Bevölkerungsschutz
Grüne für bessere Ausrüstung nach ersten Mai-Waldbränden

Der Waldbrand in Werdohl kam einer Siedlung bedrohlich nah. (Archivbild) Foto: Alex Talash/dpa
Der Waldbrand in Werdohl kam einer Siedlung bedrohlich nah. (Archivbild) Foto
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Schon in den ersten Mai-Tagen stehen Wälder auf Tausenden Quadratmetern in Flammen. Eine Zigarette genüge für ein Inferno, warnen die Grünen. Was fehlt, um die Bürger und die Natur besser zu schützen.

Nach mehreren Waldbränden am vergangenen Wochenende sehen die Grünen in Nordrhein-Westfalen politischen Handlungsbedarf. "Menschen, die wegen Waldbränden ihre Häuser verlassen müssen, müssen sich darauf verlassen können, dass die Einsatzkräfte vor Ort über die notwendige Ausrüstung verfügen, um Brände schnell unter Kontrolle zu bringen", sagte Landesparteichef Tim Achtermeyer der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

"Waldbrände machen nicht an Landesgrenzen halt", mahnte er. Der Bund müsse Löscharbeiten besser koordinieren und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stärken. Auch die Europäische Union habe Nachholbedarf: "Der europäische Katastrophenschutz braucht mehr Mittel, um in Notfällen schnell helfen zu können." 

Am ersten Maiwochenende waren gleich drei Wald- und Unterholzbrände in NRW ausgebrochen. In der Dellbrücker Heide, in Attendorn und in Werdohl kämpften bis zu 260 Feuerwehrleute auf einer Fläche von insgesamt 41.000 Quadratmetern gegen die Flammen.

"Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann oft schon reichen"

Achtermeyer dankte den Einsatzkräften für ihre professionelle Arbeit und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Angesichts des Klimawandels mit zunehmender Dürre müssten sich alle besser auf solche Ereignisse vorbereiten - auch jeder Einzelne. Dazu gehöre mehr Bewusstsein, wie schnell ein Waldbrand entstehen könne: "Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann oft schon reichen."

Entscheidend sei der Waldumbau inklusive natürlicher Wasserspeicher. "Mehr natürliche und robuste Mischwälder und weniger Monokulturen", forderte Achtermeyer. "So entsteht ein natürlicher Wasserhaushalt."

dpa