Bevölkerung
Hessens Bevölkerung seit 1946 um gut die Hälfte gewachsen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Hessen etliche Hunderttausende Heimatvertriebene aufgenommen. (Archivbild) Foto: dpa
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Hessen etliche Hunderttausende Heimatvertriebene aufgenommen. (Archivbild) Foto
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Flucht, Anwerbung, Babyboom, Wiedervereinigung - und nun ein Jubiläum: Hessens Einwohnerzahl hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Es gab auch Jahre mit schrumpfender Bevölkerung.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sterben in Hessen jährlich mehr Menschen als geboren werden. Dennoch stieg die Einwohnerzahl wegen Zuzügen phasenweise weiter an, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte.

Seit der Entstehung des Bundeslandes Hessen und seiner ersten Bevölkerungszählung vor 80 Jahren ist die Zahl der Bürgerinnen und Bürger bis heute sogar um mehr als die Hälfte gewachsen, wie die Behörde mit Blick auf dieses Jubiläum erläuterte. 3.995.678 Hessinnen und Hessen waren es 1946 - und 6.280.793 im Jahr 2024.

Hunderttausende Heimatvertriebene in Hessen

Am stärksten wuchs die Bevölkerung in den ersten Jahren bis 1950 - nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hunderttausende Heimatvertriebene aus dem Osten und Südosten Europas in Hessen ein neues Zuhause. Auch in den Fünfziger- und Sechzigerjahren gab es laut dem Statistischen Landesamt deutliche Zuwächse wegen der Anwerbung ausländischer Arbeiter und bald hoher Geburtenraten.

Beginnend in den Siebzigern registrierten die Statistiker auch Jahre mit einem Rückgang der Bevölkerung. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 stieg die Einwohnerzahl Hessens wieder deutlich an und überschritt 1995 die Marke von sechs Millionen Menschen. Dann flaute diese Entwicklung ab - bis es von 2014 an erneut mehr Zuwächse gab. Das Rekordjahr der hessischen Bevölkerung bisher war 2021 mit 6.295.017 Einwohnerinnen und Einwohnern.

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dpa