Für den Unterricht aus der Distanz wie an diesem Montag müssen nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr Geld in die Hand genommen und bessere Konzepte vorgelegt werden.
"Trotz vorhandener Standards bestehen weiterhin große Unterschiede bei technischer Ausstattung, Endgeräten sowie der Qualität von Internet- und WLAN-Zugängen – sowohl an Schulen als auch in den Haushalten der Lernenden", erklärte die GEW-Landesvorsitzende Ayla Celik.
Zudem fehlt es nach Ansicht der Gewerkschaft vielerorts an einer ausreichenden zeitlichen und technischen Unterstützung für Lehrkräfte. Einheitliche, verbindliche Qualitätskriterien, klare didaktische Leitlinien und realistische Lernziele seien bislang nicht konsequent genug verankert.
GEW: Es darf keine Benachteiligung geben
"Distanzunterricht kann aber aus meiner Sicht nur dann gelingen, wenn verlässliche Infrastruktur, verbindliche pädagogische Standards, gezielte Fortbildung und eine nachhaltige Unterstützung der Schulen durch das Land gewährleistet sind", unterstrich die GEW-Landesvorsitzende.
Distanzunterricht dürfe nicht dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ohne eigene Endgeräte oder mit schlechter Internetanbindung benachteiligt werden. "Die Versorgung mit Geräten und Breitbandanschlüssen muss, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern, für alle gewährleistet sein", sagte Celik.
Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gingen die Schulen in Nordrhein-Westfalen für einen Tag lang landesweit in den Distanzunterricht. In den Schulen werde nur eine Notbetreuung angeboten, hatte die Landesregierung am Sonntagnachmittag für den kommenden Tag mitgeteilt.
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Angesichts der Glatteisgefahr sei die Verordnung zum Distanzunterricht grundsätzlich erst einmal nachvollziehbar und folge dem Prinzip "Vorsicht vor Nachsicht", erklärte die GEW-Landesvorsitzende.