Lava und Asche. Ungefähr 50 Ausbrüche verzeichnete das INGV nach eigenen Angaben seitdem. Am Südost-Krater hätten sich dadurch Lava und Gesteinsmaterial abgelagert und den Berg wachsen lassen. Der "große Bruder" auf der Nordost-Seite sei dagegen am Rand über die Jahre eingestürzt und deshalb kleiner geworden.

17.46 Uhr: Belarus wirft Westen vor, Lukaschenko stürzen zu wollen

Angesichts neuer internationaler Sanktionen hat die belarussische Führung westlichen Regierungen Bestrebungen zum Sturz von Machthaber Alexander Lukaschenko vorgeworfen. Der Westen wolle "einen Machtwechsel in Belarus" und untergrabe die Souveränität des Landes, erklärte das belarussische Außenministerium. Minsks westliche "Widersacher" versteckten sich hinter der "heuchlerischen" Behauptung, "Menschenrechte und Demokratie zu schützen", seien aber in Wahrheit von "kalter geopolitischer Berechnung" geleitet.

Minsk werde die jüngsten von den USA, Großbritannien und Kanada verhängten Sanktionen gegen Belarus sorgfältig prüfen und "angemessene Vergeltungsmaßnahmen ergreifen", hieß es weiter. 

News von heute: Wegen Belästigungsvorwürfen: New Yorks Gouverneur Cuomo tritt zurück

17.43 Uhr: Leiche vermisster Britin in den Pyreneän gefunden

Monate nach dem Verschwinden einer britischen Wanderin in den Pyrenäen hat ihr Lebensgefährte die sterblichen Überreste der 37-Jährigen entdeckt. Der 38-Jährige habe in der gebirgigen spanisch-französischen Grenzregion auch Teile ihrer Ausrüstung gefunden, teilte die britische Organisation LBT Global, die bei der Suche nach Vermissten hilft, mit. In der Nähe waren vor zwei Wochen bereits menschliche Knochen gesehen worden. Spezialisten würden nun versuchen, die Leiche in dem Gebiet Port de la Gléré zu bergen. "Zu diesem Zeitpunkt ist ein Unfall die wahrscheinlichste Theorie, auch angesichts des Fundorts und anderer Hinweise", hieß es. Die 37-Jährige war zuletzt am 22. November 2020 gesehen worden, als sie zu einer Solo-Wanderung aufbrach.

17.39 Uhr: Kampf mit Polizei nach Festnahme wegen Missbrauchsverdacht

Die Festnahme eines 22-jährigen Mannes im oberbayerischen Miesbach hat zu einer Konfrontation mit Steinwürfen und Schlagstockschlägen zwischen dessen Großfamilie und der Polizei geführt. Der Mann war am Montag wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Auch dieses Kind gehört demnach zu der Großfamilie. Der Mann, der den Angaben nach zu den Vorwürfen befragt wurde, verbrachte die Nacht nach seiner Festnahme bei der Polizei. Am Dienstagvormittag seien dann rund 25 seiner Familienmitglieder vor der Dienststelle aufgetaucht und hätten hinein gewollt, sagte ein Polizeisprecher. Eine verbale Lösung sei gescheitert.

17.36 Uhr: Salz wegen möglicher Glassplitter zurückgerufen

Weil sich Glassplitter im Salz befinden könnten, ruft der Hersteller bestimmte Beutel "Aquasale Grobes Meersalz 1 kg" zurück. Betroffen seien Produkte mit der Identifikationsnummer GTIN 40 01475 11263 8 und den Chargennummer 21081 bis 21143, teilte die Südwestdeutsche Salzwerke AG aus Heilbronn über das Portal lebensmittelwarnung.de mit. Hintergrund ist demnach, dass im Betrieb eines Vorlieferanten eine Lampe zu Bruch gegangen sei. Verkauft wird das Salz in weiten Teilen Deutschlands. Kundinnen und Kunden können die vom Rückruf betroffenen Produkte den Angaben nach in den jeweiligen Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Geöffneter, voller Kühlschrank

17.28 Uhr: Russischer Regionalpolitiker erschießt Mann

Ein Regionalpolitiker hat im äußersten Osten Russlands laut eigener Aussage versehentlich einen Menschen erschossen. Er habe in der Abenddämmerung einen Bären auf einer Müllhalde vertreiben wollen, sagte der Abgeordnete der gesetzgebenden Versammlung der Halbinsel Kamtschatka Staatsagentur Ria Nowosti zufolge. Er habe demnach erst später erfahren, dass er dabei wohl einen 30-Jährigen angeschossen habe, der später in einem Krankenhaus gestorben sei. Der Politiker der Kremlpartei Geeintes Russland wurde dem Bericht zufolge festgenommen. Die Partei setzte seine Mitgliedschaft zunächst aus.

17.16 Uhr: Bund und Länder einigen sich auf neue Corona-Maßnahmen

Die kostenlosen Corona-Bürgertests werden am 11. Oktober abgeschafft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen, dass die Getesteten die Kosten dann selbst tragen müssen. Gratistests soll es aber weiter für Menschen geben, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt – "insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren", wie es in dem Papier heißt.

Außerdem beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz eine neue Testpflicht für Ungeimpfte. Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, muss ab dem 23. August für Veranstaltungen in Innenräumen einen negativen Coronatest vorlegen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Schüler. Merkel sagte, es werde nun angesichts steigender Infektionszahlen bei allen Ungeimpften voll auf das Testen gesetzt.

17.11 Uhr: SPD zieht umstrittenen Wahlspot zurück

Die SPD packt ein umstrittenes Wahlkampfvideo gegen die Union offenbar in den Giftschrank. "Der Kampagnenleiter hat mir berichtet, dass der Spot nicht genutzt wird", sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Union hatte sich heftig über den Werbefilm beklagt. In dem Spot wurden mehrere Unionspolitiker als ineinander gesteckte Matroschka-Puppen gezeigt. Zu sehen war unter anderem eine Puppe mit dem Konterfei von Nathanael Liminski – er ist Staatskanzleichef des NRW-Ministerpräsidenten und Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU).

Die Stimme sagte in dem Spot zu Liminski, wer Laschet wähle, wähle "erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist". Dies spielt auf eine lange zurückliegende Äußerung des bekennenden Katholiken Liminski an. Scholz trat dem Vorwurf entgegen, mit dem Spot würden religiöse Bekenntnisse für den Wahlkampf missbraucht. Die Lesart stimme nicht, "die SPD tritt immer für eine offene und tolerante Gesellschaft ein", sagte Scholz. Auf die Frage, warum seine Partei vor einem Christen wegen seines Glaubens warne, sagte Scholz: "Das tut niemand. Unser Land und auch ich sind vom christlichen Glauben geprägt."

16.34 Uhr: Ärztegewerkschaft kritisiert derzeitige Impfkampagne

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die laufende staatliche Impfkampagne kritisiert und eine neue gefordert, um das Impftempo zu erhöhen. "Die Werbekampagne zur Corona-Schutzimpfung geht an vielen Ungeimpften vorbei", sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Slogan "Ärmel hoch!" sei vielleicht am Beginn der Kampagne sinnvoll gewesen, jetzt jedoch erweise er sich "immer mehr als Rohrkrepierer", zitiert das Blatt die Gewerkschaftschefin.

Laut Johna ist eine zielgruppengerechte Ansprache nötig, die auch jüngere Menschen erreicht, die in den sozialen Medien unterwegs seien. Die Impf-Aufklärung müsse sehr viel einfallsreicher und überzeugender sein und dabei die ganze
Breite der Medien umfassen.

16.28 Uhr: Mars ruft Eiscreme zurück

Weil eine Zutat mit Spuren des krebserregenden Ethylenoxid verunreinigt war, ruft der Lebensmittelhersteller Mars einzelne Chargen Eiscreme der Marken Snickers, Bounty, Twix und M&M's zurück. Mars hatte sich nach eigenen Angaben zunächst gegen einen Rückruf entschieden, hat dies nun aber geändert. Dem Unternehmen zufolge sind die Konzentrationen von Ethylenoxid nur sehr gering, auch weil die betroffene Zutat Johannisbrotkernmehl nur in kleinen Mengen eingesetzt worden sei. Betroffene Verbraucher sollen sich mit Produktdaten und Fotos von Verpackung und Mindesthaltbarkeitsdatum an den Verbraucherservice von Mars wenden.

16.26 Uhr: Drei Viertel der erwachsenen Briten vollständig geimpft

In Großbritannien sind mittlerweile drei Viertel der Erwachsenen vollständig gegen Corona geimpft. Premierminister Boris Johnson bezeichnete den Meilenstein auf Twitter als "riesigen nationalen Erfolg", auf den man stolz sein solle. Knapp 90 Prozent der erwachsenen Briten haben eine erste Impfdosis erhalten. Lange Zeit hatte Großbritannien mit seiner Impfkampagne die Nase weit vorn. Mittlerweile haben jedoch viele europäische Länder aufgeholt. In den jüngeren Altersgruppen stockt mittlerweile auch die Impfbereitschaft im Vereinigten Königreich.

16.15 Uhr: Weitere Brände in Süditalien – Nationalpark warnt vor Katastrophe

In Teilen Süditaliens breiten sich neue Waldbrände aus. In Zomaro im kalabrischen Nationalpark Aspromonte wurden weitere Feuer gemeldet. Die Flammen seien bis auf einen Kilometer vor einen der wichtigsten Schätze der Artenvielfalt im Park vorgerückt, teilte der Präsident des Parco Nazionale Aspromonte, Leo Autelitano, am Nachmittag mit. Die anderen Feuer in dem Park breiteten sich weiter aus oder flammten wieder auf. "Wir brauchen dringend Flugzeuge an allen Fronten, sonst wird der ganze Park in einer beispiellosen Katastrophe verbrannt sein", sagte Autelitano weiter.

Der Park ist wegen seiner Landschaft und Lage unter den Global Geoparks der UN-Kulturbehörde Unesco gelistet. Auf einem Video war zu sehen, wie dichter Rauch an einem bewaldeten Hang aufstieg und sich Flammen durch die Vegetation fraßen. Die Feuerwehr meldete, in der Gegend um San Luca im Westen des Parks mit zwei Löschflugzeugen im Einsatz zu sein. Dort bargen die Rettungskräfte Ende der vergangenen Woche zwei Tote nach einem Brand auf einem Bauernhof.

15.39 Uhr: Erneut Evakuierung auf Euböa – 873 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Norden der Insel Euböa wüten weiterhin Waldbrände. Am Mittag wurden die Bewohner der Ortschaften Istiaia und Asmini per Not-SMS aufgerufen, ihre Dörfer zu verlassen. Es seien 873 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter zahlreiche internationale Helfer, teilte die Feuerwehr mit. Aus der Luft wurden die Flammen von 14 Löschhubschraubern bekämpft. Sie kamen unter anderem aus Serbien, der Schweiz und Ägypten.

Der griechische Zivilschutzchef Nikos Chardalias gab derweil am Mittag teilweise Entwarnung. Zwar gebe es nach wie vor viele Brände, aber sie seien aktuell alle von Rettungskräften eingekreist und könnten sich deshalb nicht ausbreiten, sagte er.

15.30 Uhr: Migranten an Belarus-Grenze – Lettland ruft Notstand aus

Wegen Hunderter illegaler Migranten an der Grenze zu Belarus hat Lettland in Teilen des Landes den Notstand ausgerufen. Er gilt bis zum 10. November für mehrere Regionen im Südosten und Süden des Landes in der Nähe zu Belarus. Das beschloss die Regierung in der Hauptstadt Riga. Der Agentur BNS zufolge wird der Grenzschutz damit ermächtigt, illegal aus dem Nachbarland Belarus eingereiste Migranten zurückzuschicken – notfalls auch mit Gewalt. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat in der Vergangenheit offen damit gedroht, als Reaktion auf die gegen sein Land verhängten EU-Sanktionen Menschen aus Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder Syrien über die Grenze zu lassen. 

15.18 Uhr: Weitere Provinzhauptstadt im Westen Afghanistans fällt an die Taliban

Die radikalislamischen Taliban haben nach übereinstimmenden Berichten eine weitere Provinzhauptstadt in Afghanistan erobert. Die Stadt Farah in der gleichnahmigen Provinz im Westen des Landes sei an die Taliban gefallen, meldeten die Extremisten ebenso wie ein Provinzabgeordneter. "Heute Nachmittag sind die Taliban nach kurzen Kämpfen mit den Sicherheitskräften in die Stadt Farah eingedrungen", sagte Schala Abubar, Mitglied im Provinzrat von Farah, der Nachrichtenagentur AFP. "Sie haben den Gouverneurssitz und das Polizeipräsidium übernommen. Die Sicherheitskräfte haben sich in Richtung eines Armee-Stützpunkts zurückgezogen."

15.07 Uhr: Putin ordnet verstärkten Einsatz gegen Waldbrände in Sibirien an

Im Kampf gegen die sich weiter ausbreitenden Waldbrände in Sibirien hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen verstärkten Einsatz gegen die Feuer angeordnet. Er wies das Notfallministerium an, die Maßnahmen zur Brandbekämpfung in der besonders betroffenen Region Jakutien in Nordsibirien zu verstärken, wie der Kreml erklärte. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind in der dünn besiedelten Region derzeit mehr als 4200 Feuerwehrleute im Einsatz.

14.20 Uhr: Schwere Brände in Chile zerstören fast 2000 Hektar Wald

Aufgrund großer Trockenheit hat Chile mitten im Winter mit schweren Waldbränden zu kämpfen. Seit Anfang Juli wurden bei 42 Bränden fast 2000 Hektar Wald zerstört, wie die Forstbehörde Conaf mitteilte. "Das ist wirklich eine sehr untypische Saison, in der leider schon Waldbrände ausgebrochen sind. Das ist eine noch nie da gewesene Zahl", zitierte die Zeitung "El Mercurio" die Leiterin der Abteilung für Waldbrandschutz, Aida Baldini. Auf der Südhalbkugel herrscht derzeit Winter. Üblicherweise erreichen die Waldbrände in der Region in den Sommermonaten zwischen November und April ihren Höhepunkt. Grund für die derzeitigen Waldbrände in dem südamerikanischen Land ist nach Angaben der Forstbehörde die extreme Trockenheit.

14.05 Uhr: Zehntausende fliehen innerhalb Afghanistans vor den Taliban

Der Vormarsch der radikalislamischen Taliban hat innerhalb Afghanistans zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Familien flohen aus den kürzlich von der Miliz eroberten Städten in die Hauptstadt Kabul und weitere Großstädte, viele berichteten vom brutalen Vorgehen der Islamisten. In Doha berieten am Dienstag nach Angaben eines AFP-Reporters Vertreter der internationalen Gemeinschaft über die Lage, unter ihnen der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad.

Die radikalislamischen Taliban haben seit Freitag sechs der 34 afghanischen Provinzhauptstädte erobert - fünf davon im Norden des Landes. Ihr größter militärischer Erfolg war die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Kundus, die lange Zeit Bundeswehrstandort war. Seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen im Mai hat die Miliz bereits weite Teile des Landes eingenommen.

13.40 Uhr: Wegen Lokführerstreik fährt nur jeder vierte Fernzug

Wegen des Lokführerstreiks soll am Mittwoch und Donnerstag nur ungefähr jeder vierte geplante Fernzug bei der Deutschen Bahn fahren. Beim Regionalverkehr werde das ebenfalls sehr eingeschränkte Angebot regional sehr stark schwanken, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit.

13.24 Uhr: Bayer erleidet erneute Niederlage in US-Glyphosatverfahren

Im Streit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hat der Bayer-Konzern in den USA erneut eine juristische Niederlage erlitten. Ein Berufungsgericht im kalifornischen San Francisco bestätigte ein Urteil aus dem Jahr 2019 zu Gunsten eines Ehepaares, das seine Krebserkrankung auf die jahrelange Nutzung des Mittels zurückführt. Zugleich erhielt das Gericht aber die Reduzierung der Strafzahlung und Entschädigung von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) auf 86,7 Millionen Dollar aufrecht.

13.15 Uhr: Chlor-Leck bei norwegischem Lachsproduzenten – 96.000 Fische verendet

Wegen eines Lecks in einem Tank sind in einer Lachsfarm in Norwegen etwa 96.000 Fische verendet. 15.000 Liter Chlor seien bei dem Zwischenfall nahe dem Ort Alta in den Altafjord geflossen, der schließlich in den Atlantik mündet, berichtete der norwegische Rundfunk. Die Aktie des Unternehmens Grieg Seafood sackte daraufhin an der Börse in Oslo deutlich ab.

13.06 Uhr: Länder geben mehr als 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder mehr als 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind gut 2,6 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

12.31 Uhr: Inlandstourismus unter Vorkrisenniveau – Hoteliers bangen um die Existenz

Der Tourismus in Deutschland steckt trotz Lockerung der Corona-Beschränkungen weiter tief in der Krise. Zwar stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland im Juni. Vom Vorkrisenniveau sind Hotels, Pensionen und Co. nach Daten des Statistischen Bundesamtes jedoch weit entfernt. Düster fiel auch die Halbjahresbilanz aus. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fürchtet um die Existenz vieler Betriebe. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnte vor einer Abwanderung von Fachkräften aus der Branche.

12.16 Uhr: 26 Organisationen fordern sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan

Angesichts der immer gefährlicher werdenden Lage in Afghanistan haben Amnesty International und 25 weitere Organisationen einen sofortigen Abschiebestopp für abgelehnte Asylbewerber aus Deutschland gefordert. "Auch Deutschland darf die Augen vor der sich immer weiter verschlechternden Lage in Afghanistan nicht verschließen und muss alle Abschiebungen einstellen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die unter anderen Pro Asyl, Brot für die Welt und die Arbeiterwohlfahrt unterzeichnet haben. "Rechtsstaat heißt, dass menschenrechtliche Prinzipien eingehalten werden. Sie dürfen auch nicht in einem Wahlkampf zur Verhandlung gestellt werden."

12.11 Uhr: Sieben Tote bei Waldbränden in Algerien

Bei Waldbränden in Algerien sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Zwei weitere seien zudem schwer verletzt worden, teilte die Zivilschutzbehörde des  nordafrikanischen Landes mit. Die Feuer seien in der Region Tizi Ouzou rund 150 Kilometer  östlich der Hauptstadt Algier ausgebrochen. Häuser seien in Schutt und Asche gelegt worden, berichteten lokale Medien. Insgesamt wüteten derzeit 19 Feuer in 14 Regionen im Osten und Westen des Landes. Aus anderen Regionen gab es zunächst keine Berichte über Tote oder Verletzte. In der Provinz Medea 80 Kilometer westlich von Algier wurden Medienberichten zufolge drei mutmaßliche Brandstifter festgenommen.

11.33 Uhr: Linken-Bundestagsabgeordnete Ingrid Remmers gestorben

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Ingrid Remmers ist tot. Ein Sprecher der Bundestagsfraktion bestätigte in Berlin entsprechende Medienberichte. Zuvor hatte bereits Bundesparteichefin Susanne Hennig-Wellsow auf Twitter erklärt, dass die Linke um Ingrid Remmers trauere: "Bei ihr schlug das Herz hörbar links. Nun hat es aufgehört zu schlagen. Ingrid Remmers ist zu unserem großen Bedauern verstorben." Remmers wurde 56 Jahre alt. Die Verkehrsexpertin saß für den nordrhein-westfälischen Wahlkreis Gelsenkirchen im Bundestag.

11.00 Uhr: Lokführer-Streik im Personenverkehr ab morgen früh

10.48 Uhr: Jugendliche machen zehn Prozent der Bevölkerung aus

In Deutschland gehörten zuletzt 10,1 Prozent der Bevölkerung zur Gruppe der 15- bis 24-Jährigen – das ist ein neuer Tiefststand. "Noch nie seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 waren so wenig Menschen – sowohl absolut als auch anteilig an der Gesamtbevölkerung – in dieser Altersgruppe", teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August mit. Von den 83,2 Millionen Menschen, die demnach zum Jahresende 2020 in Deutschland lebten, waren 8,4 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Im bundesweiten Vergleich war im Jahr 2020 der Anteil der jugendlichen "Generation Z" an der Bevölkerung in Bremen mit 11,1 Prozent am höchsten, gefolgt von Baden-Württemberg mit 10,8 und Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen mit jeweils 10,6 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil der jungen Menschen in Brandenburg (7,9 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,1) und in Mecklenburg-Vorpommern (8,2). Der EU-Schnitt lag etwas höher als in Deutschland, wie die Statistiker weiter mitteilen. Anfang 2020 habe der Anteil der 15- bis 24-Jährigen laut der EU-Statistikbehörde Eurostat bei 10,6 Prozent gelegen.

10.24 Uhr: Bielefelder Polizei nimmt Mutter wegen Kindesmissbrauchs fest

Im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe hat die Polizei eine 32-Jährige wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs ihrer Kinder vorläufig festgenommen. Aus Datenauswertungen in einem Verfahren einer anderen Polizeibehörde hätten sich Hinweise auf Missbrauch von Kindern im Ort Kalletal ergeben, erklärte die Bielefelder Polizei. Gegen die bereits am Mittwoch festgenommene Frau wurde demnach Untersuchungshaft angeordnet. Laut Polizeiangaben wurde für die fünf, acht und elf Jahre alten Kinder eine Unterbringung durch das Jugendamt veranlasst. 

9.29 Uhr: Laschet für kostenpflichtige Tests ab Anfang Oktober

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests ab Anfang Oktober kostenpflichtig zu machen. "Ab heute geht das Signal aus, in acht Wochen, ab Anfang Oktober, wird dann für jeden Test bezahlt werden müssen", sagte Laschet im nordrhein-westfälischen Landtag. Für Menschen, die nicht geimpft werden könnten, müsse es aber weiter kostenlose Tests geben. Um eine vierte Corona-Welle zu brechen, müssten die Tests ausgeweitet werden, sagte der Kanzlerkandidat der Union. Wer geimpft ist, werde von der Testpflicht ausgenommen. "Geimpfte dürfen keine Nachteile haben nur, weil andere vielleicht zu bequem sind, sich impfen zu lassen", sagte Laschet.

9.22 Uhr: Zahl der Firmenpleiten ist weiter gesunken

Der Rückgang der Firmenpleiten hat sich auch nach dem Ende der Corona-Ausnahmeregeln fortgesetzt. Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Mai 1116 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020. Der rückläufige Trend der vergangenen Monate habe somit angehalten. Pleiten gab es vor allem im Baugewerbe und im Handel. Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt eines  Insolvenzgrundes wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Zum 1. Mai gilt die Insolvenzantragspflicht wieder vollumfänglich. Dass die Zahl der Firmenpleiten dennoch gesunken ist, führte die Wiesbadener Behörde unter anderem auf die Bearbeitungszeit bei den Gerichten zurück. Eine Zunahme der Insolvenzen werde sich voraussichtlich erst in späteren Monaten zeigen.

8.39 Uhr: Kostenlose Corona-Tests laut MPK-Chef Müller noch bis Mitte Oktober

Die Menschen in Deutschland können sich nach Erwartung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) noch bis Mitte Oktober kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. "Ich gehe davon aus: Ab Mitte Oktober wird dieses kostenlose Angebot aufgehoben", sagte Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ZDF-"Morgenmagazin" vor den Beratungen der Runde an diesem Dienstag. Als sehr wahrscheinlichen Umstellungstermin nannte Müller den 10. oder 11. Oktober. "Dann hat ab jetzt jeder acht Wochen Zeit, sich impfen zu lassen. Wer dieses Angebot leider nicht in Anspruch nimmt, der muss dann für Tests auch bezahlen." Ausgenommen seien Menschen, die nicht geimpft werden können, Schwangere und Kinder. Beratungsgrundlage der Konferenz seien Antigentests. PCR-Tests nannte Müller "die nächste Eskalationsstufe".

7.57 Uhr: Australien weist Forderung nach ehrgeizigeren Klimazielen zurück

Australien hat ungeachtet des alarmierenden Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC die Forderungen nach ehrgeizigeren CO2-Emissionszielen zurückgewiesen. Der konservative Premierminister Scott Morrison sagte, sein Land unternehme genug im Kampf gegen den Klimawandel, eine Festlegung auf Treibhausgasneutralität lehne er ab. "Australien leistet seinen Beitrag", sagte Morrison. Er werde "keinen Blankoscheck im Namen der Australier unterschreiben für Ziele ohne Plan". Australien steht in der globalen Klimakrise an vorderster Front. Das Land gehört zu den größten Exporteuren von Kohle und Erdgas und ist zugleich Opfer mehrerer durch den Klimawandel verstärkten Umweltkatastrophen. 

7.23 Uhr: Lkw prallt in Linienbus: 29-jährige Frau stirbt, 19 Verletzte

Nach dem schweren Unfall eines Linienbusses mit einer Toten und vielen Verletzten im niedersächsischen Langenhagen wird am Dienstag weiter nach der Unfallursache gesucht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten einige Zeugen gesagt, die Ampel sei zum Unfallzeitpunkt nicht in Betrieb gewesen. Weitere Zeugen machten demnach jedoch andere Angaben. Der Lkw habe an der Kreuzung geradeaus fahren wollen, von rechts sei der Gelenkbus der Linie 380 gekommen, so die Sprecherin. Tödlich verletzt wurde bei dem Unfall in Langenhagen bei Hannover eine 29-jährige Frau, wie am Dienstagmorgen ein Sprecher der Polizei in Hannover sagte. Sie habe im Bus gestanden und sei bei dem Zusammenstoß am Montagabend herausgeschleudert worden. Die Sattelzugmaschine ohne Auflieger sei an einer Kreuzung "offenbar mit voller Wucht" seitlich in den Bus geprallt. 19 Menschen wurden verletzt worden – vier von ihnen schwer. Der 46-jährige schwerverletzte Lkw-Fahrer und der 45-jährige leichtverletzte Busfahrer wurden in ein Krankenhaus gebracht. Unter den verletzten Fahrgästen seien auch vier Kinder, eines sei schwer verletzt und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden.

7.01 Uhr: Von betrunkenem Autofahrer erfasst – Pizzabote stirbt im Krankenhaus

Ein betrunkener Autofahrer hat in Hamburg einen Pizzaboten angefahren und tödlich verletzt. Der 23-Jährige sei in der Nacht zum Dienstag im Krankenhaus gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Der Autofahrer wurde ebenfalls mit Verletzungen in eine Klinik gebracht. Dort werde auch ein Blutalkoholtest gemacht, teilte der Polizeisprecher mit.

Der Führerschein des Mannes sei beschlagnahmt worden. Der 29-Jährige hatte den Pizzaboten am Montagabend mit seinem Auto erfasst, als dieser gerade in seinen Wagen einsteigen wollte. Die Türe des Autos des Pizzaboten wurde weggerissen. Nach dem Unfall auf der Lohbrügger Landstraße geriet der Autofahrer dann in den Gegenverkehr, wo er mit einem weiteren Wagen kollidierte. Sein Auto kippte schließlich auf die Seite. Er und die zwei Insassen des anderen Autos – eine 56-jährige Frau und ein 57-jähriger Mann – wurden leicht verletzt. Ob der Unfallverursacher zu schnell unterwegs war, ist nach Angaben des Polizeisprechers noch zu klären.

6.52 Uhr: Frau auf Reiterhof von Heuballen erschlagen

Eine 35-jährige Frau ist in der Oberpfalz von einem Heuballen getroffen worden und später im Krankenhaus gestorben. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, kam es am Montagnachmittag auf einem Reiterhof in Rötz (Landkreis Cham) zu dem Unfall mit dem 400 Kilogramm schweren Heuballen. Demnach war ein 42-Jähriger gerade dabei, den obersten von vier übereinandergestapelten Heuballen mit einem Lader anzuheben, als der Stapel zusammenstürzte. Dabei wurde die 35-Jährige von einem der Heuballen getroffen. Sie wurde mit schweren Verletzungen und unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus gebracht, wo sie in der Nacht starb.

6.42 Uhr: Australien: Arbeitgeber dürfen Impfstatus der Beschäftigten abfragen

Arbeitgeber in Australien können ihre Beschäftigten ab sofort nach ihrem Corona-Impfstatus fragen. Premierminister Scott Morrison gab die neuen Leitlinien für Unternehmen am Dienstag bekannt - trotz einer Debatte darüber, ob das Datenschutzrecht dies erlaubt. Arbeitgeber hätten durch die neuen Regeln die Möglichkeit, "Angestellte von ihren Aufgaben fernzuhalten, wenn diese mit Kunden zu tun haben oder mit anderen interagieren, und so das Risiko zu verringern, dass diejenigen, die nicht geimpft sind, Covid-19 am Arbeitsplatz verbreiten", so die Zeitung "Sydney Morning Herald". Eine Impfpflicht soll es aber weiter nicht geben, so Morrison. "Das Impfprogramm in Australien ist kostenlos und nicht obligatorisch. Das ist ein sehr wichtiger Grundsatz", betonte der Premier. Trotz steigender Corona-Zahlen in vielen Landesteilen herrscht eine große Impfskepsis. Laut "Our World in Data" sind bislang 18 Prozent der 25 Millionen Australier vollständig geimpft. Das Land lebt seit März 2020 weitgehend abgeschottet. Die Grenzen sind geschlossen.

6.28 Uhr: FBI prüft Veröffentlichung geheimer Dokumente zum 11. September

Die US-Behörden wollen die Veröffentlichung bislang geheimgehaltener Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 prüfen. Wie das FBI am Montag in einem Schreiben an den US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York mitteilte, wolle es bislang geheime Dokumente prüfen, um "zusätzliche zur Veröffentlichung geeignete Informationen" zu finden. Diese sollten "fortlaufend und so schnell wie möglich" offen gelegt werden. Die Ankündigung des FBI kommt vor dem Hintergrund eines seit Jahren andauernden Rechtsstreits, den Hinterbliebene von Opfern der Terroranschläge gegen Saudi-Arabien und andere Staaten führen. Über die Jahre hatten sich verschiedenen US-Regierungen auf das Staatsgeheimnis berufen, um einige Dokumente nicht veröffentlichen zu müssen. Der aktuelle Präsident Joe Biden hatte jedoch erklärt, er begrüße das FBI-Schreiben. Seine Regierung sei bestrebt, ein "Höchstmaß an Transparenz im Rahmen des Gesetzes zu gewährleisten".

6.12 Uhr: US-Millionär Robert Durst sagt in eigenem Mordprozess aus

Im Mordprozess gegen Robert Durst hat der New Yorker Millionär am Montag vor Gericht in Los Angeles in eigener Sache ausgesagt. Der 78-Jährige habe im Rollstuhl gesessen und gebrechlich gewirkt, berichtete die "Los Angeles Times". Durst wird vorgeworfen, im Jahr 2000 seine langjährige Bekannte Susan Berman in Kalifornien getötet zu haben. Die Frage seines Verteidigers, Dick DeGuerin, ob er Berman getötet habe, beantwortete Durst mit "Nein". Er wisse nicht, wer es getan habe, gab er in der Befragung weiter an. Durst habe langatmige Antworten auf Fragen nach seiner Kindheit und über seine erste Begegnung mit Berman in den 1960er Jahren gegeben, berichteten der Sender CNN und andere US-Medien. Die Ankläger hätten gegen die ausschweifenden Darstellungen wiederholt Einspruch eingelegt. 

Der New Yorker Immobilienmagnat Robert Durst
Der New Yorker Immobilienmagnat Robert Durst
© Gary Coronado / DPA

Berman war im Dezember 2000 erschossen in ihrer Wohnung in Los Angeles aufgefunden worden. Sie und Durst kannten sich seit Studienzeiten in den 60er Jahren. Die Anklage argumentiert, dass der Millionär sie aus dem Weg schaffen wollte, weil Berman als mögliche Zeugin im Fall seiner verschwundenen Frau hätte auftreten können.

5.39 Uhr: Prinz Andrew wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Der britische Prinz Andrew ist wegen sexuellem Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA verklagt worden. Das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre gab in der am Montag bei einem Gericht in New York eingereichten Zivilklage an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den Sohn der britischen Königin Elizabeth II. "ausgeliehen" worden zu sein. Sie verlangte nun Schadenersatz von dem Prinzen.

5.38 Uhr: China bestätigt Todesurteil gegen kanadischen Drogenschmuggler

Vor dem Hintergrund der diplomatischen Spannungen zwischen China und Kanada hat ein chinesisches Gericht das Todesurteil gegen einen kanadischen Drogenhändler bestätigt. Das Berufungsgericht in der nordostchinesischen Provinz Liaoning teilte am Dienstag mit, dass die gegen den Kanadier Robert Lloyd Schellenberg im Januar 2019 verhängte Todesstrafe aufrecht erhalten werde. In letzter Instanz muss nun noch Chinas Oberstes Volksgericht das Todesurteil bestätigen. Ursprünglich hatte Schellenberg im November 2018 eine Haftstrafe von 15 Jahren erhalten. Sie wurde aber kurz darauf als zu gering befunden, nachdem in Kanada die Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, festgenommen worden war. Der Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei wird in den USA Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. In Kanada läuft nun ein Verfahren, in dem über die Auslieferung der Geschäftsfrau an die USA entschieden wird. 

4.58 Uhr: Nordkorea warnt Südkorea vor Militärübungen mit den USA

Vor geplanten Sommer-Militärübungen der Streitkräfte der USA und Südkoreas verschärft Nordkorea den Ton. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf den USA eine feindselige Politik und Südkorea "heimtückisches Verhalten" vor. Beide Seiten müssten sich aufgrund ihres Vorgehens auf eine "ernstere Sicherheitsbedrohung" einstellen, wurde die Parteifunktionärin am Dienstag von den Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde seine Fähigkeiten für "einen machtvollen Präventivschlag" erhöhen. Sie deutete an, dass ihr Bruder die Erklärung ermächtigt hat.

Das wegen seines Atomwaffenprogramms weithin isolierte Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten. Seoul und Washington bestreiten das. In den vergangenen Jahren hatten beide Länder den Umfang einiger Übungen auch aus diplomatischen Gründen bereits reduziert.

4.27 Uhr: Amtsenthebungsverfahren gegen New Yorks Gouverneur Cuomo rückt näher

Nachdem eine offizielle Untersuchung Andrew Cuomo der sexuellen Belästigung mehrerer Frauen für schuldig befunden hat, nehmen die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren von New Yorks Gouverneur immer mehr Fahrt auf. "Ich glaube, das wird innerhalb von Wochen abgehandelt werden, nicht Monaten", sagte der Sprecher des Repräsentantenhauses von New York, Carl Heastie, am Montag nach einer Sitzung des zuständigen Justiz-Komitees. Berichte über angebliche Versuche von Cuomo, ein Amtsenthebungsverfahren noch mit einer speziellen Abmachung zu verhindern, wies Heastie zurück. "Ich verhandele keine Abmachungen." Zuvor hatte der Gouverneur beim Kampf um sein politisches Überleben einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: Eine seiner engsten Vertrauten, Beraterin Melissa DeRosa, hatte am Sonntagabend (Ortszeit) in einer schriftlichen Erklärung angekündigt, ihr Amt aufzugeben. Mit dem Weggang der 38-Jährigen verliert der demokratische Politiker eine loyale Mitarbeiterin und wichtige Strategin

3.56 Uhr: WHO: Erster Infektionsfall mit tödlichem Marburg-Virus in Westafrika bestätigt

Im westafrikanischen Staat Guinea haben die Behörden einen Ausbruch des lebensgefährlichen Marburg-Fiebers bekanntgegeben. Wie die Weltgesundheitsorganiation WHO am Montagabend mitteilte, handelt es sich um den bisher ersten Fall überhaupt in Westafrika. Weniger als zwei Monate nach dem Ende eines Ebola-Ausbruchs in dem Staat wurde das hochansteckende Fieber im Süden Guineas in der Präfektur Guéckedou bei einem mittlerweile gestorbenen Patienten entdeckt. Erste Untersuchungen vor Ort wurden vom Institut Pasteur in Senegals Hauptstadt Dakar bestätigt. Die Suche nach Kontaktpersonen des Patienten ist eingeleitet. Erschwert wird das Eindämmen des Ausbruchs durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus.

News von heute: Wegen Belästigungsvorwürfen: New Yorks Gouverneur Cuomo tritt zurück

Ähnlich wie eine Ebola-Infektion führt das durch Fledermäuse übertragene Marburg-Fieber meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen. Es gilt als hochansteckend und wird auf andere Menschen vor allem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Aktuell sind keine antiviralen Medikamente oder Impfungen gegen das Marburg-Virus zugelassen, so die WHO in einer Erklärung.

3.21 Uhr: GDL macht sich bereit für Lokführer-Streiks bei der Bahn

Bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer laufen die Vorbereitungen für Streiks bei der Deutschen Bahn AG. An diesem Dienstag (11.00 Uhr) will die Spartengewerkschaft das Ergebnis ihrer vor sechs Wochen gestarteten Urabstimmung bekanntgeben. Die Hürde von mindestens 75 Prozent Zustimmung für einen Arbeitskampf sollte laut GDL-Chef Claus Weselsky kein Problem sein, weil er mit mehr als 90 Prozent Zustimmung rechnet. Der GDL-Chef hat bewusst offen gelassen, ob bereits an diesem Dienstag Details zu Termin und Umfang der geplanten Streiks genannt werden. Denkbar ist auch eine weitere Frist an die Bahn für ein verbessertes Angebot. Grundsätzlich sieht die GDL aber keine Beschränkungen für Ort oder zeitliche Länge der Streiks. Die Fahrgäste würden aber rechtzeitig informiert, hatte Weselsky am Montag zu Beginn der Auszählung versprochen. Weselsky hatte es zugleich erneut abgelehnt, ohne neues Angebot der Bahn an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wie dies in den vergangenen Wochen mehrfach gefordert worden war. Die GDL will nach seinen Worten eine Nullrunde im laufenden Jahr nicht akzeptieren, verlangt eine deutliche Corona-Prämie und Einkommenssteigerungen von 3,2 Prozent bei 28 Monaten Laufzeit. 

2.36 Uhr: Corona in USA: Texas bittet Krankenhäuser um Aufschub von Eingriffen

Angesichts der jüngsten Corona-Welle hat der US-Bundesstaat Texas alle Krankenhäuser gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben. Damit solle sichergestellt werden, dass alle Covid-Patienten adäquat versorgt werden könnten, erklärte Gouverneur Greg Abbott am Montag in einem Schreiben an den Krankenhausverband. Das Gesundheitsministerium werde sich zudem bemühen, für die Versorgung der Corona-Patienten medizinisches Personal aus anderen Bundesstaaten zu gewinnen, hieß es. Auch soll der Katastrophenschutz wieder Infusionszentren eröffnen, in denen Patienten Blutplasma-Behandlungen bekommen können. Die Lage in Texas hat sich aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus deutlich zugespitzt. In dem Bundesstaat mit 29 Millionen Einwohnern wurden zuletzt im Schnitt pro Tag rund 12.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie Daten der Behörden zeigen. Derzeit werden demnach rund 9000 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Der Republikaner Abbott hat Corona-Auflagen wie eine Maskenpflicht in dem Staat per Verfügung für illegal erklärt. In Texas sind rund 44 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, landesweit liegt die Impfquote bei 50 Prozent.

1.35 Uhr: Geschworenen-Auswahl für Missbrauchsprozess gegen R. Kelly begonnen

In New York hat die Auswahl der Geschworenen für den ersten Missbrauchsprozess gegen R&B-Star R. Kelly begonnen. Der 54-Jährige Musiker erschien am Montag in einem blauen Anzug und äußerlich ungerührt im Gerichtssaal, wo die Befragung der potenziellen Geschworenen stattfand. R. Kelly wird in dem Verfahren unter anderem sexueller Missbrauch Minderjähriger, Entführung und Erpressung in den Jahren 1994 bis 2018 vorgeworfen. Junge Mädchen sind laut der Anklageschrift systematisch "rekrutiert" worden, um mit Kelly Sex zu haben. Dabei sei ihnen eine Geschlechtskrankheit des Musikers verschwiegen worden. Während Kelly auf Tour war, sollen die Opfer in Hotelzimmern eingesperrt worden sein. Ziel sei gewesen, die Mädchen und jungen Frauen zu isolieren und finanziell abhängig zu machen. Insgesamt sollen für den Prozess zwölf Geschworene und sechs Stellvertreter ausgewählt werden. Sie sollen anonym bleiben und werden während des Verfahrens teilweise von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Bundespolizisten werden sie auf dem Weg zum Gericht eskortieren.

0.52 Uhr: Urlauber zum Verlassen des französischen Überseegebiets Martinique aufgefordert

Wegen stark ansteigender Corona-Infektionen haben die Behörden im französischen Überseegebiet Martinique Urlauber aufgefordert, die Karibik-Insel zu verlassen. Wie der Präfekt des Übersee-Départements, Stanislas Cazelles, am Montag verkündete, sollen alle "gefährdeten Touristen" das Urlaubsparadies verlassen. In einer Verschärfung des Lockdowns sollen alle Strände gesperrt und Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelläden geschlossen werden. Hotels und Ferienunterkünfte würden für Urlauber geschlossen und stünden nur noch Geschäftsreisenden und Einheimischen offen. Die Inselbewohner dürfen sich demnach nicht mehr weiter als einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Die Maßnahmen sollen in 15 Tagen überprüft werden, kündigte Cazelles an. Die strengen Regeln würden aufgehoben, "sobald es die gesundheitliche Situation erlaubt", sagte er. Die lokalen Gesundheitsbehörden stufen die Corona-Lage auf der Insel als "extrem besorgniserregend" ein. Martinique hat eine der höchsten Inzidenzen Frankreichs. Am Dienstag sollen 240 zusätzliche Ärzte und medizinisches Personal vom französischen Festland zur Unterstützung eingeflogen werden.

0.03 Uhr: Neun Tote auf russischer Corona-Station nach Panne in Sauerstoffsystem

Nach einer Panne bei der Sauerstoffversorgung sind neun Patienten einer russischen Covid-19-Station gestorben. Grund des Unglücks sei ein Riss in einem Sauerstoff-Versorgungsschlauch in der Klinik in Wladikawkas, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Montag den Regierungschef der Republik Nord-Ossetien, Sergej Minjailo. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren alle Todesopfer künstlich beatmet worden. Der Nachrichtenagentur Tass zufolge wurde ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet. Den Angaben zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 71 Menschen auf der Corona-Station in intensivmedizinischer Behandlung. 13 erhielten demnach "lebenserhaltende" Maßnahmen. 

jek / tis / fs DPA AFP

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