Bundesarztregister
Brandenburg hat die niedrigste Ärztedichte in Deutschland

Auf 100.000 Einwohner kommen in Brandenburg rund 200 Ärztinnen und Ärzte. (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa
Auf 100.000 Einwohner kommen in Brandenburg rund 200 Ärztinnen und Ärzte. (Symbolbild). Foto
© Patrick Pleul/dpa
Für einen Besuch bei der Ärztin oder dem Psychologen müssen Menschen in Brandenburg häufig einen längeren Weg auf sich nehmen. Je nach Fachrichtung ist die Dichte sehr unterschiedlich.

In keinem anderen Bundesland ist die Dichte an Medizinern und Psychologinnen so niedrig wie in Brandenburg. Auf 100.000 Einwohner kommen in dem Flächenland rund 200 Ärztinnen und Ärzte, wie Daten des Bundesarztregisters mit Stand 31.12.25 zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zum Vergleich: In Berlin liegt die Ärztedichte bei rund 303. Die Hauptstadt belegt damit Platz zwei der Tabelle. Am höchsten ist die Dichte in Hamburg mit 315 pro 100.000. 

Im oberen Bereich der Tabelle liegt Brandenburg beim Anteil der weiblichen Ärzteschaft, der bei rund 59 Prozent liegt. Schaut man sich speziell die Hausärzte an, gehört der Landkreis Oberspreewald-Lausitz deutschlandweit sogar zu den Top 5: Fast 71 Prozent sind dort Frauen.

Und wie sieht es in den einzelnen Fachrichtungen aus? Die Hausarztdichte in Brandenburg liegt bei rund 66 Ärztinnen und Ärzten pro 100.000 Einwohnern, wie den Daten zu entnehmen ist. Bei Frauenärzten sind es etwa 11, bei Kinderärzten 9 und bei Hautärzten 3. Psychologische Psychotherapeuten gibt es rund 30 pro 100.000 Einwohner. Bei Augenärzten sind es rund 8, bei HNO-Ärzten knapp 5.

dpa