Bundesratsinitiative geplant
Landtag will Verbot von Energy-Drinks für unter 16-Jährige

Der Antrag von CDU und Grüne fordert nicht nur ein Verkaufsverbot, sondern auch ein Werbeverbot. Foto: Felix Müschen/dpa
Der Antrag von CDU und Grüne fordert nicht nur ein Verkaufsverbot, sondern auch ein Werbeverbot. Foto
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Der Landtag in Kiel spricht sich für ein Verkaufs- und Werbeverbot von Energy-Drinks für unter 16-Jährige aus. Nun will die Landesregierung eine Bundesratsinitiative aufsetzen.

Schleswig-Holsteins Regierung will sich mit einer Bundesratsinitiative für ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einsetzen. Ein entsprechender Antrag der schwarz-grünen Regierungskoalition fand im Landtag in Kiel eine Mehrheit. CDU, Grüne und SSW stimmten für den Antrag. SPD und FDP enthielten sich.

"Energy-Drinks werden als Leistungsbooster und Wachmacher verkauft", sagte Verbraucherschutzministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU). "Doch dieser Push hat seinen Preis". So steckten in den Dosen stimulierende Inhaltsstoffe wie Koffein, Taurin oder Guarana, die den Körper antreiben, aber das Herz-Kreislauf-System belasten.

Der Antrag fordere daher nicht nur ein Verkaufsverbot für Energy-Drinks, sondern auch ein Werbeverbot, das sich an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren richtet. Außerdem soll das Präventionsgesetz auf Bundesebene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Stärkung der Gesundheitskompetenz junger Menschen vorsehen. Ziel ist es den Angaben nach, den Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Ein Alternativantrag der FDP-Fraktion wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt. Darin wurde nicht ein Verbot gefordert, sondern eine Präventionsstrategie, damit Kinder und Jugendlich zu eigenverantwortlichen Entscheidungen befähigt werden.

dpa

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