In den Tarifverhandlungen für den Nahverkehr der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein blieb auch die dritte Runde ohne Ergebnis. Nachdem Verdi bereits Ende Januar und Mitte Februar Angebote der Arbeitgeber abgelehnt hatte, habe der Kommunale Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein ein neues vorgelegt.
"Mit diesem Angebot ist die Arbeitgeberseite "an die Grenze des Machbaren" gegangen" sagte Andreas Ortz von den Stadtwerken Lübeck Mobil. Das Angebot bedeute für die Unternehmen eine große wirtschaftliche Belastung. Zudem sei es angesichts des Fachkräftemangels eine große Herausforderung, zusätzliches Personal zu gewinnen.
"Wir haben kein Verständnis für die Ablehnung. Wir sind der Gewerkschaft sehr deutlich entgegengekommen", erklärte Jan Jacobsen, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes. Die Gewerkschaft Verdi halte jedoch an den Maximalforderungen fest und verhindere eine Einigung.
Verdi hält sich "alle Wege offen"
Geplant sei als nächster Verhandlungstermin der Sonntag, der 1. März, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Bis dahin halte sich die Gewerkschaft "alle Wege offen". Ein Streik sei also möglich, aber bisher nicht beschlossen.
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im Nahverkehr in Schleswig-Holstein, unter anderem eine Jahressonderzahlung in voller Höhe eines Monatsgehalts. Zudem verlangen sie neben weiterer Zuschläge einen Nachtzuschlag für Arbeit zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr morgens, die Einführung eines Urlaubsgeldes, sowie von Einspringprämien für kurzfristige Dienstplanänderungen.