Zweiter Fall in Frankfurt
Frau scherzt über Bomben am Flughafen – Weiterflug untersagt

Scherze über gefährliche Gegenstände im Handgepäck haben ernste Folgen, wie eine Frau in Frankfurt erlebt hat. (Symbolbild) Foto
Scherze über gefährliche Gegenstände im Handgepäck haben ernste Folgen, wie eine Frau in Frankfurt erlebt hat. (Symbolbild) Foto
© Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa
Ein Witz über gefährliche Gegenstände im Handgepäck hatte weitreichende Folgen: Eine Frau durfte nicht wie geplant in die USA weiterreisen. Die Polizei leitete zudem weitergehende Schritte ein.

Ein Scherz über Bomben und Pistolen beim Umsteigen am Frankfurter Flughafen hat die Reise einer Frau in die USA verhindert. Die 48-Jährige antwortete nach Polizeiangaben auf die Frage nach gefährlichen Gegenständen in ihrem Handgepäck mit "Yes, pistols and bombs" ("Ja, Pistolen und Bomben"). Dies habe sie mehrfach wiederholt.

Die Bundespolizei konnte zwar eine tatsächliche Gefahr ausschließen. Die Frau durfte aber nicht wie geplant nach Chicago weiterreisen, denn US-amerikanische Behörden annullierten ihr Visum. Stattdessen musste sie in die ägyptische Hauptstadt Kairo zurückfliegen, aus der sie kam.

Die 48-Jährige erklärte, ihre Aussage sei nur als Scherz gemeint gewesen, wie die Bundespolizei mitteilt. Dennoch wird gegen sie nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Bereits vor einigen Tagen war ein Mann in Frankfurt nach einem ähnlichen Scherz von seiner geplanten Weiterreise nach Frankreich ausgeschlossen worden.

dpa