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News des Tages: Vanessa Mai nach Unfall: "Was passiert ist, ist allein meine Schuld"

Verteidiger: Zschäpe war keine Mittäterin +++ Hausaufgaben zu schwer - Zehnjähriger ruft Polizei +++ Erdbeben erschüttert die Türkei +++ 18 Tote bei Feuer in Karaoke-Bar - Brandstifter gesteht +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Vanessa Mai verletzte sich bei den Proben an der Wirbelsäule

Vanessa Mai verletzte sich bei den Proben an der Wirbelsäule

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • AfD-Fraktionschefin Weidel klagt gegen Facebook (14.50 Uhr)
  • Bayern macht Kreuz in Behörden zur Pflicht (14.10 Uhr)
  • Verteidiger: Zschäpe war keine Mittäterin (13.40 Uhr)
  • Hausaufgaben zu schwer - Zehnjähriger ruft Polizei (12.20 Uhr)
  • Zwölfjähriger fliegt mit Kreditkarte der Eltern nach Bali (12.10 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 23.13 Uhr: Schlussplädoyers im Missbrauchsprozess gegen Bill Cosby +++

Im Missbrauchsprozess gegen den früheren TV-Star Bill Cosby haben Verteidigung und Anklage am Dienstag ihre Schlussplädoyers gehalten. Sein Mandant müsse freigesprochen werden, sagte Cosbys Anwalt Tom Mesereau vor Gericht in Norristown. Das mutmaßliche Missbrauchsopfer Andrea Constand sei eine "krankhafte Lügnerin" und geldgierige "Betrügerin". Staatsanwältin Kristen Feden sagte in ihrem Abschussplädoyer, der wahre Betrüger sei Cosby. Er habe seine Berühmtheit genutzt, um sich das Vertrauen seiner Opfer zu erschleichen. Der frühere TV-Star habe Constand unter Drogen gesetzt, um sie gefügig zu machen. Nach den Schlussplädoyers können nun die Beratungen der Jury beginnen.

+++ 22.35 Uhr: Gericht: Schwerkranker kleiner Junge darf nicht ausgeflogen werden +++

Seine Eltern haben monatelang verzweifelt gekämpft, der Papst hat sich für ihn ausgesprochen, sogar ein Flugzeug stand bereit - alles vergebens. Der schwerkranke kleine Junge Alfie Evans darf seine britische Heimat nicht für eine medizinische Behandlung verlassen. Das hat ein Gericht in Manchester entschieden. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA wies ein Richter einen entsprechenden Antrag der Eltern am Dienstagabend ab. Das Kind darf damit nicht nach Italien ausgeflogen werden. "Dies ist das letzte Kapitel im Fall dieses außergewöhnlichen kleinen Jungen", zitierten die BBC und die Zeitung "Guardian" den Richter. Laut dem "Guardian" brachte das Gericht zugleich die Möglichkeit ins Spiel, das Kind in ein Hospiz zu begleiten oder "für seine letzten Tage oder Stunden" nach Hause zu holen. Die Eltern sollten die Gelegenheit nutzen, Zeit mit ihm zu verbringen, statt weiter zu prozessieren.

+++ 20.18 Uhr: Israel gibt Pläne für Abschiebung afrikanischer Einwanderer auf +++

Die israelische Regierung hat die geplante Abschiebung tausender afrikanischer Einwanderer gestoppt. Entsprechende Pläne seien aufgegeben worden, da Drittländer die Aufnahme der Migranten aus Eritrea und dem Sudan verweigert hätten, teilte die Regierung am Dienstag mit. Nach Angaben von Aktivisten hatte Israel mit Uganda und Ruanda über eine Umsiedlung verhandelt. Nach Regierungsangaben leben rund 40.000 afrikanische Einwanderer ohne gültige Papiere in Israel. Anfang Januar hatte die Regierung einen Plan verabschiedet, wonach illegal nach Israel eingereiste Afrikaner bis Ende März das Land verlassen sollten. Andernfalls sollten die Menschen auf unbefristete Zeit inhaftiert und letztlich abgeschoben werden

+++ 20.15 Uhr: Trump und Macron bei Iran-Abkommen noch nicht auf einer Linie +++

US-Präsident Donald Trump und der französische Staatschef Emmanuel Macron haben sich bei ihren Gesprächen in Washington bislang nicht auf eine gemeinsame Linie zum Atomabkommen mit dem Iran verständigen können. Zwischen ihm und Trump gebe es "eine Meinungsverschiedenheit" über das Abkommen, sagte Macron bei einer Pressekonferenz der beiden Staatschefs im Weißen Haus. Er wisse nicht, welche Entscheidung der US-Präsident zu der Vereinbarung von 2015 treffen werde.

+++ 20.02 Uhr: Aus bei "Let's Dance" für Jimi Blue Ochsenknecht - Fuß gebrochen +++

Jimi Blue Ochsenknecht (26) hat sich den Fuß gebrochen und kann daher in der RTL-Show "Let's Dance" nicht mehr länger mitmachen. "Ich bin untröstlich, dass die Reise für mich bei "Let's Dance" vorbei ist. Ich hätte niemals gedacht, dass ich so viel Freude dabei haben würde", schrieb der Schauspieler ("Die Wilden Kerle") auf Facebook. RTL sprach in einer Mitteilung von einem Ermüdungsbruch im rechten Mittelfußknochen. Das Aus für Ochsenknecht bedeutet zugleich ein Comeback für das bei der Sendung bereits ausgeschiedene Model Barbara Meier (31). "Ich freue mich sehr, am Freitag nun doch weitertanzen zu dürfen", so Meier. "Man bekommt im Leben sehr selten eine zweite Chance und ich werde natürlich alles geben, um sie nutzen."

+++ 19.10 Uhr: Trump bescheinigt Kim Jong Un "ehrenhaftes" Verhalten +++

In einem bemerkenswerten Wechsel der Tonlage hat US-Präsident Donald Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un für dessen "ehrenhaftes" Verhalten gelobt. In den Gesprächen zur Vorbereitung seines Gipfeltreffens mit Kim habe sich dieser "sehr offen" und "sehr ehrenhaft" verhalten, sagte Trump bei einem Besuch von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Weißen Haus. Es gebe "sehr gute Diskussionen" mit den Nordkoreanern, betonte der US-Präsident. Kim wolle, dass der Gipfel "so bald wie möglich" stattfinde. Im vergangenen Jahr hatten sich Trump und Kim im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm noch gegenseitig mit Kriegsdrohungen und persönlichen Beschimpfungen attackiert. Trump verspottete den nordkoreanischen Machthaber als "Raketenmann". Kim nannte den US-Präsidenten einen "geistig umnachteten senilen Amerikaner".

+++ 18.47 Uhr: Ärzte von Vanessa Mai - Körperliche Belastung führte zu Unfall +++

Der Probenunfall von Schlagersängerin Vanessa Mai (25) ist nach Ansicht ihrer Ärzte auf eine starke körperliche Belastung zurückzuführen. Das teilte ihr Management mit. Die erste fachärztliche Diagnose spricht "von einem extremen Druck der Wirbel auf die Bandscheiben durch stetige, über Wochen und Monate gehende, außergewöhnliche Belastungen".

Mai ist für aufwendige Bühnenshows und spektakuläre Tanzeinlagen bekannt. Sie hatte sich am vergangenen Samstag bei einem Unfall mit einem Tänzer während einer Bühnenprobe in Rostock schwer am Rücken verletzt. "Ich bin nach der ersten Diagnose meiner Ärzte sehr glücklich, diesmal noch mit einem - wie man sagt - 'blauen Auge' davon gekommen zu sein", teilte sie mit. Auf Facebook schrieb sie: "Was passiert ist, ist allein meine Schuld. Wir sollten viel öfter auf die Signale unseres Körpers hören."

Ein Sprecher hatte bekanntgegeben, die Sängerin sei in einer Klinik in Süddeutschland durchgecheckt worden und müsse eine Halskrause tragen. Wie es mit ihrer Tour weitergehe, werde in den kommenden Tagen entschieden, teilte das Management mit. 


+++ 17.33 Uhr: Dresdner Polizeidirektion meldet gestohlenen Beamten +++

Ein einzelner Buchstabe macht manchmal den Unterschied: Die Dresdner Polizeidirektion hat den Verlust eines Beamten gemeldet - durch Diebstahl. "Beamter und Geld aus Büro gestohlen", meldete die Behörde am Vormittag. Gemeint war ein Beamer. Die Kollegen aus dem sächsischen Innenministerium griffen die Steilvorlage auf und twitterten umgehend: "Polizist entwendet! Großfahndung läuft. (...) An die Entführer: Bitte tun Sie unserem Kollegen nichts! An den Kollegen: Wir holen dich da raus!" Auch die Polizeidirektion Dresden nahm es mit Humor: "Kleiner Tippfehler, große Wirkung", hieß es in der Korrektur. 

+++ 16.52 Uhr: Todesstrafe für deutsche Islamistin im Irak in lebenslange Haft umgewandelt +++

Die deutsche Islamistin Lamia K. muss im Irak nicht mehr die Todesstrafe wegen Zugehörigkeit zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fürchten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA wurde die Strafe der Frau mit marokkanischen Wurzeln vom zentralen Strafgericht in Bagdad in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt - dies entspricht im Irak 20, bei guter Führung 15 Jahren. Das Urteil fiel in einem Berufungsverfahren, das Lamia K. angestrebt hatte, nachdem sie im Januar in Bagdad zum Tod verurteilt worden war. Lamia K. kommt aus Mannheim und war nach irakischen Gerichtsangaben 2014 von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich dem IS anzuschließen.

+++ 16.42 Uhr: Koalitionsstreit um Werbeverbot für Abtreibungen +++

Die Union hat verärgert auf die Drohung des Koalitionspartners SPD reagiert, sich im Streit über das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche mit anderen Fraktionen zusammenzutun. Die Spitzen der Unions-Fraktion wiesen in Berlin eine Fristsetzung des SPD-Vorstands als unzulässig zurück und warnten die Sozialdemokraten davor, mit anderen Parteien im Parlament gemeinsame Sache zu machen. Linke, Grüne und FDP appellierten an die SPD, sich bei dem Thema von der Union zu emanzipieren. Zwischen Union und SPD gibt es seit längerem Streit über den Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch. Dieser verbietet es, für Abtreibungen zu werben. Gegner der Regelung argumentieren, dass auch sachliche Informationen für ungewollt schwangere Frauen durch den Paragrafen verhindert würden. Die SPD will diesen daher reformieren oder abschaffen. In der Union gibt es dagegen aber große Vorbehalte. Die SPD hatte zu dem Thema bereits einen Antrag vorgelegt, ließ bisher darüber aber nicht abstimmen, um die Koalition nicht zu gefährden.

+++ 16.34 Uhr: Deutsche kauften 2017 144 Liter Mineralwasser pro Kopf +++

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr rund 144 Liter Mineralwasser pro Kopf gekauft. Das waren etwa vier Liter weniger als 2016, teilte der Verband Deutscher Mineralbrunnen mit. Demnach setzte die Branche im vergangenen Jahr insgesamt 14,5 Milliarden Liter Getränke ab, was 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr entspricht. Verbandsgeschäftsführer Udo Kremmer erklärte: "Nach vielen Jahren starker Zuwächse scheint der Absatz der deutschen Mineralbrunnen nun auf einem hohen Niveau Schwankungen zu unterliegen". 2010 hatte der Absatz bei 13,2 Milliarden Litern gelegen.

+++ 16.33 Uhr: SPD-Chefin Nahles kritisiert Vergabe von Axel-Springer-Award an Amazon-Boss +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat die Verleihung des Axel Springer Awards an Amazon-Chef Jeff Bezos scharf kritisiert. Bezos bekomme den Preis für besonders innovatives Unternehmertum - "dieses zeigt sich vor allem darin, dass er Weltmeister im Steuervermeiden ist", sagte Nahles in Berlin. Vor allem aber seien die Arbeitsbedingungen bei Amazon schlecht. Daher werde sie am Abend an der Protestkundgebung der Gewerkschaft Verdi gegen die Preisverleihung teilnehmen. Es gehe darum anzuprangern, dass der Onlinehändler Amazon Gewinne und Verluste "so geschickt miteinander global verrechnet, dass die Gewinne in Steueroasen landen", sagte Nahles.

+++ 15.36 Uhr: Gericht: Fettabsaugen ist weiterhin keine Kassenleistung +++

Das Absaugen von Fettablagerungen ist weiterhin keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die dauerhafte Wirksamkeit der Methode sei nicht ausreichend gesichert, befand das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Die Klägerin aus Baden-Württemberg leidet an sogenannten Lipödemen, also schmerzhaften Fettablagerungen, die etwa an den Beinen, Armen oder Hüften entstehen, weil der Körper das Fett nicht richtig verteilt. Eine erfolgreiche Behandlung ist mit den bislang zugelassenen Methoden oft nicht möglich. Deshalb beantragte die Frau bei ihrer Krankenkasse eine sogenannte Liposuktion - das Absaugen dieser Fettablagerungen. Dies lehnte die Krankenkasse jedoch ab. Die Patientin begab sich dennoch zu mehreren Termin in einen Krankenhaus - und fordert inzwischen mehr als 11.000 Euro für Liposuktionen.

+++ 15.24 Uhr: Trump empfängt Macron am Weißen Haus mit militärischen Ehren +++

Zum ersten Staatsbesuch seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump seinen französischem Amtskollegen Emmanuel Macron mit militärischen Ehren vor dem Weißen Haus begrüßt. Unter grauem Himmel ließ Trump für Macron eine farbenprächtige Zeremonie ausrichten. Anschließend standen politische Gespräche auf dem Programm. Sie sollen sich um Themen wie den Konflikt in Syrien, den Atomdeal mit dem Iran und um Handelsfragen gedreht haben.


+++ 15.14 Uhr: Israelische Armee zerstört Haus von palästinensischem Attentäter +++

Die israelische Armee hat in der Nacht im besetzten Westjordanland das Haus eines Palästinensers abgerissen, der an dem Attentat auf den Rabbiner Rasiel Schevah im Januar beteiligt gewesen sein soll. Das Haus von Ahmed Kunba in Dschenin sei mit Sprengstoff zerstört worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Kunba gehört nach israelischen Angaben zu der Zelle, die für den Tod des Siedlers verantwortlich sei. Rabbiner Schevah war am 9. Januar nahe der jüdischen Siedlung Havat Gilad aus einem fahrenden Auto heraus in seinem eigenen Wagen erschossen worden. Ermittler zählten 22 Einschusslöcher.

+++ 14.50 Uhr: Weidel klagt wegen beleidigendem Kommentar gegen Facebook +++

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, klagt wegen eines beleidigenden Kommentars auf einer Facebook-Seite gegen das soziale Netzwerk. Nach Angaben ihres Anwalts, Joachim Steinhöfel, hatte eine Nutzerin den Kommentar, in dem Weidel aufgrund ihrer Homosexualität beleidigt und als "Nazi Drecksau" beschimpft wird, bereits im vergangenen September anonym bei Facebook gemeldet. Für Nutzer in Deutschland unsichtbar geworden sei der Kommentar aber erst, nachdem sich Weidel Ende Januar selbst an das Unternehmen gewandt habe, erklärte der Anwalt. Wer über einen VPN-Tunnel surfe, könne den Inhalt außerdem immer noch finden.

Ein Gerichtssprecher bestätigte in Hamburg, dass für diesen Freitag ein Verhandlungstermin anberaumt ist. "Es geht um den Erlass einer einstweiligen Verfügung." Danach soll Facebook es unterlassen, das umstrittene Posting im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zu verbreiten. Im Kern gehe es darum, dass Facebook das Posting aufgrund der Abmahnung zwar gelöscht hat, aber nur für Nutzer einer deutschen IP-Adresse, sagte der Sprecher.

+++ 14.35 Uhr: Auch französischer Geiger Capuçon gibt seine Echos zurück +++

Auch der französische Geiger Renaud Capuçon gibt seine Echos aus Kritik an der Auszeichnung der umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang zurück. Er wolle damit gegen die Vergabe dieses Preises an eine Rap-Gruppe protestieren, "deren Texte rassistisch, antisemitisch und der Menschenwürde unwürdig sind", teilte Capuçon mit. Jede Kunstform müsse der Versöhnung zwischen den Völkern und dem Dialog zwischen den Kulturen dienen. Capuçon war mehrfach mit dem Echo Klassik ausgezeichnet worden.

+++ 14.20 Uhr: Bayerns Regierung korrigiert nach heftiger Kritik geplantes Psychiatriegesetz +++

Nach heftiger Kritik am Entwurf für das geplante Psychiatriegesetz in Bayern hat die CSU-Regierung von Ministerpräsident Markus Söder Korrekturen angekündigt. Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) erklärte nach einer Kabinettssitzung in München, dass auf die sogenannte Unterbringungsdatei "vollständig verzichtet" werde. Darin sollten ursprünglich Daten von Menschen gespeichert werden, die per Gerichtsentscheid in die Psychiatrie eingewiesen wurden. "Wir nehmen die Ängste und Sorgen der Betroffenen sehr ernst", betonte Schreyer.

Mit dem Gesetzentwurf, der vergangene Woche in erster Lesung im Landtag behandelt wurde, will die bayerische Landesregierung im Kern die Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Krisen ausbauen. Ein Schwerpunkt ist ein rund um die Uhr erreichbarer Krisendienst, um Betroffene frühzeitig aufzufangen. Dadurch sollen stationäre Unterbringungen, vor allem sogenannte Zwangseinweisungen, deutlich verringert werden.

+++ 14.10 Uhr: In jeder bayerischen Behörde muss künftig ein Kreuz hängen +++

In Bayern muss nach einem Beschluss des Landeskabinetts ab Juni in jeder Behörde ein Kreuz hängen. "Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen", erklärte die Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung. Die allgemeine Geschäftsordnung sei entsprechend geändert worden.

"Das Kreuz ist das grundlegende Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung", hieß es weiter. Die Neuerung gilt "für alle Behörden des Freistaats Bayern ab dem 1. Juni 2018". Den Kommunen, Landkreisen und Bezirken werde empfohlen, "entsprechend zu verfahren".


+++ 13.50 Uhr: Französische Fußball-"Legende" Henri Michel mit 70 gestorben +++

Der frühere französische Fußball-Nationalspieler und -Trainer Henri Michel ist tot. Michel sei im Alter von 70 Jahren gestorben, teilte die Spielergewerkschaft (UNFP) mit. Die UNFP würdigte den Mann aus Aix-en-Provence auf Twitter als "Denkmal des französischen Fußballs". Sein früherer Verein FC Nantes bezeichnete ihn als "Legende". Der Präsident des National-Verbandes FFF, Noël Le Graët, sprach von "großer Traurigkeit".

+++ 13.40 Uhr: Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin +++

Im NSU-Prozess haben die Wunschverteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe den Anklagevorwurf zurückgewiesen, die heute 43-Jährige sei Mittäterin an den Morden und Anschlägen des NSU gewesen. Was die Bundesanwaltschaft aufgezählt habe, reiche weder im Einzelnen noch in der Gesamtschau aus, um eine Mittäterschaft seiner Mandantin zu begründen, sagte Zschäpes Vertrauensanwalt Hermann Borchert vor dem Münchner Oberlandesgericht.

Die Bundesanwaltschaft und die Nebenkläger hatten ihre Plädoyers bereits Anfang Februar beendet. Die Anklagebehörde fordert für Zschäpe lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. Die heute 43-Jährige war nach Überzeugung der Ankläger eines von drei gleichberechtigten Mitgliedern des NSU und sollte deshalb als Mittäterin an sämtlichen Verbrechen der Gruppe bestraft werden. Dazu zählen zehn Morde, neun davon aus rassistischen Motiven, einer an einer deutschen Polizistin.

+++ 13.30 Uhr: Diebe stehlen Portemonnaie von Geburtshelferin in Münster +++

Diebe haben eine Geburtshelferin in Münster bestohlen. Die 39-Jährige sei mit einer hochschwangeren Freundin unterwegs gewesen, als dieser die Fruchtblase geplatzt sei, teilte die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mit. Während sie sich auf der Straße um ihre Begleiterin kümmerte, hätten der oder die Unbekannten ihr das Portemonnaie geklaut. Sie entwendeten die Geldbörse samt Ausweisen und Geldkarten aus der Handtasche der Frau, die diese auf dem Gehweg abgestellt hatte. Der Vorfall ereignete sich am Samstag. Das Baby und die Mutter seien wohlauf, berichteten die Beamten.

+++ 13.10 Uhr: Streit um Parklücke: Mordkommission ermittelt +++

Die Folgen eines Autofahrerstreits beschäftigen die Mordkommission in Berlin. Ein 32 Jahre alter Deutscher war am Montagmittag mit seinem Wagen rückwärts ins Schaufenster eines Restaurants gefahren und hatte dabei sieben Menschen erfasst. "Erste Ermittlungen ergaben, dass es zuvor Streit um eine Parklücke gegeben haben soll", teilte die Polizei mit. Die Mordkommission ermittle nun, ob der Fahrer wegen des Streits vorsätzlich zurücksetzte. Die Verletzten wurden ambulant in Kliniken behandelt.

+++ 12.30 Uhr: Prag sperrt Teile der Innenstadt für Fahrradfahrer +++

Von diesem Donnerstag ab gilt in Prag in ausgeschilderten Bereichen der Innenstadt-Fußgängerzone um den Wenzelsplatz ein Fahrradverbot. Jeweils zwischen 10 Uhr und 170 Uhr müssen Fahrradbesitzer dann einen Umweg nehmen. Die Stadt begründet ihre Entscheidung mit der Sicherheit der Fußgänger. Betroffen sind auch viele Touristen, die die tschechische Hauptstadt auf dem Drahtesel erkunden. Die Bürgervereinigung Auto*Mat kündigte an, vor Gericht Klage gegen die Maßnahme einzureichen. Die Stadtverwaltung der Moldaumetropole habe ihre Einwände ignoriert.

+++ 12.24 Uhr: NSU-Prozess wird möglicherweise geteilt +++

Nach monatelangen Verzögerungen steht der Münchner NSU-Prozess möglicherweise vor einem Scheidepunkt: Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch ein Anwalt des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben haben beantragt, das Verfahren gegen den Mitangeklagten André E. abzutrennen. Bundesanwalt Herbert Diemer warf E.s neuem Anwalt Daniel Sprafke vor, das Verfahren "bis zum Sankt-Nimmerleinstag" verzögern zu wollen. "Das kann so nicht weitergehen", sagte Diemer. Auslöser für die neue Debatte waren neue Beweisanträge Sprafkes. Wie sich das Gericht verhält, ist noch unklar - es hat sich zunächst zu Beratungen zurückgezogen. Der seit langem geplante Beginn der Verteidiger-Plädoyers verzögerte sich damit weiter. Hauptangeklagte ist die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe.

+++ 12.22 Uhr: Vom IS zerstörte Große Moschee von Mossul wird wieder aufgebaut +++

Der Irak will mit Hilfe der Vereinigten Arabischen Emirate die zerstörte Große Moschee in Mossul wieder aufbauen. Das berühmte Gotteshaus und Wahrzeichen der nordirakischen Stadt wurde im vergangenen Sommer von der Terrormiliz IS gesprengt, als der Kampf um die ehemalige Dschihadistenhochburg in den letzten Zügen lag. Der Irak, die Emirate und die UN-Kulturorganisation Unesco unterschrieben ein Abkommen, nach dem der Golfstaat 50,4 Millionen Dollar (umgerechnet 41,3 Millionen Euro) für den kulturellen Wiederaufbau der Stadt zur Verfügung stellt - darunter auch für die Moschee. Die Unesco sprach von einer "historischen Partnerschaft", die von ihrem Umfang her beispiellos sei. 

+++ 12.20 Uhr: Hausaufgaben zu schwer - Zehnjähriger ruft Polizei +++

Aus Verzweiflung über seine Hausaufgaben hat ein Zehnjähriger in Baden-Württemberg die Polizei gerufen. "Man hörte einen Jungen, der sehr aufgelöst am Telefon klang und wimmerte", sagte ein Sprecher. "Bevor ein Gespräch stattgefunden hat, brach die Leitung ab." Die Beamten befürchteten eine Notlage und ermittelten über den Anruf am Montagabend die Adresse des Kindes in Bühl. "Wie sich herausstellte, sorgte die Bearbeitung der Hausaufgaben wohl für dermaßen Unmut und Verzweiflung, dass der Eleve keinen anderen Ausweg sah, als kurzerhand die Polizei zu alarmieren", hieß es. Um welche Aufgaben es sich handelte, konnte ein Sprecher nicht sagen.

+++ 12.10 Uhr: Zwölfjähriger Australier fliegt mit Kreditkarte der Eltern nach Bali +++

Ein zwölfjähriger Junge aus Australien hat sich mit der Kreditkarte seiner Eltern aus dem Staub gemacht und ist auf die indonesische Insel Bali geflogen. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, berichtete der Fernsehsender Channel Nine. Vorausgegangen war ein Streit mit der Mutter.

Diese richtete im Gespräch mit dem Sender schwere Vorwürfe an die Behörden: "Es ist zu einfach, es ist viel zu einfach. Da gibt es ein Problem in unserem System", sagte die Frau. Es müsse strenger kontrolliert werden, sagte sie mit Blick auf die Flugreise ihres minderjährigen Sohnes. "Er mag einfach das Wort 'Nein' nicht, und das habe ich davon, ein Kind in Indonesien", empörte sich die Frau mit Vornamen Emma. Die Familie hatte nach Angaben der Mutter zuvor in Bali Urlaub gemacht. Schon damals habe ihr Sohn versucht, Flüge zu buchen. Allerdings hätten die Fluggesellschaften mangels einer elterlichen Erlaubnis keine Tickets ausgestellt.

Ihr sei damals von den Behörden versichert worden, dass sein Pass nun auf einem Index vermerkt sei, berichtete die Mutter weiter. Der Junge verbrachte nun vier Tage in einem Ferienresort auf Bali: Kosten umgerechnet knapp 5000 Euro.

+++ 11.26 Uhr: Bankangestellter soll Überfall vorgetäuscht haben +++

Ein Bankangestellter soll am Tag vor Heiligabend 2016 einen Überfall auf seine Filiale in Hessen vorgetäuscht und rund 150 000 Euro eingesteckt haben. Der 51-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft, sein mutmaßlicher Komplize ist mangels Fluchtgefahr auf freiem Fuß, wie die Staatsanwaltschaft in Fulda mitteilte. Den beiden Männern wird zudem ein Überfall auf eine Geldbotin der Filiale 2013 zur Last gelegt. Dabei sollen sie etwa 100 000 Euro erbeutet haben.

+++ 11.20 Uhr: Thomas Kutschaty neuer Chef der SPD-Fraktion im NRW-Landtag +++

Thomas Kutschaty ist neuer Fraktionschef der SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Der frühere Landesjustizminister setzte sich in einer Kampfabstimmung knapp gegen den Parlamentarischen Geschäftsführer Marc Herter durch. Kutschaty bekam nach Angaben aus der Fraktion 35 Stimmen, auf Herter entfielen 31 Stimmen. Es gab eine Enthaltung. Der 49-Jährige löst den langjährigen Fraktionschef Norbert Römer ab. Die von SPD und Grünen geführte Landesregierung war vor einem Jahr bei der Landtagswahl in NRW abgewählt worden. Die SPD sitzt nun in der Opposition.

+++ 11.08 Uhr: Erdbeben erschüttert Türkei - fast 40 Menschen verletzt +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat den Südosten der Türkei erschüttert und viele Häuser beschädigt. 39 Menschen erlitten dabei Verletzungen. 35 von ihnen würden noch in Krankenhäusern versorgt, sagte der Gesundheitsminister Ahmet Demircan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Schwerverletzte gebe es nicht. Bilder der Nachrichtenagentur DHA zeigten, wie Ziegen und andere Tiere aus Trümmern geborgen wurden. Zahlreiche Gebäude in der Provinz Adiyaman wurden beschädigt. 

Das Zentrum des Bebens, das um 03:34 Ortszeit registriert wurde, lag laut Anadolu im Bezirk Samsat in einer Tiefe von sieben Kilometern. Es habe seitdem mehrere Nachbeben gegeben.  

+++ 10.58 Uhr: Neuer Zeuge verzögert Verteidiger-Plädoyers im NSU-Prozess +++

Im NSU-Prozess hat das Münchner Oberlandesgericht überraschend einen Zeugen vernommen, den der neue Anwalt des Mitangeklagten André E. vor wenigen Tagen benannt hatte. Der Beginn der Verteidiger-Plädoyers verzögerte sich damit zunächst weiter.

Mit der Vernehmung des Zeugen wollte der neue Anwalt von E. ein Stück weit aus der Defensive kommen: Der Zeuge werde aussagen, dass E. am Tag, an dem der "Nationalsozialistische Untergrund" aufflog, mit ihm in Zwickau frühstücken war, sagte Rechtsanwalt Daniel Sprafke, der E. erst seit kurzem vertritt. Die Anklage hatte dagegen in ihrem Plädoyer ausgeführt, E. sei an dem Vormittag bei der Hauptangeklagten Beate Zschäpe gewesen - das spreche für dessen große Nähe zum NSU.

Der Zeuge bestätigte dann zwar, dass er sich drei- bis viermal an dem benannten Ort mit E. getroffen habe - er konnte sich aber auch auf mehrfache Nachfragen nicht an einen konkreten Zeitpunkt erinnern.

+++ 10.50 Uhr: Thailand bietet sich als Gastgeber für Gipfeltreffen von Trump und Kim an +++

Thailand hat sich als Gastgeber für das geplante Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angeboten. "Thailand ist bereit, die Gespräche zu unterstützen und auszurichten", sagte Außenminister Don Pramudwinai in Bangkok. Eine Anfrage habe Thailand aber noch nicht erhalten. Die US-Botschaft in Bangkok wollte keine Stellungnahme dazu abgeben.

Das historische Treffen von Trump und Kim ist Ende Mai oder Anfang Juni geplant. Bereits am Freitag kommt Kim zu einem ebenfalls historischen Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden Ländern zusammen.

+++ 10.40 Uhr: Drei Spiele Sperre durch DFB: Saison-Aus für Leipziger Forsberg +++

Für RB Leipzigs Mittelfeldspieler Emil Forsberg ist die Bundesliga-Saison vorzeitig beendet. Der schwedische Nationalspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für seine Rote Karte im Ligaspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim für gleich drei Spiele gesperrt. Damit muss der Bundesliga-Sechste im Saisonendspurt um die Qualifikation für einen internationalen Startplatz auf Forsberg verzichten. RB hat dem Urteil zugestimmt, damit ist es rechtskräftig.

+++ 10.28 Uhr: Volkswagen investiert mit Partnern 15 Milliarden Euro in China +++

Volkswagen will in China deutlich mehr als bisher geplant in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und in autonomes Fahren investieren. Bis 2022 wollen die Wolfsburger zusammen mit ihren Partnern etwa 15 Milliarden Euro für Zukunftsprojekte im größten Automarkt der Welt in die Hand nehmen. Das kündigte VW-China-Chef Jochem Heizmann am Dienstag vor dem Beginn der Pekinger Automesse an.

Gleichzeitig stellte VW eine neue Marke für Elektrofahrzeuge mit dem Namen Sol? vor, deren Autos mit dem Joint-Venture-Partner JAC für den chinesischen Markt produziert werden sollen. Als erstes Modell wurde ein kompakter Geländewagen mit der Bezeichnung E20X vorgestellt.

+++ 10.25 Uhr: Zahl der Todesopfer nach IS-Anschlag in Kabul auf 60 gestiegen +++

Nach dem schweren Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Sonntag ist die Zahl der Todesopfer auf 60 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. An einer Ausgabestelle für Personaldokumente in einem Schiitenviertel war eine Bombe explodiert. 129 Menschen wurden den Angaben nach verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. 

+++ 10.20 Uhr: Zwei Männer nach mutmaßlichem Lynchmord an Kanadier festgenommen +++

Wegen des mutmaßlichen Lynchmords an einem Kanadier in Peru hat ein Richter Haftbefehle gegen zwei Männer erlassen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft mit. Einheimische hatten den 41-jährigen Kanadier des Mordes an einer Schamanin beschuldigt. Wenig später wurde er tot im ostperuanischen Ort Yarinacocha an der Grenze zu Brasilien aufgefunden.

Am Donnerstag war die 81-jährige Schamanin Olivia Arévalo Lagos erschossen in ihrem Haus gefunden worden. Zeugen wollen beobachtet haben, wie ein ausländisch aussehender Mann nach den Schüssen in Arévalos Haus auf einem Motorrad floh. Der Mann habe die Schamanin gebeten, ein Genesungslied zu singen und sie dann erschossen, erklärten die Zeugen.  

+++ 10.10 Uhr: Medien: Ancelotti hoch im Kurs für Trainerposten der "Azzurri" +++

Medienberichten zufolge führt der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti wieder die Liste der Kandidaten für den Trainerposten der italienischen Fußball-Nationalmannschaft an. Das berichtete unter anderem die Zeitung "Corriere dello Sport". Es sei noch nicht offiziell, "aber die Chancen stehen gut, dass das Projekt der Wiedergeburt der Azzurri Ancelotti anvertraut wird", schrieb die Zeitung "La Repubblica".

Nach der gescheiterten Qualifikation für die WM 2018 in Russland sucht der italienische Fußballverband seit Monaten nach einem Nachfolger für Gian Piero Ventura. Im Dezember hatte Ancelotti dem Fußballverband allerdings eine Absage erteilt. Damals hatte er gesagt, es mache ihn stolz, dass sein Name für den Posten gehandelt werde, er wolle aber bei einem Klub bleiben.

+++ 9.35 Uhr: Prozess um Verschleppung eines Vietnamesen in Berlin begonnen +++

Vor dem Berliner Kammergericht hat der Prozess um die Verschleppung eines Vietnamesen aus Berlin begonnen. Der ebenfalls aus Vietnam stammende und zuletzt in Tschechien lebende 47 Jahre alte Angeklagte Long N. H. ist als Helfer bei der Tat angeklagt, die zu einem diplomatischen Zerwürfnis zwischen Deutschland und Vietnam führte.

N. H. soll zwei Fahrzeuge gemietet haben, darunter das Auto, in das der Geschäftsmann Trinh Xuan Thanh im vergangenen Juli auf offener Straße gezerrt wurde. Er wurde in Hanoi mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt. N.H. ist wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit und Beihilfe zur Freiheitsberaubung angeklagt, ihm drohen in dem bis August terminierten Verfahren mehrere Jahre Haft.

+++ 8.15 Uhr: 18 Tote bei Feuer in Karaoke-Bar - Brandstifter gesteht +++

Ein vorsätzlich entfachtes Feuer in einer Karaoke-Bar hat 18 Menschen in China das Leben gekostet. Fünf weitere wurden bei dem Brand in der Nacht zum Dienstag verletzt. Nach einem Streit hatte ein Betrunkener den Brand in der dreistöckigen "Lan Kwai Fong"-Bar in Qingyuan (Provinz Guangdong) gelegt. Nach Angaben des Staatsfernsehens soll der 32-Jährige vorher sogar noch den Eingang verbarrikadiert haben. Er wurde gefasst.

Der Mann gestand die Tat, wie auf einem Video von der Festnahme im Internet zu sehen war. "Ich habe das Feuer gelegt", sagte der 32-Jährige. "Ich war betrunken und hatte Streit mit jemandem." Er habe die Personen in der Bar kennengelernt und mit ihnen getrunken. Nachdem er das Feuer gelegt habe, sei er abgehauen. Er sei vor dem Morgengrauen nach Hause und habe sich schlafen gelegt.  

+++ 7.55 Uhr: Mutmaßlicher Mörder von bekanntem Journalisten in Mexiko festgenommen +++

Fast ein Jahr nach dem Mord an dem bekannten mexikanischen Journalisten Javier Valdez hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder gefasst. Der Verdächtige sei seit Montag in Haft, teilte Mexikos Innenminister Alfonso Navarrete auf Twitter mit. Sprecher des Innenministeriums konnten zunächst keine Einzelheiten zu dem Verdächtigen und den Umständen seiner Festnahme nennen.

Der 50-jährige Valdez, der über den mexikanischen Drogenkrieg berichtet und mehr als zehn Jahre lang auch für die Nachrichtenagentur AFP gearbeitet hatte, war am 15. Mai 2017 in seiner Heimatstadt Culiacán im Bundesstaat Sinaloa auf offener Straße erschossen worden.

+++ 7.40 Uhr: Leipziger Gewandhaus gibt Echos nicht zurück +++

Das Leipziger Gewandhaus wird seine Echos nicht zurückgeben. Man werde die Preise aber aus dem Foyer räumen, sagte Direktor Andreas Schulz der "Sächsischen Zeitung". Das Urteil der Fachjury könne nicht einfach zurückgenommen werden. Außerdem werde man nicht weiter aktiv mit den drei Auszeichnungen umgehen. Aus Protest gegen die Auszeichnung der umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang hatten unter anderen die Dirigenten Daniel Barenboim und Christian Thielemann mit ihren Orchestern sowie der Musiker Marius Müller-Westernhagen ihre Trophäen zurückgegeben.  

+++ 7.25 Uhr: 21 Tote bei Angriffen von Boko Haram im Nordosten Nigerias +++

Bei Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram im Nordosten Nigerias sind mindestens 21 Menschen getötet worden. In einem Wald nahe der Stadt Gamboru im Bundesstaat Borno attackierten die Islamisten am Sonntag eine Gruppe von Waldarbeitern, wie Mitglieder einer Bürgerwehr der Nachrichtenagentur AFP sagten. Dabei seien 18 Menschen erschossen worden. Drei weitere Menschen wurden getötet, als eine Landmine explodierte.

Inszenierte Fotografie: Kinder und Frauen als lebende Bomben – das Boko-Haram-Regime in Nigeria
Terror in Nigeria: Sprengstoffgürtel an den Körpern von Kindern und Frauen

Aisha, 15: "Sie sagten zu mir: Wirst du mit uns schlafen – oder willst du einen Auftrag übernehmen?"

+++ 6.10 Uhr: Facebook löscht hunderttausende extremistische Beiträge +++

Facebook geht nach eigenen Angaben härter denn je gegen extremistische Inhalte auf seiner Plattform vor: Im ersten Quartal 2018 löschte das weltgrößte Online-Netzwerk hunderttausende Beiträge mit Bezug zu den Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) und Al-Kaida. Insgesamt seien 1,9 Millionen Beiträge entfernt oder mit Warnhinweisen versehen worden - doppelt so viele wie im vorangehenden Quartal, teilte Facebook mit. 99 Prozent davon wurden demnach nicht von Benutzern gemeldet, sondern von automatisierter Software und eigenen Prüfern entdeckt. Im Durchschnitt seien solche Beiträge für weniger als eine Minute auf der Plattform verfügbar, hieß es.

+++ 4.45 Uhr: Ex-Präsident George Bush auf der Intensivstation +++

Wenige Tage nach dem Tod seiner Frau ist der frühere US-Präsident George H.W. Bush in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 93-Jährige werde auf der Intensivstation einer Klinik in seiner Heimatstadt Houston (Texas) behandelt, teilte ein Sprecher der Familie mit. Eine Infektion habe sich ins Blut des 41. US-Präsidenten übertragen. "Er spricht auf die Behandlung an und scheint sich zu erholen", heißt es in der Mitteilung.

Barbara Bush war vor einer Woche im Alter von 92 Jahren gestorben. Beide waren mehr als 70 Jahre lang verheiratet.

+++ 3.50 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Feuer in Karaoke-Club in China +++

Bei einem Brand in einem Karaoke-Club in sind staatlichen Medienberichten zufolge mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Polizei. Das Unglück ereignete sich demnach in der Stadt Qingyuan in der südlichen Provinz Guangdong. Die Polizei geht dem Verdacht von Brandstiftung nach.

Tödliche Brände sind in China indes keine Seltenheit. Sicherheitsvorkehrungen werden oft missachtet. 2015 waren bei einem Brand in einem Altenheim 38 Menschen ums Leben gekommen. Ende vergangenen Jahres starben bei zwei Bränden in von Migranten bewohnten Stadtteilen der Hauptstadt Peking mehr als zwei Dutzend Menschen.

+++ 3.05 Uhr: Mordprozess gegen US-Rapper Suge Knight terminiert +++

Dreieinhalb Jahre nach seiner Festnahme soll im Herbst der Mordprozess gegen den US-Rapper (53) beginnen. Nach mehrfachem Aufschub habe der zuständige Richter in Los Angeles nun den 24. September für das Verfahren festgesetzt, berichtete die "Los Angeles Times".

Knight war im Januar 2015 festgenommen worden. Er soll bei nach einem Streit mit seinem Truck zwei Männer auf einem Parkplatz überfahren haben und dann geflüchtet sein. Ein 55-Jähriger starb bei dem Vorfall. Der Musiker bestreitet jede Schuld und beharrt darauf, er habe in Notwehr gehandelt.

+++ 2.50 Uhr: Oscar-prämierter Produzent D'Antoni ist tot +++

Hollywood-Produzent Philip D'Antoni, der 1972 für den Thriller "The French Connection - Brennpunkt Brooklyn" einen Oscar gewann, ist tot. Wie Familienangehörige dem Filmblatt "Hollywood Reporter" mitteilten, starb der Produzent bereits am 15. April in seinem Haus im US-Staat New York. Er wurde 89 Jahre alt.

+++ 1.20 Uhr: Senatsausschuss empfiehlt Bestätigung Pompeos als US-Außenminister +++

Der von Präsident Donald Trump für das Amt des US-Außenministers nominierte CIA-Chef Mike Pompeo hat eine wichtige Hürde im Senat genommen. Der Auswärtige Ausschuss empfahl dem Senat mit hauchdünner Mehrheit, Trumps Personalvorschlag zu akzeptieren. Damit ist der Weg für den scheidenden CIA-Direktor und früheren Kongressabgeordneten als Nachfolger des entlassenen Außenministers Rex Tillerson geebnet. Der Senat wird voraussichtlich am Donnerstag über Pompeo abstimmen.

+++ 1.10 Uhr: Bericht: EU-Staaten verhandeln mit USA über Iran-Abkommen +++

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben einem Bericht zufolge mit den USA die Grundzüge einer Vereinbarung ausgehandelt, die US-Präsident Donald Trump von einer Kündigung des Nuklearabkommens mit dem Iran abhalten soll. Nach fünf Verhandlungsrunden seien sich die Unterhändler der Europäer und der USA einig, dass dem Iran wegen seiner umstrittenen Raketentests und der aggressiven Regionalpolitik mit neuen Sanktionen gedroht werden soll, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". 

+++ 0.40 Uhr: Maas bestürzt über Vorfall in Toronto +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich bestürzt über die Steuerung eines Autos in eine Menschenmenge im kanadischen Toronto gezeigt. Dies sei ein "schreckliches Verbrechen", schrieb Maas am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wir sind tief getroffen und stehen an der Seite unserer kanadischen Freunde", schrieb der Minister. "Unser ganzes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer", fügte Maas hinzu.

Zuvor war ein Lieferwagen in Toronto ungebremst in eine Menschenmenge gerast. Nach Polizeiangaben wurden neun Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Der Fahrer des Wagen wurde festgenommen.

+++ 0.20 Uhr: Google-Mutter Alphabet mit Gewinnexplosion +++

Die Google-Mutter Alphabet verdient dank sprudelnder Werbeeinnahmen und geringerer Steuern noch besser. Im ersten Quartal legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 73 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar (7,7 Mrd Euro) zu, wie der Internetriese nach US-Börsenschluss in Mountain View mitteilte. Sondereffekte im Zuge einer Umstellung der Buchhaltung blähten das Ergebnis zwar kräftig auf. Doch auch der operative Gewinn wuchs von 6,6 Milliarden auf 7,0 Milliarden Dollar. Die Daten-Affäre des Rivalen Facebook hinterließ offenbar keine Spuren in der Bilanz.

Die gesamten Erlöse des Konzerns kletterten um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden Dollar (25,5 Mrd Euro). Der Großteil davon entfiel wie gewöhnlich auf Google. Hier stiegen die Werbeerlöse um 24 Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar. Der restliche Umsatz der Tochter, zu der neuerdings auch wieder die Smart-Home-Firma Nest gehört, legte um 36 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zu.

Polizei und Krankenwagen stehen in den der Straße, in der ein Mann mit einem Van mehrere Fußgänger überfahren hat
vit / DPA / AFP