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News des Tages: Jugendlicher sticht im Klassenzimmer auf Mitschüler ein

Verletzte bei Zugunfall in der Schweiz +++ Deutsches Ehepaar in der Türkei festgenommen +++ Bis zu sieben Tote nach Unwetter in der Toskana +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Klassenzimmer

Bei einer Messerattacke im Klassenzimmer ist ein 14-Jähriger in Thüringen lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 22.49 Uhr: Britische Soldaten unter Terrorverdacht: Drei Männer angeklagt +++

Nach der Festnahme mehrerer britischer Soldaten wegen Terrorverdachts vergangene Woche, wird gegen drei Männer Anklage erhoben. Das teilte die Polizei in Birmingham am Montagabend per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Den drei Männern im Alter von 22 bis 32 Jahren wird unter anderem Mitgliedschaft in der verbotenen Neonazi-Gruppe Nationale Aktion (National Action) vorgeworfen. Außerdem wurden Anleitungen für die Vorbereitung oder Ausführung von Terroranschlägen sichergestellt. Medienberichten zufolge soll es sich bei zwei der Männer um britische Soldaten handeln. Sie sollen bereits am Dienstag vor Gericht erscheinen.

+++ 22.20 Uhr: Hurrikan-Abschwächung sorgt für deutliche Gewinne an den US-Börsen +++

Die Anleger an der Wall Street haben zu Wochenbeginn frischen Mut gefasst: Am Montag zogen alle wichtigen Aktienindizes um jeweils mehr als ein Prozent an. Einerseits war die Erleichterung über den schwächer als erwartet wütenden Hurrikan "Irma" deutlich zu spüren. Andererseits hatte Nordkorea am Samstag, dem Nationalfeiertag des Landes, keine neuen potenziellen Atomraketen getestet. Dies wurde als Entspannung im schwelenden Konflikt gewertet.

So schloss der US-Leitindex Dow Jones Industrial 1,19 Prozent höher bei 22 057,37 Punkten. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 1,08 Prozent auf 2488,11 Punkte nach oben. Damit liegt seine Rekordmarke von gut 2490 Punkten nunmehr in greifbarer Nähe. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,14 Prozent auf 5980,53 Punkte.

+++ 21.06 Uhr: Prognose: Konservatives Lager mit Mehrheit in Norwegen +++

Bei der Parlamentswahl in Norwegen zeichnet sich eine Mehrheit für eine bürgerliche Regierung unter der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg ab. Einer ersten Prognose nach Schließung der Wahllokale zufolge sind die Sozialdemokraten von Herausforderer Jonas Gahr Støre zwar stärkste Partei, können mit ihren Partnern aber erneut keine Mehrheit bilden.

+++ 20.47 Uhr: THW schickt wegen "Irma" Helfer nach Florida +++

Das Technische Hilfswerk (THW) entsendet wegen der schweren Schäden durch Hurrikan "Irma" zehn Einsatzkräfte nach Florida. Die Helfer gehörten zu einem Krisenunterstützungsteam der Bundesregierung, zu dem auch Angehörige des Auswärtigen Amts, der Bundeswehr und eines Kriseninterventionsteams gehörten, teilte die Bundesanstalt am Montagabend mit. Der Einsatz dauere voraussichtlich zwei Wochen. In den USA war das THW demnach zuletzt 2005 in Folge des Hurrikans "Katrina" mit 130 Helfern im Einsatz.

"Spiegel Online" zufolge startete die Bundeswehr zudem eine Rettungsmission in der Karibik. Ein A400M-Transportflugzeug habe sich mit Hilfsgütern an Bord auf den Weg in die Krisenregion gemacht, hieß es in dem Bericht. Von Curaçao aus gehe es nach Sint Maarten/Saint-Martin - die niederländisch-französische Insel wurde von "Irma" schwer getroffen. Auf dem Rückweg solle der A400M zudem auf Saint-Martin gestrandete Deutsche ausfliegen. Das Auswärtige Amt bestätigte die Einsätze am Montagabend zunächst nicht.

+++ 20.21 Uhr: Jugendlicher sticht im Klassenzimmer auf Mitschüler ein +++

Bei einer Messerattacke im Klassenzimmer ist ein 14-Jähriger in Roßleben im Kyffhäuserkreis (Thüringen) lebensgefährlich verletzt worden. Ein 15 Jahre alter Mitschüler wurde noch in der Schule festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte.
Der schwer verletzte Jugendliche kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Zu den Hintergründen der Tat in der Klosterschule Roßleben seien noch keine Angaben möglich, hieß es von der Polizei. Die Ermittlungen dauern an. Der festgenommene Jugendliche werde voraussichtlich Dienstagfrüh einem Haftrichter vorgeführt.

+++ 19.57 Uhr: Aktivisten: Mindestens 19 Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet +++

Bei Luftangriffen sind nach Angaben von Aktivisten nahe der syrischen Stadt Deir Essor mindestens 19 Zivilisten getötet worden. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, vermutlich seien die Angriffe von der russischen Luftwaffe geflogen worden. Erst am Sonntag waren laut der Beobachtungsstelle 34 Zivilisten getötet worden, als russische Kampfjets Fähren auf dem Euphrat bombardierten.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden

+++ 19.10 Uhr: Strafmaßforderung der Anklage im NSU-Prozess erwartet +++

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wird am Dienstag (09.30 Uhr) das Ende des Plädoyers der Bundesanwaltschaft erwartet. Sollte es dazu kommen, wird die Anklagebehörde ihre Strafmaßforderung für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe und die vier mitangeklagten mutmaßlichen NSU-Helfer formulieren.

In dem bereits sieben Tage dauernden Plädoyer bezeichnete die Anklage alle Tatvorwürfe gegen Zschäpe als bestätigt und sah auch die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung als erfüllt an. Zschäpe ist als Mittäterin der zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle angeklagt, die dem rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) vorgeworfen werden.

+++ 18.43 Uhr: Sechs US-Soldaten bei Selbstmordanschlag in Afghanistan verletzt +++

Ein Selbstmordattentäter der radikalislamischen Taliban hat in Afghanistan ein sprengstoffbeladenes Auto in einen US-Militärkonvoi gerammt. Sechs US-Soldaten und drei afghanische Zivilisten seien bei der Explosion am Nachmittag nahe dem US-Militärstützpunkt Bagram in der Provinz Parwan verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung der Nato-Mission "Resolute Support". Die Taliban bekannten sich zu der Tat, sie sprachen jedoch von 13 getöteten US-Soldaten und elf Verletzten. Der Nato-Erklärung zufolge erlitten die sechs US-Soldaten keine lebensgefährlichen Verletzungen, sie wurden in der medizinischen Abteilung von Bagram versorgt. Die Zivilisten kamen demnach in Krankenhäuser.

+++ 18.06 Uhr: Rotkreuz-Physiotherapeutin in Afghanistan erschossen - Motiv unklar +++

Eine aus Spanien stammende Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Afghanistan ist in der nördlichen Provinzhauptstadt Masar-i-Scharif erschossen worden. Der körperlich behinderte Täter sei in das Orthopädie-Zentrum des Roten Kreuzes eingedrungen und habe das Feuer eröffnet, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt seien zwei 21 und 30 Jahre alte Verdächtige festgenommen worden. Beide waren in den Zentrum behandelt worden.

Die Physiotherapeutin (38) sei kurz nach dem Angriff an ihren Verletzungen gestorben. Der Täter hatte die Waffe an seinem Fahrrad versteckt. Das Rote Kreuz in Afghanistan bestätigte den Vorfall über Twitter. Ein Sprecher erklärte, die "gesamte IKRK-Familie" sei wegen des tragischen Verlusts am Boden zerstört. Seine Organisation gehe davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handele.

+++ 17.52 Uhr: Achte Leiche nach Unwettern in Toskana gefunden +++

Nach den schweren Unwettern in Italien ist eine weitere Leiche geborgen worden. Die Frau sei leblos in der Stadt Livorno in der Toskana gefunden worden, wie eine Sprecherin des Zivilschutzes sagte. Sie sei das achte Todesopfer des Unwetters. Ein Mensch wurde noch vermisst.

Wasser- und Schlammmassen hatten die Stadt am Wochenende überrascht und schwere Schäden angerichtet. Staatspräsident Sergio Mattarella sagte laut einer Mitteilung, die durch das Unwetter angerichtete Katastrophe müsse die politische Welt schnellstmöglich dazu bewegen, ernsthaft über die Effekte des Klimawandels nachzudenken.  

+++ 17.36 Uhr: 17-jähriger Gymnasiast gesteht Tötung seines Vaters +++

Ein Schüler aus Göttingen hat vor Gericht die Tötung seines Vaters gestanden. "Der 17-Jährige hat eine mehrstündige geständige Einlassung abgegeben und alle Fragen beantwortet", sagte eine Sprecherin des Landgerichts Göttingen. Der Prozess findet wegen der jugendlichen Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Gymnasiasten Mord vor. Er soll seinen 58 Jahre alten Vater, der zuletzt in Kassel lebte, am 21. April in der Feldmark bei Göttingen mit mehreren Schüssen getötet haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten vor der Verhandlung über den zur Tatzeit erst 16 Jahre alten Schüler kaum Details mitgeteilt.
Bekannt wurde immerhin, dass das Motiv im innerfamiliären Bereich liegen könnte. Die Jugendkammer hat für den Prozess vorerst sieben Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte nach Angaben der Gerichtssprecherin Ende Oktober verkündet werden.

+++ 16.52 Uhr: 26 Verletzte durch Reizgas an Gesamtschule in Hessen +++

Weil ein 15 Jahre alter Schüler während einer Pause Reizgas an einer Gesamtschule im hessischen Bad Emstal versprühte, sind 25 Schüler und ein Hausmeister mit Atemwegreizungen verletzt worden. Die Verletzten seien zunächst auf dem Schulgelände ärztlich behandelt worden, teilte die Polizei in Kassel mit. 23 von ihnen kamen dann vorsorglich ins Krankenhaus.

Der Schüler soll eine Dose mit Reizgas im Foyer der Schule versprüht haben. Zu seinem Motiv hatte die Polizei zunächst keine Erkenntnisse. An dem Rettungseinsatz waren 18 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Rettungshubschrauber sowie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und Polizei beteiligt.

+++ 16.31 Uhr: Kind schläft in fahrendem Auto auf Hutablage +++

Die Fahrer auf der Autobahn A9 in Bayern trauten ihren Augen nicht: Völlig ungesichert lag ein schlafendes Kind auf der Hutablage eines vor ihnen fahrenden Wagens. Ein Autofahrer alarmierte die Polizei, die den Wagen bei Ingolstadt aus dem Verkehr zog. Den Eltern des zweijährigen Jungen droht ein Bußgeld, wie die Polizei mitteilte. Sie nahm den Vorfall vom 4. September am Montag zum Anlass, an alle Eltern zu appellieren, ihre Kinder im Auto vorschriftsmäßig zu sichern. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über den Vorfall berichtet.

+++ 16.09 Uhr: 18 Tote bei Angriff auf Konvoi auf der Sinai-Halbinsel +++

Bei einem Angriff auf einen Konvoi der Sicherheitskräfte auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach Angaben aus verschiedenen Quellen 18 Menschen getötet worden. Ärzte und Vertreter der ägyptischen Sicherheitskräfte berichteten über den Angriff. Auf dem Sinai kämpft ein ägyptischer Zweig der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seit Jahren gegen die Sicherheitskräfte.

+++ 15.52 Uhr: 30 Verletzte bei Zugunfall in der Schweiz +++

Bei einem Rangierunfall auf dem Bahnhof von Andermatt in der Schweiz sind am Montag 30 Zugpassagiere verletzt worden. Wie die Polizei des Kantons Uri mitteilte, ereignete sich der Unfall beim Rangieren der Lokomotive eines Zuges der Matterhorn-Gotthard-Bahn. An Bord der fünf Waggons waren rund hundert Passagiere. Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin. Über die Art der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt gegeben.

Laut einer Mitteilung der Matterhorn-Gotthard-Bahn kam es am späten Vormittag zu dem Unfall, als die Lokomotive über ein Parallelgleis vom hinteren Ende zum vorderen Ende des Zuges geführt werden sollte. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, es sei jedoch etwas schiefgelaufen, und die Lokomotive sei auf die Waggons aufgefahren. Die Lokomotive sei aber nur mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 20 Stundenkilometern gefahren, und es gebe anscheinend nur geringe Schäden. Die Polizei und die Schweizer Untersuchungskommission für Bahnsicherheit leiteten Ermittlungen zur Unfallursache ein.

+++ 14.55 Uhr: Protest gegen Macron-Pläne: Behinderungen im Pariser Nahverkehr +++

In Frankreich wird es am Dienstag eine erste Protestwelle gegen die Pläne von Staatschef Emmanuel Macron zur Lockerung des Arbeitsrechts geben. Bei der Arbeitsmarktreform sollen unter anderem Entschädigungen für ungerechtfertigte Kündigungen gedeckelt werden. Wie die Bahngesellschaft SNCF mitteilte, sind Behinderungen bei Pariser Vorortzügen und RER-Schnellbahnen zu erwarten. Der nationale und internationale Fernverkehr mit TGV-, Thalys- und Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen solle hingegen normal laufen. Auch bei der Pariser U-Bahn werden keine Auswirkungen erwartet, teilte die Nahverkehrsgesellschaft RATP mit. 

Von den größten Gewerkschaften hatte nur die linke CGT Proteste angekündigt. Die als gemäßigt geltende CFDT und die Force Ouvrière (FO) schlossen sind laut Medienberichten nicht an; einzelne regionale Einheiten könnten aber an Protesten teilnehmen.  

+++ 14.51 Uhr: Google legt Einspruch gegen EU-Rekordstrafe wegen Shopping-Suche ein +++

Der US-Internetriese Google hat Einspruch gegen die Rekordstrafe der EU-Kommission wegen der Benachteiligung von Konkurrenten bei der Suche nach Online-Shopping-Angeboten eingereicht. Wie ein Sprecher des Europäischen Gerichtshof in Luxemburg mitteilte, beantragte Google, die Entscheidung aufzuheben. Die EU-Kommission hatte Ende Juni eine Geldbuße von 2,42 Milliarden Euro gegen das US-Unternehmen verhängt. Es ist die bisher höchste Strafsumme wegen eines Wettbewerbsverstoßes.

Nach Einschätzung der EU-Kommission hat der US-Internetriese seine Marktmacht als weltweit meistgenutzte Suchmaschine missbraucht und dort seinen eigenen Produktvergleichsdienst Google Shopping gegenüber Konkurrenzportalen bevorzugt. Damit hat Google den europäischen Verbrauchern Brüssel zufolge eine "echte Wahl" vorenthalten. Google wies die Vorwürfe damals zurück und kündigte an, eine Berufung zu prüfen

+++ 14.33 Uhr: Mehr als 50 Waffen von 64-jährigem Dresdner beschlagnahmt +++

Die Polizei hat in der Wohnung eines 64-jährigen Dresdners mehr als 50 zum Teil scharfe Waffen und mehrere hundert Schuss Munition gefunden. Eigentlich standen die Beamten am Freitag vor seiner Wohnungstür, weil gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl wegen 35 Euro vorlag, wie die Polizei mitteilte. Er lehnte jedoch die Begleichung der Strafe ab und stellte den Angaben zufolge zugleich "die Rechtsordnung und damit auch das Handeln der Polizisten in Frage".

Das Auftreten und die Äußerungen des Manns ähnelten denen sogenannter Reichsbürger, wie ein Polizeisprecher sagte. Der 64-Jährige wurde festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten dann dutzende Pistolen, Revolver und Vorderlader sowie dazugehörige Munition. Er konnte zwar mehrere Waffenbesitzkarten vorweisen. Ob diese aber das gesamte Arsenal abdecken, war noch unklar. Die Polizei nahm die Waffen vorerst mit. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

+++ 14.31 Uhr: Bahnunfall in der Schweiz - etwa 30 Verletzte +++

Bei einem Rangierunfall in einem Bahnhof sind in der Schweiz etwa 30 Menschen verletzt worden. Involviert seien zwei Züge der vor allem bei Touristen beliebten Matterhorn-Gotthard-Bahn, sagte eine Polizeisprecherin. Das Unglück passierte im Bahnhof von Andermatt. Ob und wie viele Ausländer aus welchen Ländern unter den Verletzten sind, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

+++ 14.17 Uhr: Kleintanker vor Athen untergegangen - Ölteppich an Stränden +++

Nach dem Untergang eines kleinen griechischen Tankers hat ein Ölteppich die Strände auf der Ostseite der Insel Salamis erreicht. Reinigungstrupps versuchten das Öl zu beseitigen, wie das griechische Fernsehen aus den kleinen Häfen von Selinia und Limnionas auf der Insel Salamis berichtete. Augenzeugen schätzten die Größe des Ölteppichs auf etwa zwei Kilometer Länge und Dutzende Meter Breite.

Der Kleintanker "Agia Zoni" war nach Angaben der Küstenwache am Sonntag vor der Insel Salamis, die Athen vorgelagert ist, untergegangen. Die Besatzung wurde gerettet. Das Schiff hatte 2200 Tonnen Schweröl und 370 Tonnen Marinedieselöl gebunkert, teilte die Küstenwache mit. Wie viel Öl an die Meeresoberfläche gelangte, war am Montag unklar, hieß es aus Kreisen der Küstenwache. 

+++ 13.54 Uhr: AfD-Landeschef distanziert sich von Tomaten-Würfen auf Merkels Auto +++

Der Chef der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, hat die lautstarken Proteste gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Wolgast als legitime Form der Meinungsäußerung bezeichnet. Die Tomatenwürfe auf Merkels Auto verurteilte er dagegen. "Das geht natürlich gar nicht", sagte Holm. Protestrufe müssten die etablierten Parteien in einer Demokratie allerdings aushalten. Merkel war am Freitag in Wolgast mit Rufen wie "Hau ab" und "Volksverräter" beschimpft worden. Zudem wurde ihr Auto bei der Einfahrt mit Tomaten beworfen. Unter den etwa 150 Demonstranten waren Anhänger der AfD. Holm wird dem gemäßigten AfD-Flügel zugerechnet.

+++ 13.41 Uhr: 20 Jahre Haft für Nashorn-Wilderer in Südafrika +++

Ein Nashorn-Wilderer ist in Südafrika zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der aus Mosambik stammende Mann war im Krüger-Nationalpark gefasst worden, nachdem Wildhüter einen Rhinozeros-Kadaver mit abgesägten Hörnern entdeckt hatten. Bei ihm wurden ein Gewehr, Munition, eine Säge und frisch abgesägte Rhinozeroshörner gefunden. Sein Komplize konnte entkommen.

Die südafrikanische Polizei feierte das Urteil als "eindeutige Botschaft an andere Wilderer", dass sie nicht straflos davonkommen. In Südafrika, wo rund 80 Prozent aller Nashörner weltweit leben, wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 7100 der Tiere wegen ihrer begehrten Hörner getötet. Diese bestehen wie etwa menschliche Fingernägel zwar nur aus Keratin, dennoch gelten sie in der asiatischen Medizin als Heilmittel. Das zu Pulver verarbeitete Horn erzielt auf dem Schwarzmarkt Preise von bis zu 60.000 Dollar (50.950 Euro) pro Kilogramm - mehr als Kokain oder Gold.

+++ 12.58 Uhr: Reizgas-Alarm am Frankfurter Flughafen - Keine erhöhten Messwerte +++

Polizisten im Einsatz am Frankfurter Flughafen

Wurde am Frankfurter Flughafen Reizgas Versprüht? Polizei und Feierwehr ermitteln (Symbolfoto)

Entwarnung am Frankfurter Flughafen: Mehrere Menschen hatten am Montagvormittag über Augen- und Atemwegsreizungen geklagt, die Feuerwehr konnte aber keine erhöhten Messwerte mehr feststellen. Laut Bundespolizei wurden sechs Personen leicht verletzt. Die Ursache sei unklar, die Ermittlungen liefen. Zwei Schalterinseln im Terminal 1 seien vorübergehend gesperrt worden, wie ein Flughafensprecher sagte. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass am Check-in Reizgas versprüht worden sei.

+++ 12.46 Uhr: Urteil: Künftig Schmerzensgeld nach Polizeiirrtum +++

Wer irrtümlich durch Polizeigewalt oder andere Behördenmaßnahmen zu Schaden kommt, kann künftig neben Ersatz des Sachschadens auch ein Schmerzensgeld bekommen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Montag mitteilte, gab er seine frühere gegenteilige Rechtsprechung auf. (Az: III ZR 71/17)

Hintergrund ist ein Schuss auf ein Dönerlokal im Raum Wiesbaden im Oktober 2010. Bei der sofort eingeleiteten Fahndung entdeckte die Polizei das mutmaßliche Tatfahrzeug auf einem Tankstellengelände. Der Kläger und sein Begleiter befanden sich im Verkaufs- und Kassenraum der Tankstelle. Weil auf beide die übermittelten Personenbeschreibungen passten, gingen die Polizisten davon aus, dass es sich um die Täter handeln könnte. In diesem Fall mussten sie dann auch davon ausgehen, dass sie eine Schusswaffe bei sich hatten. Bei der Festnahme gingen die Polizisten daher nicht zimperlich vor. Die beiden Männer wurden zu Boden gebracht und bekamen Handschellen angelegt. Dabei erlitt der Kläger eine Schulterverletzung.

Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Verwechslung handelte. Die beiden Männer hatten mit der Sache nichts zu tun. Der Verletzte erhielt Schadenersatz, also medizinische Behandlung und gegebenenfalls Verdienstausfall. Ein Schmerzensgeld als Wiedergutmachung immaterieller Schäden erhielt er nicht.

+++ 12.43 Uhr: Zahl der von Apotheken abgegebenen Cannabisblüten im ersten Halbjahr gestiegen +++

Im März wurde die Abgabe von Cannabis als Medizin an Schwerkranke per Gesetz erleichert - seitdem ist die Zahl der Rezepte und der abgegebenen Cannabisblüten deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr gaben die Apotheker rund 10.600 cannabishaltige Zubereitungen und Cannabisblüten an Patienten aus, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Montag in Berlin mitteilte.

Die Verordnungen auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen stiegen an - von 564 Einheiten im März auf fast 5000 Einheiten im Juni. Auch die Zahl der Rezepte stieg in gleichem Maß auf insgesamt rund 5100. Waren es im März noch 488 Rezepte, lag die Zahl im Juni bei 2213. Zusätzlich verordneten Ärzte von März bis Juni rund 12.500 Fertigarzneimittel mit Cannabisinhaltsstoffen oder -extrakten. 

+++ 12.31 Uhr: Reizgas an Frankfurter Flughafen versprüht – mehrere Verletzte +++

Am Frankfurter Flughafen ist es am Montagvormittag zu einem Zwischenfall gekommen. Die Bundespolizei erklärte auf Anfrage, die Feuerwehr sei im Terminal 1 im Einsatz. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurde Reizgas versprüht, wobei mehrere Menschen am Check-in verletzt wurden. Ein Fraport-Sprecher erklärte, mehrere Passagiere hätten über Augen- und Atemwegsreizungen geklagt. Zwei Schalterinseln im Terminal seien gesperrt worden, die Feuerwehr kläre die Umstände.

+++ 12.20 Uhr: Erneut deutsches Ehepaar türkischer Abstammung in der Türkei festgenommen +++

In der Türkei ist erneut ein deutsches Ehepaar türkischer Abstammung festgenommen worden. Das Auswärtige Amt erklärte am Montag, es gebe "konkrete Anhaltspunkte", dass die beiden deutschen Staatsbürger am Wochenende in Istanbul in Polizeigewahrsam genommen worden seien. Einer der beiden Betroffenen sei mittlerweile wieder frei, aber mit einer Ausreisesperre belegt worden.

+++ 11.45 Uhr: Rotkreuz-Mitarbeiterin in Afghanistan erschossen - Motiv unklar +++

Eine aus dem Ausland stammende Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Afghanistan ist in der nördlichen Provinzhauptstadt Masar-i-Scharif erschossen worden. Ein Motiv war zunächst unklar. Der körperlich behinderte Täter sei am Montag in das medizinische Zentrum des Roten Kreuzes eingedrungen und habe das Feuer eröffnet, sagte ein Polizeisprecher.

Die Frau sei kurz nach dem Angriff an ihren Verletzungen gestorben. Ihre Nationalität blieb zunächst unbekannt, ebenso ihr Alter. Der Täter konnte den Angaben nach festgenommen werden. Die Waffe habe er an seinem Fahrrad versteckt.

+++ 11.39 Uhr: Vermisste und Tote nach Unwetter in der Toskana +++

Nach schweren Unwettern in Italien geht die Suche nach zwei Vermissten in der Toskana weiter. Starke Regenfälle waren am Sonntag über der Region niedergegangen, mehrere Menschen starben. Luftaufnahmen der Feuerwehr von der Stadt Livorno, die es besonders schlimm getroffen hatte, zeigten am Montag von Schlamm- und Wassermassen umgebene Häuser.

Die Zahl der Toten variierte am Montag zwischen sechs und sieben. Eine Familie war Medienberichten zufolge mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben gekommen.

Am Montag wurden Vorwürfe laut, wonach die Unwettergefahr am Sonntag unterschätzt worden sei und Warnungen nicht scharf genug gewesen seien. Die Schlechtwetterfront zog unterdessen in Richtung Süden weiter, wo neben Regenfällen und Gewittern auch vor starkem Wind gewarnt wurde.

+++ 11.24 Uhr: UN: Vertreibung von Rohingya sieht nach ethnischer Säuberung aus +++

Die Vertreibung der unterdrückten muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar kommt nach Einschätzung des UN-Hochkommissars für Menschenrechte ethnischen Säuberungen gleich. Die abschließende Beurteilung der Lage sei schwierig. "Aber es sieht alles aus wie ein Paradebeispiel für ethnische Säuberungen", sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Montag zum Auftakt der Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf.

Seit Ende August sind wegen einer Welle von Gewalt rund 300.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch geflohen, ein Drittel der Bevölkerungsgruppe. Auslöser waren nach ersten Berichten Anschläge von Rohingya-Extremisten auf myanmarische Sicherheitskräfte. Die Rohingya werden im mehrheitlich buddhistischen Myanmar unterdrückt. Sie sind nicht als Staatsbürger anerkannt, obwohl sie teils seit Generationen in der Region leben.

+++ 10.58 Uhr: Mord an Maria L. - Angeklagter gesteht Missbrauch und Gewalt +++

Im Prozess um den Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg hat der Angeklagte gestanden, die junge Frau missbraucht, gewürgt und ins Wasser des Flusses Dreisam gelegt zu haben. Sie sei ihm zufällig begegnet, als er betrunken und bekifft am Flussufer entlang gegangen sei, sagte Hussein K. am Montag vor dem Landgericht Freiburg. Er habe die 19-Jährige vom Fahrrad gestoßen und ihr den Mund zugehalten. Als sie begann zu Schreien, habe er sie mit seinem Schal gewürgt. Dann habe er bemerkt, dass sie ein hübsches Mädchen sei. "Es ist in meinen Kopf gegangen: Komm', mach' mal mit ihr Sex." Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sie zu vergewaltigen, habe er sie mit der Hand missbraucht.

Zuvor hatte der junge Flüchtling ausführlich geschildert, wie er in den Stunden vor dem Mord an Maria L. gemeinsam mit Freunden zwei Flaschen Wodka und später alleine Bier und Wein getrunken habe. Er stahl ein Fahrrad, stürzte, weil er zu betrunken war und schob das Rad. Dann sei ihm das Mädchen zufällig auf dem Rad begegnet.

Nachdem er sie bewusstlos gewürgt habe, zog er die 19-Jährige nach eigenen Worten aus und missbrauchte sie. Er selbst sagte am Montag, er habe sie da schon für tot gehalten. Weil er sich zuvor bei einem Fahrradsturz verletzt hatte, habe er sie schließlich in den Fluss gezerrt, um sein Blut von ihrem Körper zu waschen. Danach sei er geflohen. Viele Details seines Geständnisses blieben widersprüchlich. Der Angeklagte berief sich mehrfach auf Erinnerungslücken.

+++ 10.54 Uhr: Neue Miss America gekürt: 23-Jährige aus North Dakota holt Titel +++

Die USA haben eine Miss America 2018: Sichtlich gerührt bekam die 23-jährige Cara Mund von ihrer Vorgängerin am Sonntagabend (Ortszeit) die Krone aufgesetzt. Sie ist die erste Miss America-Gewinnerin aus North Dakota, heißt es auf der Website der Veranstalter. Mund setzte sich gegen 50 Konkurrentinnen durch. Sie beeindruckte die Jury mit einem Tanz zu Michael Jacksons "The way you make me feel". Ihr Ziel sei es gewesen, unter die Top Ten gewählt zu werden, sagte die Gewinnerin.

+++ 10.35 Uhr: Taiwanesischem Aktivisten Lee Ming-che droht Haft in China +++

Dem taiwanesische Aktivist  Lee Ming-che wird Untergrabung der Staatsgewalt vorgeworfen

"Ich plädiere auf schuldig und bereue meine Tat", sagte der taiwanesische Aktivist  Lee Ming-che vor Gericht

Zum ersten Mal ist ein taiwanesischer Menschenrechtsaktivist in China vor Gericht gestellt worden. Dem Hochschullehrer Lee Ming-che wird seit Montag vor einem Volksgericht in der Stadt Yueyang in der zentralchinesischen Provinz Hunan der Prozess wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" in China gemacht. Zum Prozessauftakt am Montag bekannte sich Lee Ming-che schuldig. Wann mit dem Urteil zu rechnen ist, war unklar. 

+++ 9.58 Uhr: Freiburger Mordprozess: Angeklagter gesteht Missbrauch und Gewalt +++

Im Prozess um den Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg hat der Angeklagte gestanden, die junge Frau missbraucht, gewürgt und bewusstlos ins Wasser gelegt zu haben. Sie sei ihm zufällig begegnet, als er betrunken und bekifft am Flussufer der Dreisam entlangging.

Zuvor hatte er sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. "Das, was ich getan habe, darüber bin ich aus tiefstem Herzen traurig", sagte der junge Flüchtling. Nach dem Tod des Opfers habe er täglich Qualen erlitten. Er lebe momentan wie in der Hölle, sagte der Angeklagte. Am Tag der Tat habe er Alkohol getrunken und Haschisch geraucht. Es sei ihm nicht gut gegangen. Die Familie der jungen Frau war, wie schon zum Prozessauftakt, am Montag nicht im Gericht. 

+++ 9.18 Uhr: Keine radioaktive Belastung in China nach Nordkoreas Atomtest +++

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest haben die chinesischen Behörden Entwarnung mit Blick auf eine mögliche radioaktive Belastung gegeben. Bei über tausend Luft-, Wasser-, und Bodenproben entlang der Grenze zu Nordkorea seien keine Rückstände entdeckt worden, teilte das Umweltministerium in Peking mit. Deshalb werde es seine Notfall-Kontrollen einstellen.

Nordkorea hatte vor einer Woche seinen sechsten und bisher stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Nach Einschätzung Japans hatte diese eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen - mehr als zehnmal so viel wie die US-Atombombe über Hiroshima. Die Erschütterungen waren noch in hunderten Kilometern Entfernung in chinesischen Städten zu spüren.

Angesichts der atomaren Bedrohung durch Pjöngjang stimmt der UN-Sicherheitsrat am Montag über verschärfte Sanktionen gegen das Land ab. Sie könnten jedoch an der Ablehnung der Vetomächte Russland und China scheitern.

+++ 9.05 Uhr: 162 Fluggäste hängen 50 Stunden in Palma fest +++

162 Condor-Fluggäste müssen in Mallorcas Hauptstadt Palma nun noch länger als zunächst angenommen auf ihren Rückflug nach Köln warten. Der Flug solle nun voraussichtlich um 1.45 Uhr in der Nacht zum Dienstag starten, sagte ein Condor-Sprecher am Montagmorgen. Damit hätte die Maschine eine Verspätung von mehr als 50 Stunden. Noch am Sonntag hieß es, dass die Passagiere am Montagvormittag zurück nach Köln gebracht werden könnten. Der Flug DE 1539 konnte am späten Samstagabend wegen technischer Probleme nicht starten. Die Reparaturarbeiten dauerten jedoch auch am Montagmorgen noch an, deswegen will Condor nun ein anderes Flugzeug einsetzen.

Schon am Wochenende hatte die Fluggesellschaft versucht, auch bei anderen Airlines eine Ersatzmaschine anzumieten oder die Passagiere umzubuchen - allerdings vergeblich. Der Sprecher entschuldigte sich bei den Fluggästen. Die 162 Fluggäste sind in Hotels untergebracht, unter ihnen sind auch zwei Kleinkinder.

+++ 8.35 Uhr: Japans fordert angesichts Bedrohung durch Nordkorea stärkere Armee +++

Angesichts der Bedrohung durch Nordkorea hat Japans Regierungschef Shinzo Abe eine Stärkung des Militärs gefordert. Japan müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, sagte Abe am Montag in einer Rede vor ranghohen Armeeoffizieren. Angesichts des jüngsten Abschusses einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg müsse das Land "alle angemessenen Maßnahmen ergreifen".

Er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, Pläne für eine neue Verteidigungsstrategie auszuarbeiten, sagte der Ministerpräsident. Die Stärkung der Beziehungen zu den USA sei "lebenswichtig" für die Stabilität in der Region, erklärte Abe. "Wir müssen Nordkoreas wiederholte Provokationen abwehren", betonte er.

Nordkorea hatte vor einer Woche den "erfolgreichen" Test einer raketenfähigen Wasserstoffbombe gemeldet. Angesichts der Bedrohung durch Pjöngjang berät der UN-Sicherheitsrat am Montag über verschärfte Sanktionen gegen das Land. 

+++ 7.07 Uhr: Schießerei beim Football-Abend in Texas - acht Tote +++

Bei einer Schießerei auf einer Football-Party im US-Bundesstaat Texas sind mindestens acht Menschen getötet worden. Der Täter drang offenbar - nach einem Streit mit einem der Partygäste - bewaffnet in ein Einfamilienhaus in Plano, einem Vorort von Dallas, ein, wie der Sender CBS berichtete. Dort erschoss er sieben Menschen. Ein alarmierter Polizist erschoss daraufhin den Angreifer. Weitere zwei Menschen wurden bei der Schießerei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Polizisten seien nicht verletzt worden, hieß es. 

Einer Zeugin zufolge hatte der Schütze vor dem Haus einen Streit mit einer Frau, die auch auf der Party war, wie die Zeitung "USA Today" berichtete. Die Frau ging daraufhin zurück ins Haus. Der Täter zog eine Waffe und folgte ihr. Daraufhin seien mehrere Schüsse aus einer automatischen Waffe gefallen.

+++ 7.01 Uhr: Australischer Regierungschef bekommt Ärger wegen Bier-Baby-Fotos +++

Wegen eines Fotos mit seiner Enkeltochter auf dem Arm und einem Becher Bier in der Hand hat sich Australiens konservativer Premierminister Malcolm Turnbull Ärger eingehandelt. Der 62-Jährige musste sich wegen der Aufnahme, die beim Besuch eines Football-Spiels in Sydney entstand, böse Kommentare gefallen lassen. Auf dem Bild ist Turnbull zu sehen, wie er ein halb ausgetrunkenes Bier in der Hand hält und das Baby auf die Stirn küsst. Auf Facebook schrieb er dazu: "Multitasking at the footy." ("Multi-Tasking beim Fußi.")


Im Internet warfen zahlreiche Landsleute ihrem Ministerpräsidenten vor, ein schlechtes Beispiel abzugeben. Eine Frau namens Marg Walker schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Ein Kind halten mit Alkohol in der Hand - was für eine Schande." Ein Facebook-Nutzer namens Jonathan Allott meinte: "Kindern so früh beizubringen, wie man beim Football Bier trinkt - tolle Großeltern." Von anderen Leuten wurde Turnbull verteidigt. Bis Montag bekam er für seinen Eintrag 16.000 "Likes". Auch Oppositionsführer Bill Shorten sprang ihm bei. Er schrieb: "Lasst ihn ein Opa sein."

+++ 4.52 Uhr: Mindestens acht Tote bei Schießerei in Texas +++

Bei einer Schießerei in Plano in der Nähe von Dallas im US-Bundesstaat Texas sind mindestens acht Menschen getötet worden. Das berichteten mehrere USA-Medien. Die Opfer, alle erwachsene Personen, seien in einer Wohnung getötet worden, hieß es. Der mutmaßliche Täter sei kurz danach bei einem Feuergefecht mit der Polizei erschossen worden. Nähere Angaben lagen zunächst nicht vor.

+++ 4.39 Uhr: Zahl der Erdbebenopfer in Mexiko steigt auf 90 +++

Nach dem Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf 90 gestiegen. Allein 71 Menschen seien im südlichen Bundesstaat Oaxaca ums Leben gekommen, erklärte der nationale Zivilschutz und bestätigte damit Angaben aus der Region. Das Erdbeben der Stärke 8,2 vom Donnerstag war das stärkste in Mexiko seit 100 Jahren. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 200 Menschen verletzt. Die Aufräumarbeiten gestalten sich weiter schwierig. Die Region wurde durch zahlreiche Nachbeben erschüttert. Teile des gebirgigen Bundesstaats Oaxaca sind zudem schwer zugänglich. 

+++ 2.35 Uhr: Papst Franziskus beendet Kolumbienreise mit einem Veilchen +++

Papst Franziskus hat seine fünftägige, ganz im Zeichen des historischen Friedensprozesses stehende Kolumbienreise beendet und ist am Sonntagabend nach Rom abgeflogen. Rund vier Millionen Menschen kamen zu den Messen in Bogotá, Villavicencio, Medellín und am Ende in Cartagena. Immer wieder mahnte der Papst zur Aussöhnung und Vergebung, um nach rund 50 Jahren Konflikt einen stabilen Frieden zu erreichen. Die Reise war begleitet von vielen Emotionen und bewegenden Begegnungen mit Opfern des Konflikts. Der Vatikan hatte die Friedensverhandlungen mit der Farc-Guerilla unterstützt.

Eine Schrecksekunde gab es bei einer Fahrt mit dem Papamobil. Der 80-jährige Papst stieß sich an einer Scheibe, als er ein kleines Kind grüßen wollte und das Papamobil bremste. Er verletzte sich an der Augenbraue, setzte aber die Fahrt fort, ein Begleiter tupfte die blutende Braue ab. Anschließend wurde die Wunde mit einem Pflaster versorgt, der Papst trug ein Veilchen davon.

tyr/fs / DPA / AFP