Seit mehr als einem halben Jahrhundert sterben in Hessen jährlich mehr Menschen als geboren werden. Dennoch stieg die Einwohnerzahl wegen Zuzügen phasenweise weiter an, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte.
Seit der Entstehung des Bundeslandes Hessen und seiner ersten Bevölkerungszählung vor 80 Jahren ist die Zahl der Bürgerinnen und Bürger bis heute sogar um mehr als die Hälfte gewachsen, wie die Behörde mit Blick auf dieses Jubiläum erläuterte. 3.995.678 Hessinnen und Hessen waren es 1946 - und 6.280.793 im Jahr 2024.
Hunderttausende Heimatvertriebene in Hessen
Am stärksten wuchs die Bevölkerung in den ersten Jahren bis 1950 - nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hunderttausende Heimatvertriebene aus dem Osten und Südosten Europas in Hessen ein neues Zuhause. Auch in den Fünfziger- und Sechzigerjahren gab es laut dem Statistischen Landesamt deutliche Zuwächse wegen der Anwerbung ausländischer Arbeiter und bald hoher Geburtenraten.
Beginnend in den Siebzigern registrierten die Statistiker auch Jahre mit einem Rückgang der Bevölkerung. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 stieg die Einwohnerzahl Hessens wieder deutlich an und überschritt 1995 die Marke von sechs Millionen Menschen. Dann flaute diese Entwicklung ab - bis es von 2014 an erneut mehr Zuwächse gab. Das Rekordjahr der hessischen Bevölkerung bisher war 2021 mit 6.295.017 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Mitteilung