Verfassungsschutzbericht
Rechtsextremismus in Brandenburg wegen AfD auf Höchststand

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) und der Leiter des Verfassungsschutzes, Wilfried Peters, haben den Verfassungsschut
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) und der Leiter des Verfassungsschutzes, Wilfried Peters, haben den Verfassungsschutzbericht für 2025 vorgestellt. Foto
© A3922 Britta Pedersen/dpa

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Der Verfassungsschutz hat in Brandenburg im vergangenen Jahr die bisher höchste Zahl an Personen gezählt, die er dem Rechtsextremismus zuordnet. Das hat einen speziellen Grund.

Die Zahl der Rechtsextremisten in Brandenburg ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Verfassungsschutzes rechnerisch auf einen Rekordstand gestiegen. Das Personenpotenzial nahm um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 5.890 zu, wie aus dem Verfassungsschutzbericht für 2025 hervorgeht, den Innenminister Jan Redmann (CDU) und Verfassungsschutzpräsident Wilfried Peters vorstellten. „Das ist ein rein statistischer Effekt“, sagte Redmann. Es wäre unzutreffend zu behaupten, dass sich Menschen in dieser Größenordnung diesem Jahr radikalisiert hätten.

Die Gesamtzahl der rund 3.600 Brandenburger AfD-Mitglieder wird nach Angaben des Verfassungsschutzchefs bei der Zahl des Personenpotenzials berücksichtigt. Die AfD und ihre Jugendorganisation Generation Deutschland zählen laut Geheimdienst zu den zentralen Akteuren des Rechtsextremismus. Der Verfassungsschutz stuft die AfD seit vergangenem Jahr als erwiesen rechtsextremistisch ein.

Minister: Radikalisierung Jugendlicher nimmt zu 

Innenminister Redmann warnte vor einer steigenden Radikalisierung von Jugendlichen über soziale Medien. Er forderte eine Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien für Jugendliche.

Die Zahl der Linksextremisten stieg im vergangenen Jahr um ein Fünftel auf 660, die Zahl der Islamisten legte um knapp 16 Prozent auf 260 zu. Dagegen zählt der Geheimdienst nur noch 650 sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter - das ist ein Rückgang um rund ein Drittel.

dpa