Tarifkonflikt
Warnstreik - Busse und Bahnen bleiben zwei Tage im Depot

Viele Busse werden wegen des Warnstreiks in Niedersachsen voraussichtlich nicht fahren. (Archivbild) Foto: Moritz Frankenberg/dp
Viele Busse werden wegen des Warnstreiks in Niedersachsen voraussichtlich nicht fahren. (Archivbild) Foto
© Moritz Frankenberg/dpa
Kein Bus, keine Bahn: Der Warnstreik legt Hannover, Braunschweig, Göttingen und Osnabrück lahm. In allen vier Städten fallen am Montag und Dienstag sämtliche Fahrten aus.

Wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi stehen am Montag und Dienstag in mehreren Städten Niedersachsens Busse und Bahnen komplett still. In Hannover, Braunschweig, Göttingen und Osnabrück kündigten die jeweiligen Verkehrsbetriebe an, den Verkehr an beiden Warnstreiktagen komplett einzustellen.

Die Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra kündigten auf Ihrer Homepage an, von Montag 3 Uhr bis Mittwoch 3 Uhr alle Betriebsteile stillzulegen. "Es fahren keine Busse oder Bahnen." Am Dienstag gelte das auch für die Tochter Regiobus. Das betreffe dann auch den Schülerverkehr. Am Montag fahre Regiobus im Umland aber noch normal.

Bei der Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) fallen am Montag und Dienstag ebenfalls alle Busse und Bahnen aus. "Die BSVG wird an beiden Tagen von Betriebsbeginn bis Betriebsende bestreikt", heißt es dort. "Busse und Bahnen müssen deshalb im Depot bleiben." Im gesamten Braunschweiger Netz werde es keinen Linienverkehr geben. Ausgenommen sei nur der Schülerverkehr zu den Grundschulen. Dieser finde wie gewohnt statt.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe sagen den Linienverkehr an beiden Tagen ebenfalls komplett ab. Wegen des Warnstreiks "fahren am Montag, 20.04.26 und Dienstag, 21.04.26 von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss keine Busse", heißt es. Am Mittwoch werde der Linienverkehr mit Betriebsbeginn wieder aufgenommen.

Osnabrück

Auch in Osnabrück kommt es wegen des Warnstreiks zu starken Einschränkungen. An beiden Tagen fänden keine Fahrten im städtischen MetroBus-Liniennetz statt, teilten die Stadtwerke mit. "Zahlreiche Beschäftigte der Stadtwerke-Tochter SWO Mobil werden dem Aufruf folgen, so dass der Fahrdienst massiv bestreikt wird", hieß es. "Aus diesem Grund muss die SWO Mobil den ganztägigen Betrieb auf den MetroBus-Linien M1 bis M5 einstellen." Das betreffe auch weite Teile des Schülerverkehrs.

Verdi ruft zum Warnstreik auf

Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV). Die dritte Verhandlungsrunde war am Montag ohne Ergebnis geblieben.

dpa